Axxis

Utopia


CD-Review

Reviewdatum: 18.09.2009
Jahr: 2009
Stil: Melodic Metal

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Axxis
Utopia, AFM Records, 2009
Bernhard WeissVocals, Guitars
Marco WriedtGuitars
Harry OellersKeyboards
Rob SchomakerBass
Alex LandenburgDrums
Produziert von: Bernhard Weiß und Harry Oellers Länge: 49 Min 36 Sek Medium: CD
01. Journey to Utopia07. The monsters crawl
02. Utopia08. Eyes of a child
03. Last man on earth09. Heavy rain
04. Fass mich an10. For you I will die
05. Sara wanna die11. Underworld
06. My father's eyes

Sind wir doch mal ehrlich: AXXIS gehören mittlerweile auch zu den Bands, denen man nur noch sehr schwer an den Karren fahren kann. Sie ziehen unbeirrt 'ihr Ding' durch, haben sich ein treues Stammpublikum erobert, dass genau auf diese Schiene abfährt und - last not least - bürgen sie zuverlässig für Qualität.

Wer auf "Utopia" also etwas anders als hochwertigen Melodic Metal erwartet, der sich hauptsächlich durch Bernhard Weiss typischen Gesang von den Mitbewerbern abhebt, dem ist einfach nicht zu helfen.

An einigen Stellen horcht man dann aber doch auf. Dem gegenwärtigen Zeitgeist trägt man durch Keyboardpassagen Rechnung, die verstärkt neoklassische Epik und Bombast transportieren und beispielsweise Last man on earth könnte man sich durchaus auch im Repertoire von WITHIN TEMPTATION vorstellen.

Und gab es schon mal deutsche Texte bei AXXIS? Klar, als Bonustrack des letzten Albums, aber dieses Mal ist mit Fass mich an hochoffiziell ein Stück in der Muttersprache der Dortmunder verewigt. Auch wenn Deutsch sicher nicht die prädestinierte Sprache für Melodic Metal ist, so funktioniert die Geschichte doch halbwegs ordentlich.

Okay, bei einer Ballade wie My father's eyes rollen sich mir immer noch die Zehennägel nach oben, weil mir die einfach zu glatt und klebrig daher kommen. Das ist aber ein ganz persönliches Problem. Balladen gehören bei einer Band wie AXXIS einfach dazu, und die eine Nummer bringt mich jetzt auch nicht um.

Außerdem überwiegt einfach die Freude, dass AXXIS ähnlich wie auf dem Vorgänger "Doom of destiny" überwiegend forsche und energische Töne anschlagen. Ein gelungenes Album zum zwanzigjährigen Bestehen der Band. Schade nur, dass mir die Bonustracks, vor allem der 20 years anniversery song mit unzähligen namhaften Gästen nicht ebenfalls zur Besprechung vorlagen.

Martin Schneider, 17.09.2009

 

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