Bad Company

Straight Shooter

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.04.2015
Jahr: 2015
Stil: (Hard-) Rock

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Bad Company Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Bad Company
Straight Shooter, Rhino, 2015
Paul RodgersVocals, Piano, Harmonica
Mick RalphsGuitar
Boz BurrellBass
Simon KirkeDrums
Produziert von: Bad Company Länge: 106 Min 00 Sek Medium: CD
Disc One:Disc Two:
01. Good Lovin' Gone Bad01. Good Lovin' Gone Bad
02. Feel Like Makin' Love02. Feel Like Makin' Love
03. Weep No More03. Weep No More
04. Shooting Star04. Shooting Star
05. Deal With The Preacher05. Deal With The Preacher
06. Wild Fire Woman06. Anna
07. Anna07. Call On Me
08. Call On Me08. Easy On My Soul
09. Whisky Bottle
10. See The Sunlight
11. All Night Long
12. Wild Fire Woman
13. Feel Like Makin' Love
14. Whisky Bottle

Wie schwer es werden kann, einen schlagkräftigen Nachfolger für ein erfolgreiches Debutalbum zu präsentieren, haben schon verdammt viele Rockbands leidvoll erfahren müssen. BAD COMPANY hatten 1974/1975 einen solchen Lauf, dass dieses vermeintliche Problem überhaupt nicht zur Debatte stand. Während sich ihr hervorragendes Debut "Bad Co" noch in den Charts tummelte und die Engländer sich anschickten, jede anstehende Tour noch erfolgreicher zu gestalten als die vorherige, schrieben sie reichlich Songs, die sie während ihrer Konzertreisen 'live' testen konnten und sich anschließend reibungslos in ihre zweite Langspielplatte "Straight Shooter" einfügten.

Die profunden Erfahrungen, die BAD CO's Manager Peter Grant zuvor mit seinen Mega-Schützlingen LED ZEPPELIN machte, flossen nun in die vorbildliche Betreuung seiner Frischlinge von der britischen Insel ein. Die Jungs hatten es wahrlich bequem. Logistische und ökonomische Irritationen wurden von ihnen ferngehalten, so dass sie sich künstlerisch ausleben konnten. So durften sie sich sogar im Studio ein paar Wochen mehr Zeit nehmen, sich auszuprobieren, ihre Songs in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Arrangements aufzunehmen. Mit Erfolg, wie man auf "Straight Shooter" und insbesondere auf der beigefügten Bonus-CD hören kann, die - ähnlich wie auf der Bonus-CD des Debuts - einen feinen Überblick über die Entwicklungsgeschichte dieser zweiten Lp portraitiert. Schließlich geriet BAD COMPANYS zweiter Streich auch rein kommerziell betrachtet noch erfolgreicher als das aufwühlende Debut. Die Jungs wurden reich und berühmt.

Stünde man nun vor der kniffeligen Entscheidung, eine der beiden Scheiben mit auf eine einsame Insel zu nehmen, wäre wohl für die meisten Fans Ratlosigkeit angesagt. Genießen wir also den Luxus, Zugriff auf beide Platten zu haben.

Wir begegnen erneut einigen unvergessenen Trademark-Songs wie Good Lovin' Gone Bad, Feel Like Makin' Love, Shooting Star, Deal With The Preacher. Simple, aber umso markantere Meilensteine einer Band, die sich in der Folge anschickte Weltruhm zu erlangen und sich bis heute auf die Klasse der ersten beiden Alben berufen darf.
Neben unserem erprobten Autorengespann Paul Rodgers/Mick Ralphs steuerte auch Drummer Simon Kirke zwei balladeske Songs bei (Weep No More und Anna), die sich durch die gesangliche Veredelung von Paul Rodgers ganz wunderbar in den Flow des Albums einfügten. Rodgers' Affinität zum Soul der Sechziger Jahre lässt sich einmal mehr auf der üppigen Bonus-CD erkennen. Warum das entspannt groovende, pianogetriebene Easy On My Soul damals nicht den direkten Weg auf das Originalalbum fand, bleibt erstaunlich genug. Doch in der Summe steht "Straight Shooter" als rundes und enorm stimmiges Album im Raum. Ein schlagkräftiger Nachfolger für das glanzvolle Debut von 1974 und für die Band der erhoffte Hauptgewinn.

Frank Ipach, 04.04.2015

 

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