Balingen, Messegelände, 22. - 23.06.2007

Auf dem Papier gab es sicher schon wesentlich stärkere BYH-Billings. Nicht, dass man dieses Jahr als uninteressant bezeichnen könnte, zumal mit Bands wie FINNTROLL oder AMORPHIS auch stilistisch frischer Wind auf dem Messegelände in Balingen Einzug hielt.

Außerdem wissen wir ja inzwischen aus langjähriger Erfahrung, wie es in der Praxis abläuft. Bands, die man gar nicht unbedingt auf der Rechnung hat überraschen ungemein, andere hingegen können die Erwartungen nur bedingt erfüllen. In seiner Gesamtheit aber macht das Festival Spaß und bietet zwei unterhaltsame Tage.

Das war in diesem Jahr nicht anders, wenngleich erstaunlich wenige Besucher das Freitags-Angebot wahrnahmen. Traditionell ist der Samstag seit jeher immer etwas besser besucht, aber teilweise klafften doch deutliche Lücken in den Reihen der Fans vor der Bühne. Schieben wir das in erster Linie einmal auf die unsichere Wetterlage, denn bereits der Freitag bot den einen oder anderen musikalischen Leckerbissen.

Freitag, 22. Juni 2007

Adramelch

ADRAMELCH? Nie zuvor gehört? Dann geht es euch wie mir. Die Band aus Mailand war als er Ersatz für VIOLENT STORM kurzfristig auf das Festival eingeladen worden. Keine schlechte Entscheidung, denn die Italiener können mit ihrem skurrilen, leicht angestaubt klingenden Prog-Metal zwischen frühen FATES WARNING und QUEENSRYCHE zumindest einen kleinen Achtungserfolg verbuchen.

Die Kompositionen sind natürlich zu komplex um sie sich beim ersten Hördurchgang komplett zu erschleißen, aber immer wieder erklingen fesselnde Passagen mit einem mystischen Unterton, die einen aufhorchen lassen und Interesse entfachen sich in einer ruhigen Stunde einmal intensiver mit dem Material der Band auseinander zu setzen. Die Bühnenpräsentation des Quintetts wirkt zwar etwas hölzern, und auch wenn ADRAMELCH wohl kein Kandidat für die höchste Prog Metal-Liga ist, für einen unterhaltsamen Festivalauftakt reicht es allemal.

Adramelch Adramelch

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ADRAMELCH im Hooked on Music

Logo Wolf

Setlist: Steelwinged savage reaper, The bite, Wolf's blood, I will kill again, Venom, Evil star, Children of the black flame, Genocide, In the shadow of steel

Wolf WOLF werden ein Opfer der schlechten Witterung. Praktisch zeitgleich mit dem Showbeginn setzte ein fieser Wolkenbruch ein, der keinen Vergleich zu dem vor zwei Jahren vor dem Axel Rudi Pell-Auftritt scheuen muss. Wer kann sucht vor den Wassermassen Schutz und überlässt die Schweden auf der Bühne ihrem Schicksal.

Schade, denn das was WOLF dort oben veranstalten kann sich wahrlich hören und sehen lassen, nimmt man die ersten beiden Songs zum Maßstab, die ich noch unerschrocken ausharre. Die Band agiert äußerst motiviert und energiegeladen. Ihre urwüchsigen Metal-Hymnen sind ja geradezu wie geschaffen um auf einem Festival das Publikum steil gehen zu lassen, wenn es nicht gerade vordergründig damit beschäftigt ist dem Tod durch Ertrinken zu entrinnen.

Wolf Wolf

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Logo Girlschool

Setlist: C'mon let's go, Nothing to lose, Hit and run, Screaming blue murder, You got me, Yeah right, Race with the devil, Demolition boys, Emergency, Take it all away

Tapfer schwimme ich pünktlich zum Showbeginn von GIRLSCHOOL wieder vor die Bühne. Ein Entschluss, den ich nicht bereuen sollte, denn die alten Damen der New wave of British Heavy Metal erleben wohl gerade ihren dritten oder vierten Frühling.

Mit Grausen erinnere ich mich noch an die erschreckend blutleeren Shows der Band in den Neunzigern. Davon sind GIRLSCHOOL heute erfreulicherweise meilenweit entfernt. Die Band macht genau das, was sie am Besten kann. Sie gibt ohne Rücksicht auf Verluste Vollgas und knallt dem Publikum wild und ungestüm einen Klassiker nach dem anderen vor den Latz. Das hat schon viel von der Aufbruchstimmung und Kompromisslosigkeit Anfang der Achtziger.

Bei so viel Spielfreude hat auch der Wettergott ein Einsehen und verscheucht die Regenwolken, so dass die Mädels auch mit der Publikumsresonanz durchaus zufrieden sein können.

Girlschool Girlschool

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Logo Praying Mantis

Setlist: Cry for the new world, Can't see the angels, Turn the tables, Lovers to the grave, Children of the earth, Rise up/We will rock you, Letting go

PRAYING MANTIS als 'New wave of British Heavy Metal'-Band anzukündigen ist historisch betrachtet durchaus richtig, stilistisch allerdings grober Unfug. Spätestens seit 1991 haben wir es hier mit einem waschechten Melodic Rock-Act zu tun, einem der aufregenderen wohlgemerkt.

Die Band hat allerdings enorme Schwierigkeiten nach dem umjubelten GIRLSCHOOL-Auftritt die Stimmung hochzuhalten. Dabei gibt es an PRAYING MANTIS kaum etwas auszusetzen. Gut, dass weder Cheated noch Captured city in der Setlist auftauchen verstehe wer will. Ansonsten aber machen die Veteranen eigentlich alles richtig. In erster Linie setzt die Band auf ihre energischeren Stücke und bestätigen vor allem mit dem Eröffnungsdoppel Cry for the new world und dem grandiosen Can't see the angels ihre Ausnahmestellung im Melodic Rock. QUEENs We will rock you in Rise up zu integrieren entpuppt sich als zusätzliche nette Idee.

Am Ende darf sich die Band über einen gelungenen, wenngleich nicht sensationellen Auftritt freuen und erntet zumindest bei den Anhängern qualitativ hochwertigen Melodic Rocks anerkennenden Applaus.

Praying Mantis Praying Mantis

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Logo Lethal

Setlist: Fire in your skin, Programmed, Swim or drown, What they've done, Obscure the sky, Balancing act, Immune, Killing machine

Ein völlig anderes Bild bei LETHAL. Das Festival erlebt einen vorläufigen Stimmungshöhepunkt. Ein bisschen überraschend kommt das für mich aber schon. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass die sträflich unterbewerteten Prog-Powermetaller bei so vielen Fans immer noch oder jetzt endlich so hoch im Kurs stehen. Trotz ihres mittlerweile siebzehn Jahre alten, sensationellen Debüts "Programmed" und den beiden zumindest ordentlichen Nachfolgern "Be my god" und "Poison seed", so richtig angesagt waren die Amerikaner nie.

Dabei sind sie eine erstklassige Band, die bei entsprechender Live-Präsenz in Europa durchaus das QUEENSRYCHE-Erbe hätte antreten können. Dafür ist es selbst jetzt nicht zu spät. Im Gegenteil: Vielleicht braucht die Szene eine Band wie LETHAL heute nötiger denn je.

Live sind LETHAL absolut überzeugend und schmettern ihren melodisch-progressiven Power Metal mit bemerkenswerter Präzision von der Bühne. Auch wenn das Outfit von Tom Mellicoat erhebliches Verbesserungspotential in sich birgt, seine Gesangsleitung ist schlicht und ergreifend phänomenal. Da muss er sich selbst vor einem Geoff Tate zu dessen Glanzzeiten nicht verstecken.

Der Schwerpunkt des Sets liegt natürlich auf den Songs von "Programmed" und ein Juwel wie Immune sorgt auch fast zwanzig Jahre nachdem es das Licht der Welt erblickte immer noch für eine Gänsehaut.

Klasse war es. Trotzdem, jetzt sollte die Band schleunigst ein Studio entern und spätestens im kommenden Jahr, zehn Jahre nach der letzten Veröffentlichung mit neuem Material zu Potte kommen.

Lethal Lethal

LETHAL @ www.myspace.com

Logo Vicious Rumors

Setlist: Digital dictator, Minute to kill, Soldiers of the night, Don't wait for me, On the edge, Sonic rebellion, Abandoned, You only live twice, Immortal, March or die, Hellraiser

Ach ja,. wieder einmal VICIOUS RUMORS. Bei manchen Bands frage ich mich wirklich, ob sie kein Bett daheim haben. Versteht mich jetzt nicht falsch: Ich habe wirklich nichts gegen Geoff Thorpe uns seine wilde Power Metal-Horde. Die sind live immer zumindest okay, aber 2001, 2005 und jetzt schon wieder auf der BYH-Bühne?

Gut, der Auftritt 2005 bestand als Folge der wegen des Unwetters gekürzten Spielzeiten gerade mal aus vier Nummern, so dass man den neuerlichen Gig auch als kleine Wiedergutmachung verstehen kann. Zudem haben VICIOUS RUMORS die Gestaltung der Setlist in die kompetenten Hände ihres Publikums gelegt. Digital dictator, Soldiers of the night, Lady took a chance, natürlich Abandoned. das sind schon starke Songs, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Auch das Engagement und die Spielfreude der Band liegen im grünen Bereich und große Teile des Publikums kommen auf ihre Kosten und haben ihren Spaß.

Kein Vorwurf also an die Band, zumal der Auftritt ja ganz okay war. Mir war an dem Tag einfach nicht nach VICIOUS RUMORS und damit sollte man es auch bewenden lassen.

Vicious Rumors Vicious Rumors

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Logo Evergrey

Dafür steht anschließend aber auch gleich wieder eine Band zum mit der Zunge schnalzen auf der Bühne: EVERGREY! Ob man die Band inzwischen noch zum progressiven Metal zählen kann oder nicht. wen interessiert das schon? Fakt ist: EVERGREY sind mit ihrem anspruchsvollen, atmosphärischen Songmaterial, dass sich zu großen Teilen aus dem aktuellen Album "Monday morning apocalypse" rekrutiert, eine echte Bereicherung für das Festival. Wozu wären die Schweden erst mit der Unterstützung einer entsprechenden Lightshow in der Lage, wenn sie schon am helllichten Nachmittag alleine durch ihre Musik einen so intensiven Eindruck hinterlassen?

Aber auch so überzeugen die Schweden auf ganzer Linie, kommen beim Publikum auch ganz gut an und brechen damit eine Lanze für alle Bands, die mehr zu bieten haben als tausendfach dargebotene True-/Power-/Death-/Thrash Metal-Klischees, wie sie sich auch auf dem BYH immer wieder ins Billing mogeln. EVERGREY waren einfach angenehm anders und alleine dafür verdienen sie sich schon einen großen Sonderapplaus.

Evergrey Evergrey

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Logo Dark Tranquillity

Setlist: Terminus, The lesser faith, The treason wall, The wonders at your feet, Blind at heart, Final resistance, Misery's crown, The endless feed, Focus shift, Punish my heaven, My negation, The new build

Machen wir uns nichts vor: Hätten IN FLAMES vergangenes Jahr als Headliner nicht dermaßen überzeugend abgeräumt, wären DARK TRANQUILLITY weder eingeladen und schon gar nicht mit einer so exponierten Position im Billing bedacht worden. Da aber das Experiment mit dem Melodic Death der Göteborger Schule voll und ganz aufging steckt aus Veranstaltersicht kein all zu großes Risiko dahinter. Trotzdem: DARK TRANQUILLITY müssen sich die Publikumsgunst letzen Endes ohne Schützenhilfe und vor allem ohne die Unterstützung einer Aufsehen erregenden Pyroshow erspielen.

Das gelingt den Schweden jedoch ohne größere Probleme. Ihr großer Vorteil ist, dass die Songs nicht zuletzt dank der zweistimmigen Gitarrenleads melodisch genug sind um nicht ausschließlich bei der Fraktion der Extrem-Metaller auf fruchtbaren Boden zu fallen. Aggressiv? Ja! Brutal? Natürlich, aber eben auch sehr emotional. Das ist genau der gemeinsame Nenner auf den sich der traditionelle Heavy Rocker mit dem Extrem-Metaller verständigen kann. Der Vielfalt des Festivals tut eine Band wie DARK TRANQUILLITY jedenfalls ausgesprochen gut.

Dark Tranquillity Dark Tranquillity

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Logo Thunder

Setlist: Loser, backstreet symphony, Low life in high places, Robert Johnson's tombstone, You can't keep a good man down, The devil made me do it, Love walked in, I love you more than Rock 'n' Roll, Dirty love

Thunder THUNDER sind an sich eine klasse Band, heute aber einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Oder soll ich besser sagen THUNDER versuchen heute mit den falschen Mitteln zum Erfolg zu kommen?

Nach AC/DCs Thunderstruck-Intro liegt Balingen den Briten schon zu Füßen, doch mit dem unspektakulärem Opener Loser sorgt die Band gleich für einen ersten Stimmungsdämpfer. Backstreet symphony und Low life in high places sorgen wieder für Hochstimmung vor der Bühne, der prompt mit dem zähen Robert Johnson's tombstone und dem verkrampften, viel zu lange ausgedehnten Singalong-Part von You can't keep a good man down ein Ende gesetzt wird.

THUNDER sind mit ihrem melodischen Heavy Rock eigentlich eine prädestinierte Partyband, doch heute will der Funke einfach nicht richtig überspringen. Statt Öl ins Feuer zu gießen und gnadenlos abzuräumen bremsen sich die Briten immer wieder selbst aus. Da passt dann auch Love walked in perfekt ins Bild. Der Song ist eine grandiose Ballade, aber wenn man auf einem ausgewiesenen Metal-Festival nur sechzig Minuten Spielzeit zur Verfügung hat, dann darf es ruhig etwas kerniger zur Sache gehen.

Und so scheiden sich an THUNDER in erheblichem Maße die Geister. Eingefleischte Fans sind restlos begeistert, weite Teile des Publikums eher 'genervt'. Mein letztes THUNDER-Konzert liegt ziemlich genau fünfzehn Jahre zurück und im Vergleich zu damals wirkt die Band heute nur noch wie ein Schatten ihrer selbst.

Thunder Thunder

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Logo Amon Amarth

Setlist: Valhall awaits me, Runes to my memory, Death in fire, Cry of the blackbirds, Fate of Norns, Asator, Where silent gods stand, An ancient sign of coming storm, Victorious march, Pursuit of the Vikings

Vor fünf Jahren wäre es völlig undenkbar gewesen, dass eine Band wie AMON AMARTH, die extremere Töne anschlägt als Co-Headliner auf dem BYH auftritt. Die Zeiten haben sich geändert und die Wikinger haben mit ihren beiden Auftritten 2003 und 2005 dazu einen nicht zu unterschätzenden Beitrag geleistet. Heute dürfen sie also die Ernte der von ihnen ausgebrachten Saat selbst einfahren.

AMON AMARTH Nutzen ihren neu gewonnenen Status um erstmals in Balingen eine etwas aufwändigere Bühnenproduktion aufzufahren. Nicht, dass das bis jetzt wirklich nötig gewesen wäre, konnten doch Johan Hegg und seine wilden Männer in der Vergangenheit bislang alleine schon durch ihre charismatische Bühnenpräsenz und ihre heidnischen Death Metal-Hymnen den unumstrittenen Sieg davon tragen. Dennoch nimmt man die zusätzlichen Showelemente natürlich gerne mit. Ein kleiner Schwertkampf zweier Komparsen auf der mit Wikingerschilden dekorierten Bühne stimmt hervorragend auf die eigentliche Show ein, in deren Verlauf AMON AMARTH einige Pyroeffekte abbrennen, was natürlich besonders gut zu einem Stück wie Death in fire passt.

Auch wenn ich wieder einmal The last with Pagan blood in der Setlist vermisse, so sorgen doch Kracher wie An ancient sign of coming storm, Fate of Norns, With Oden on our side oder The pursuit of the Vikings für Heidenspaß.

Amon Amarth Amon Amarth

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Logo Heaven And Hell

Setlist: E5150, The mob rules, Children of the sea, I, The sign of the southern cross, Voodoo, Computer god, Falling off the edge of the world, Shadow of the wind, Die young, Heaven and hell, Neon knights

Heaven & Hell Es gibt vielleicht einmalige Chancen, die darf man sich einfach nicht entgehen lassen. Für einen Festivalveranstalter bedeutet das in diesem Jahr die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und HEAVEN & HELL zu buchen, hinter denen sich niemand Geringeres als BLACK SABBTH mit Ronnie James Dio am Gesang verbirgt. Das die Band nicht unter BLACK SABBATH firmieren darf, verdanken sie einer Witzfigur, die Anfang der Siebziger bei ihnen hinter dem Mikro stand und dessen Name unumstößlich mit den Urvätern des Doom und Heavy Metal verknüpft ist, selbst wenn er rein technisch betrachtet, der schlechteste Sänger war, den diese Rocklegende jemals in ihren Reihen hatte.

BLACK SABBATH mit Ronnie James Dio genießen Kultstatus, gehen doch mit "Heaven and hell" und "The mob rules" zwei Alben auf ihr Konto, die mit Fug und Recht Klassikerstatus erringen konnten. Dazu kommt mit "Dehumanizer" ein eher zwiespältig angenommenes Werk als Ergebnis eines ersten Reunion-Versuches Anfang der Neunziger.

Heaven & Hell HEAVEN & HELL legen einen grandiosen Auftritt hin, wie ihn bislang selten ein Headliner in Balingen geboten hat. Die Band hat in dieser Besetzung schon einige Shows in Übersee und europäischen Festivalbühnen auf dem Buckel, was sich in der Abstimmung positiv bemerkbar macht. Vor allem Dio und Iommi spielen sich in bemerkenswerter Weise die Bälle zu und sorgen dafür, dass jeder seinen gebührenden Platz im Rampenlicht bekommt. Das hat schon Stil und Klasse, wie sich der charismatische Sänger immer wieder zugunsten des eher introvertierten Gitarristen zurücknimmt.

Im Gegensatz zu einigen Möchtegern-Headlinern der vergangenen Jahre präsentieren HEAVEN & HELL ihre eigene Bühnenproduktion und greifen nicht nur auf die ohnehin vorhandenen Ressourcen zurück. Die stimmungsvolle Friedhofskulisse sorgt für einen perfekten Blickfang, dazu kommen drei Projektionsflächen in Form gotischer Kirchenfenster.

Musikalisch kann bei HEAVEN & HELL einfach nichts schief gehen, dazu ist das Songmaterial von "Heaven and hell" und "The mob rules" einfach zu stark. Selbst ein neuer Song und zwei Nummern von "Dehumanizer" fügen sich nahtlos ein und sorgen keinesfalls für ein abflauen der großartigen Stimmung im Publikum, zumal I ja schon im Set der letzten DIO-Tour auftauchte.

HEAVEN & HELL sorgen für einen grandiosen Abschluss des ersten Festivaltages und gehen als einer der überzeugendsten Headliner in die Festivalgeschichte ein.

Heaven And Hell Heaven And Hell

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Samstag, 23. Juni 2007

Logo Age Of Evil

Frühaufsteher werden am Samstag mit einem spontanen Zusatzauftritt von AGE OF EVIL belohnt, nachdem die Frischlinge scheinbar bei der Clubshow so überzeugend auftraten. Irgendwie kann ich mich dem Gefühl eines grenzenlosen Hype nicht erwehren zumal angekündigt wird, dass die führenden deutschen Print-Metalmagazine AGE OF EVIL zukünftig besonders featuren wollen um einen neuen Topact aufzubauen. Bin ich der einzige, der dabei spontan an 'Balingen sucht den Metal-Star' denken muss.

Bei halbwegs objektiver Betrachtung steht eine durchschnittliche Schülercombo auf der Bühne, deren Sänger mitten im Stimmbruch steckt und mit schlafwandlerischer Sicherheit nahezu jede Note verfehlt. Musikalisch frönen die Schützlinge von Tom Gattis spröden, unspektakulären US-Metal und lediglich die Hommage an ihren Protegé in Form des BALLISTIC-Covers Call me evil lässt wirklich aufhorchen. Für kommende Metal-Superstars ist das einfach zu wenig, selbst wenn man durch das jugendliche Alter der Musiker mildernde Umstände einräumt. So klingt es irgendwie ziemlich nach einer garstigen Drohung als AGE OF EVIL auch noch als erste Band für das nächste BYH angekündigt werden.

Age Of Evil Age Of Evil

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Logo Archer

ARCHER wirken dann wie die etwas älteren Brüder von AGE OF EVIL. Stilistisch schlagen sie in die gleiche unspektakuläre Kerbe, sind technisch allerdings beschlagener und kompositorisch reifer. So also könnten AGE OF EVIL irgendwann in einigen Jahren auch klingen.

Auch wenn der Auftritt von ARCHER für einen Opening Act auf einem Festival dieser Größenordnung okay ist stellt sich die Frage, ob man solche Bands wirklich braucht. Sicher, ein paar eingefleischte Fans lassen sich immer finden. Um breitere Zuschauermassen für sich zu gewinnen muss allerdings wesentlich mehr kommen. Da viele Metalfans zu einem charmanten reaktionär-konservativen Musikgeschmack neigen ist vielleicht nicht einmal ein höherer Grad an Individualität zwingend erforderlich. Ein paar griffigere Songs dürfen es aber schon sein.

Archer Archer

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Logo Mystic Prophecy

Setlist: Shadows beyond my soul, Master of sins, In the darkness, Sign of the cross, Evil empires, Nightmare of demon, Savage souls, Dark forces, Burning bridges

Nach dem Hammeralbum "Savage souls" ist die Erwartung an den Auftritt von MYSTIC PROPHECY hoch. So etwas geht ja gerne mal ins Auge und beschert einem die bittersten Enttäuschungen, nicht aber in diesem Falle.

MYSTIC PROPHECY legen ihren Schwerpunkt ganz bewusst auf Songs des aktuellen Albums, schütteln noch die eine oder a ndere ältere Nummer aus dem Ärmel und runden den Auftritt mit einem Ausblick auf das nächste Studioalbum "Satanic curses" ab. Das neue Stück Dark forces weiß durchaus zu gefallen und weckt berechtigte Hoffnungen, dass ein würdiger Nachfolger für "Savage souls" in der Mache ist.

Diese Band macht einfach Spaß, wie sie voller Spielfreude einen energiegeladenen Auftritt auf die Bühne legt und dabei keinen Zweifel daran lässt jede Sekunde davon selbst zu genießen. Der berühmte Funke springt dadurch fast zwangsläufig auf das Publikum über. In dieser Verfassung gehören MYSTIC PROPHECY zu den heißesten Power Metal-Bands, die die Szene derzeit zu bieten hat.

Mystic Prophecy Mystic Prophecy

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Logo Powermad

Auch wenn Reunion-Shows schon oft das Salz in der Suppe des BYH waren, so sollte man die wohlverdiente Totenruhe mancher Bandleichen einfach nicht stören. Sieht man einmal von einem Soundtrackbeitrag zu David Lynchs "Wild at heart" ab, konnten POWERMAD schon zu Lebzeiten keine echten Akzente setzen. Knapp zwanzig Jahre später absolviert die Band aus Minneapolis ihren ersten Europauftritt und recht schnell wird deutlich warum der Band nie der Durchbruch gelang. Es fehlt schlicht und ergreifend am kreativen Potenzial.

Hier ein bisschen Speedmetal, da ein paar US-Metal-Elemente, dazwischen sucht man vergeblich nach Kompositionen mit Flair und Wiedererkennungswert. Vielleicht bin ich auch einfach zu doof um zu erkennen, worauf sich der angebliche Kultstatus dieser fünftklassigen Hinterhofkapelle begründet. Immerhin bin ich damit nicht ganz alleine, denn wirklich Stimmung können POWERMAD nicht entfachen. Schön, dass ihr da wart und jetzt aber zackig ab wo ihr hingehört: In die Abgründe des Vergessens.

Powermad Powermad

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Logo Mercenary

Setlist: Soul decision, My world is ending, World hate center, Redefine me, My secret window, 11 dreams

MERCENARY sind meine persönliche Entdeckung des Festivals. Wie die Dänen kompromisslose Härte mit traumhaft schöner Melodieführung verbinden, das erinnert in gewisser Weise an CHILDREN OF BODOM. Wo die Finnen jedoch ausschließlich auf Keyboards setzten verfügen die dänischen Kollegen mit Mikkel Sandager zudem über einen Sänger, der eine enorme Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten besitzt und in dieser Hinsicht zu den ganz Großen seiner Zunft gezählt werden muss.

Ein wenig klingen MERCENARY wie PRETTY MAIDS mit Death Metal-Einflüssen, wobei der eine oder andere deutliche Schlenker hin zum Prog-Metal nicht fehlen darf. Musikalisch ist das vom Feinsten und auch an der Performance der Band gibt es nichts zu mäkeln. Zumindest einen neuen Fan haben die Dänen also mit ihrem Auftritt für sich gewinnen können, der sich schleunigst aufmachen wird um eine große Lücke in seiner Plattensammlung zu schließen.

Mercenary Mercenary

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Logo Amorphis

Setlist: Leaves scar, Against widows, Into hiding, Alone, Sign from the north side, The smoke, My Kantele, Magic and mayhem, House of sleep

Nach dem starken "Eclipse"-Album war meine Vorfreude auf AMORPHIS groß, wohl wissend, dass Auftritte der Finnen in Anbetracht der enormen stilistischen Bandbreite immer ein wenig einer Wundertüte gleichkommen. Dazu ist mit Tomi Joutsen ein neuer Sänger an Bord, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger auch nicht vor Growls zurückschreckt, so dass AMORPHIS anno 2007 wie selten zuvor in der Lage sind ihre kreative Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu kombinieren.

Entsprechend fällt dann auch der Auftritt aus. Engstirnige Kleingeister verzweifeln geradezu zwangsläufig an der Mixtur aus melodischem Death Metal und energisch-atmosphärischem Gothic Rock, ganz zu schweigen vom folkigen My Kantele. So unterschiedlich die stilistischen Zutaten auch ausfallen, am Ende steht der unverwechselbare AMORPHIS-Sound und Stücke wie Leaves scar oder House of sleep gehören mit zum Aufregendsten, was an diesem Wochenende von der Bühne schallt.

Bands wie AMORPHIS tun dem Festival ausgesprochen gut, heben sie sich doch angenehm von den sonst vertretenen gängigen Stilrichtungen ab und sorgen damit für frischen Wind auf dem BYH.

Amorphis Amorphis

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Logo Finntroll

Das gilt in gleicher Weise für FINNTROLL, mit denen endlich eine Band auf dem BYH aufspielen darf, die Folk und Metal gleichermaßen zu ihren Einflüssen zählen. Das Geheimrezept für ihren 'Trollish Metal' ist es finnische Humppa mit Viking-, Black- und Death Metal-Einflüssen zu kombinieren. Entsprechend zu diesem vorzüglich funktionierenden Konzept fällt das Outfit der 'Trolle' zwischen Waldschrat, Gothic und Mittelalter aus, was die Toleranz von so manchem traditionellen 'Denim and leather'-Metaller auf eine harte Bewährungsprobe stellt.

FINNTROLL fegen wie ein Orkan über das Messegelände und verbreiten schnell ausgelassene Partystimmung. Dabei zieht die Musik natürlich ihre Faszination aus den vermeintlichen Gegensätzen beschwingter Folk-Melodien und harschem Extremmetal. Der Energie und Klasse, die aber Hymnen wie Trollhammaren oder Jaktens tid innewohnt kann sich auf Dauer niemand entziehen. So erlebt Balingen einen mitreißenden und kurzweiligen Auftritt, der eindeutig Lust auf mehr macht, auch wenn der überwiegende Teil der Folkelemente aus der Konserve kamen.

Finntroll Finntroll

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Logo Brainstorm

Nach dem skandinavischen Trio Infernale geht es mit den schwäbischen Power-Metallern von BRAINSTORM wieder wesentlich traditioneller und leider auch unspektakulärer weiter. Irgendwie ist es ja ganz nett, was die Band auf der Bühne abzieht, aber nach soviel Innovation und Kreativität fallen BRAINSTORM für meinen Geschmack doch deutlich ab.

Dabei kann man ihnen nicht mal einen Vorwurf machen. Die Band und allen voran der charismatische Frontman Andy B. Franck geben ihr Bestes, und ich wage fast zu behaupten, dass BRAINSTORM keinesfalls schwächer waren als bei ihrem letzten Balingen-Auftritt 2003. War ich damals jedoch schwer beeindruckt, so ist mir das für den Augenblick einfach zu hausbacken. Da die drei Vorgängerbands wegen mir ruhig alle eine Viertelstunde länger spielen dürfen.

Gut für BRAINSTORM, dass ein Großteil des Publikums meine Ansicht nicht teilt und die Band gehörig abfeiert. Nicht böse sein, aber in dem Moment hat es für mich ganz persönlich einfach nicht gepasst.

Brainstorm Brainstorm

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Logo Nazareth

Setlist: Razamanaz, This flight tonight, I want to do everything for you, Alcatraz, Dream on, Holiday, Telegram, Hair of the dog, Love hurts, Morning dew

Um die nächste Band mache ich mir dann doch etwas Sorgen. NAZARETH sind halt nicht FOREIGNER, die im Zweifelsfalle einfach härtetechnisch noch eine Schippe draufpacken können und die FOREIGNER-Hits sind halt immer noch von ganz anderem Kaliber als die größten Erfolge der Schotten.

Nach einem zwar stimmungsvollen, aber viel zu langen Sackpfeifen-Intro stürzen sich die Hardrock-Veteranen unerschrocken in ihren Set und haben schnell das Publikum auf ihrer Seite. Zum einen passt die Songauswahl, zum anderen sammelt die Band durch ihr zurückhaltendes, selbstironisches Auftreten ('This next Song is more than one hundred years old.') Sympathiepunkte. Eine mitreißende, wenngleich abgespeckte Version von Telegram bildet den Gegenpol zu den beiden Hitballaden Dream on und Love hurts, von denen man sich zumindest eine zugunsten von No mean city oder dem kompletten Telegram hätte schenken können, aber trotz der ruhigen Klänge wirkt der Auftritt in sich stimmig und ausgewogen. Netter Auftritt, vor allem ein paar Takte Loch Lomond in Hair of the dog mit einzubauen, aber natürlich kein Vergleich zu FOREIGNER im Vorjahr.

Nazareth Nazareth

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Logo Wasp

Setlist: On your knees, Inside the electric circus, Hate to love me, L.o.v.e. machine, Wild child, Take me up, The real me, The idol, I wanna be somebody, Heaven's hung in black, Chainsaw Charlie, Blind in Texas

Ein Schelm wer Böses dabei denkt, dass WASP-Konzerte in der jüngeren Vergangenheit selten länger als 60 Minuten dauerten und die Band mit zwanzig Minuten Verspätung - offiziell wegen technischer Probleme - auf die Bühne kommt und so noch exakt eine Stunde Spielzeit verbleibt. Die perfekt inszenierte Schmierenkomödie oder doch ernsthafte Probleme? Wir wissen es nicht, denn auch das Intro von Band kackt erst mal ab.

Im zweiten Anlauf klappt es dann und WASP sind nicht mehr zu halten. WASP waren trotz anspruchsvoller Alben wie "The crimson idol" nie Filligrantechniker sondern stets eine erdige, bodenständige Rock 'n' Roll-Band und so fegen sie wild und ungezügelt durch einen Set, der vor Klassikern nur so überquillt. Leider fällt der visuelle Aspekt der Tageszeit weitestgehend zum Opfer, aber mit anständiger Licht- und Pyroshow und der Motivation auch mal wieder eine komplette Show zu spielen wären WASP, nimmt man die Publikumsreaktionen zum Maßstab, durchaus ein Kandidat für die Headliner-Position. Der heimliche Headliner waren sie allemal an diesem Tag.

Wasp Wasp

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Logo Hammerfall

Setlist: Threshold, Templars of steel, Riders of the storm, Renegade, Blood bound, Reign of the hammer, Glory to the brave, The fire burns forever, Let the hammer fall, Crimson thunder, Hammerfall, Natural high, Hearts on fire

Es ist schon witzig. Kaum einer mag zugeben, dass er auf HAMMERFALL steht, aber wenn die Band loslegt, dann gehen alle steil. Live sind sie halt einfach Klasse, und auch als Co-Headliner fahren HAMMERFALL eine große Produktion, bei der es an allen Ecken und Enden blitzt, kracht und Flammenfontänen in die Höhe schießen. Erlaubt ist alles was gefällt und das Publikum unterhält und mitreißt.

Die Setlist überzeugt mit einer großen Anzahl bühnenerprobter Klassiker ausgestattet mit fesselnden Hooklines und man kann es drehen und wenden wie man will: Eine Band, die so vielen Leuten eine gute Zeit beschert und zudem zu einer Zeit als der traditionelle Metal am Boden lag ihm neues Leben einhauchte hat einfach ihre Existenzberechtigung und verdient unseren Respekt.

Wen stört dann noch das eher schlichte Songwriting und das grenzenlose abfeiern unzähliger Klischees. RUSH kann man schließlich immer noch auf der Heimfahrt hören. HAMMERFALL sind und bleiben - zumindest live - eine gute Band, auf deren Qualitäten man sich verlassen kann. Gäbe es HAMMERFALL nicht schon, dann wäre es höchste Zeit sie zu gründen.

Hammerfall Hammerfall

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Logo Edguy

Setlist: Mysteria, Sacrifice, Lavatory love machine, Tears of a mandrake, Wake up the king, Sleep with the fire/The piper never dies, Superheroes, Drum-Solo, Scarlet rose, Save me, Fallen angel, Avantasia, King of fools

Edguy Was für ein Theater im Vorfeld des EDGUY-Auftritts, in dem viele der Band die Klasse und nötige Publikumsakzeptanz als Headliner absprachen. Schön das EDGUY für alle Kritiker und Zweifler die richtige Antwort auf der Bühne parat hatten

Wer zur Prime time sich auf die BYH-Bühne stellt und 'VfB-Arschlöcher!' skandiert, der kann kein schlechter Mensch sein und hat sich die grenzenlose Sympathie des Verfassers dieser Zeilen und die Nominierung zum 'Blauen des Monats' redlich verdient. Wer seiner Ankündigung, er werde das nächste Mal in Balingen als Headliner auftreten, sieben Jahre später Taten folgen lässt, verdient unsere aller Hochachtung für den erreichten Erfolg.

Edguy Der kommerzielle Erfolg, den man EDGUY zum Vorwurf macht, kommt auch nicht von ungefähr. Die Band hat ihre Fans und wenn man sich bärenstarke Nummern wie Tears of the mandrake oder King of fools zu Gemüte führt, versteht man schnell warum so viele dem Reiz dieser Band erliegen. EDGUY haben unwiderstehliche Melodien am Start, die zwar fast schon Pop-Charakter haben, aber dank einer gesunden Härte nie peinlich werden oder in die Belanglosigkeit abdriften.

Edguy Tobi Sammet ist als Entertainer eine Klasse für sich. Man mag seinen Humor nicht unbedingt teilen (vor allem nicht als Anhänger eines erbärmlichen Vorortclubs aus Bad Cannstatt), man mag ihn für einen unverbesserlichen Großkotz halten, aber Tobi spielt in einer Liga mit den ganz Großen der Szene wie David Lee Roth. Das er quasi nebenbei ein klasse Sänger ist, sollte man ihm jetzt nicht zum Nachteil auslegen.

EDGUY nehmen Balingen im Handstreich und liefern ein großartiges Konzert ab, das so manchen internationalen Headliner der letzten Jahre noch älter aussehen lässt, als er tatsächlich war. Mit dem Avantasia-Cover aus Tobi Sammets gleichnamiger Rockoper setzt man dem Ganzen sogar noch die Krone auf.

Eins ist spätestens nach diesem Abend endgültig klar. Wenn sich mal wieder die Frage nach einem Headliner für das BYH stellt, dann sind EDGUY ganz sicher ein potenzieller und auch ernst zu nehmender Anwärter.

Edguy Edguy

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Martin Schneider, 22.07.2008

 

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