B.B. King

Live In Africa '74

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 07.02.2010
Jahr: 2009
Stil: Blues

Links:

B.B. King Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


B.B. King
Live In Africa '74, Gravity, 2009
B.B. KingGuitar, Vocals
Ron LevyPiano
Sonny FreemanDrums
Bobby ForteSaxophone
Larry CarltonGuitar
Produziert von: Leon Gast Länge: 48 Min 00 Sek Medium: DVD
01. To Know You Is To Love You05. Sweet Sixteen
02. I Believe To My Soul06. The Thrill Is Gone
03. Why I Sing The Blues07. Guess Who
04. Ain't Nobody Home08. I Like To Live The Love

Die älteren unter uns werden sich möglicherweise noch erinnern: Im Oktober 1974 fand in Zaire (heute Kongo) unter großem Medienrummel ("Rumble In The Jungle") ein spektakulärer und heute legendärer Schwergewichtsboxkampf statt. Der große Muhammad Ali trat gegen den damaligen Weltmeister George Foreman an und holte sich für die Fachwelt etwas überraschend den Weltmeistertitel zurück. Von wegen: "They never come back".

Einer der ganz Großen, bis zum heutigen Tage unverwüstlichen Champions bleibt natürlich auch B.B. King, der seinerzeit in Afrika Teil des hochkarätig besetzten Rahmenprogramms war. Neben King traten noch Soul-Ikone James Brown, The Crusaders, The Spinners und Miriam Makeba auf, die sich allergrößte Mühe gaben, den mehr als 80.000 Box-Fanatikern ordentlich einzuheizen.

Was B.B. Kings Rolle angeht, darf man wohl von einem sehr gelungenen Gig sprechen. Wem beim Betrachten dieses geschichtsträchtigen Gigs nicht warm ums Herz wird, sollte sich um einen Schrittmacher kümmern oder seinen DVD Player verkaufen. Die knapp 50 Minuten zeigen den King Of The Blues in Topform. Neben seinen angestammten Langzeitgefährten wie Pianist Ron Levy, Drummer Sonny Freeman und Saxofonist Bobby Forte, sowie einem damals noch als Sessiongitarrist sehr umtriebigen Larry Carlton, betritt ein damals 49-jähriger B.B. King die Bühne. Im Rücken eine vielköpfige Big Band, die er kaum namentlich kannte und mit der er nur ein einziges mal die Gelegenheit zur Probe bekam, zelebriert Mr. King ein energiegeladenes und packendes Potpourri aus Hits und Evergreens, wobei natürlich solche Trademark-Songs wie The thrill is gone und Why I sing the Blues nicht fehlen dürfen. Den Höhepunkt stellt sicher das ergreifende Sweet sixteen dar. Hier zeigt B.B. und vor allen Dingen auch die 'close up' Kamera wieviel Gefühl und Inbrunst er in jeden einzelnen kleinen Ton zu legen vermag. Ein Paradebeispiel für Kings markantes, stilprägendes, oft kopiertes, aber nie wirklich von anderen Gitarristen erreichtes Vibrato. Das entzückt selbst den späteren Weltmeister Ali, der jubelnd im Publikum sitzt.

Leider war der Gig viel zu kurz, aber diese quirligen knapp 50 Minuten aus dem Jahre 1974 reichen vollends aus, um den Stellenwert und die unnachahmliche Klasse eines Bluesmanns wie B.B. King zum wiederholten Male zu untermauern. Schön, dass dieser geschichtsträchtige Gig durch diese DVD unvergesslich gemacht wird.

Im Bonusteil findet sich noch ein kurzes Interview mit Mr. King, in welchem er redselig Auskunft gibt über seine Ursprünge, Herkunft, Motivation und zudem ein kleines Geheimnis über seine geliebte 'Lucille' preisgibt.

Frank Ipach, 06.02.2010

 

(C) 2008 - 2020 by Hooked on Music