Baroness

Purple

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 25.12.2015
Jahr: 2015
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Baroness
Purple, Universal Music, 2015
John BaizleyGesang & Gitarre
Pete AdamsGitarre & Gesang
Nick JostBass & Keyboards
Sebastian ThomsonSchlagzeug
Produziert von: Dave Fridmann & Baroness Länge: 42 Min 34 Sek Medium: CD
01. Morningstar06. Chlorine & Wine
02. Shock Me07. The Iron Bell
03. Try To Disappear08. Desperation Burns
04. Kerosene09. If I Have To Wake Up (Would You Stop The Rain?)
05. Fugue10. Crossroads Of Infinity

Die letzten Jahre waren für die US-Rocker BARONESS sehr ereignisreich. Zunächst war da der – vielleicht etwas überraschende – Erfolg des Magnum Opus Doppel-Albums “Yellow & Green“ und die daran anschließende ausführliche Welt-Tournee. Dann aber kam das Unglück in Form eines Busunfalls in der Nähe der britischen Stadt Bath. Der Fahrer hatte die Kontrolle verloren und der Bus war neun Meter tief von einer Brücke gestürzt. Dabei brach sich Sänger und Gitarrist John Baizley den linken Arm und das Bein. Schlimmer erwischte es aber noch Schlagzeuger Allen Blickle und Bassist Matt Maggioni, die jeweils Brüche an der Wirbelsäule erlitten. Beide verließen denn auch kurz darauf die Band und wurden durch Sebastian Thomson (Schlagzeug, früher TRANS AM) sowie Nick Jost (Bass) ersetzt.

Anschließend machten sich die nun wieder komplettierte Band an das Songwriting und die Aufnahme-Sessions für ihr aktuelles Album. Dabei lag ja auch ein gewisser Druck auf dem Quartett, denn der Erfolg des Vorgängers will ja bestätigt werden. Dabei gehen BARONESS aber einen anderen Weg. Anstatt auf Nummer sicher zu gehen und ein ähnliches Werk zu veröffentlichen war es das erklärte Ziel der Band, ihren Hörern etwas Anderes zu bieten. Anders bedeutet in diesem Fall etwas Zugänglicheres, denn die beiden Vorgänger waren ja auch ein Brocken, den ein Hörer erst einmal verarbeiten musste.

Dieses Mal also legte die Band offenbar Wert auf Melodien, die sich schnell in den Ohren der Fans festsetzen werden. Aber auch das Songwriting ist etwas schlanker angelegt worden. Die Lieder sind gradlinig aber niemals eintönig. Ein wenig wie die Entwicklung die METALLICA beim so genannten “Black Album“ genommen haben und die aus der erfolgreichen Thrash Band eine der größten Gruppen der Metal-Welt gemacht hat. Da half es natürlich auch, dass Hetfield, Ulrich, Hammett und Newsted damals ihre musikalische Ausrichtung ein ganzes Stück weit angepasst haben.

Und etwas Ähnliches ist auch hier zu beobachten. Ebenso wie schon bei “Yellow & Green“ geht die Entwicklung immer weiter weg vom Sludge der Anfangstage, mittlerweile ist die Band ja längst im Bereich des klassischen Hard Rock angekommen. Mit Nummer wie Shock Me, Kerosene, Chlorene & Wine oder Desperation Burns haben sie einige Refrains an Bord, die im Bereich Pop-Musik zu Welthits reichen würden, und bei den kommenden Konzerten zu Fan-Favoriten avancieren werden. Bei The Iron Bell oder If I Have To Wake Up (Would You Stop The Rain?) reibe zumindest ich mir manches Mal verwundert die Ohren, ob das da wirklich BARONESS sind und nicht eine angesagte Alternative-Rock-Band wie BIFFY CLYRO.

“Purple“ ist ein extrem starkes Album: starkes Songwriting mit tollen Melodien und einem angenehm warmen Retro-Sound, der die knapp 42 Minuten zu einem einzigen Hörgenuss macht. BARONESS machen hier den nächsten Schritt auf der Karriere-Leiter und legen acht Lieder (Fugue ist ein Instrumental und das abschließende Crossroads Of Infinity ist ja nur ein kurzes Geplänkel) vor, die jedem Freund hart rockender Klänge riesige Freude bereiten werden. Kurz vor dem Jahresabschluss liefert das Quartett aus Savannah, Georgia, noch eines der besten Alben des Jahres ab. Da kann man getrost sein Weihnachtsgeld investieren.

Marc Langels, 22.12.2015

 

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