Belako

Plastic Drama

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.01.2021
Jahr: 2020
Stil: Post Punk
Spiellänge: 34:53
Produzent: Josu Ximun

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Plattenfirma: BMG

Promotion: cmm promotion


Redakteur(e):

Michael Koenig

Titel
01. Tie Me Up
02. The Craft
03. Sirene
04. All Nerve
05. Plastic Drama
 
06. Mariela2017
07. AKLR
08. Profile Anxiety
09. Truth
10. Truce
Musiker Instrument
Josu Ximun Billelabeitia Gitarre, Gesang
Lore Nekane Billelabeitia Bass, Gesang
Lander Zalakain Schlagzeug, Gesang
Cris Lizarraga Keyboards, Gesang

BELAKO, diesen Namen trägt ein Post Punk Quintett aus Spanien. Genau genommen sind die vier Musiker in der Stadt Mungia, die in der nordspanischen autonomen Region Baskenland liegt, zuhause.   

Der spanische Rolling Stone kürte den aus Josu Ximun Billelabeitia (Gitarre, Gesang), Lore Nekane Billelabeitia (Bass, Gesang), Lander Zalakain  (Schlagzeug, Gesang) und Cris Lizarraga (Keyboards, Gesang) bestehenden und inzwischen regelrecht preisverwöhnten (zudem unter anderem von OASIS Mitgründer Liam Gallagher allerhöchst gelobten) Vierer übrigens zum besten Newcomer. Das ist zumindest ein wenig widersprüchlich. Schließlich gibt es den gemischten Act bereits seit 2011 und bis zum Sommer existierten immerhin bereits mehrere Plattenveröffentlichungen (wenn auch nicht international) der Gruppierung. Zudem sind BELAKO durch zahlreiche Gastspiele in Europa und auf anderen Kontinenten inzwischen weit über ihr Heimatland hinaus bekannt.

Vor kurzem haben die Basken einen Vertrag mit BMG/Warner Music geschlossen. Dieser ist die Grundlage dafür, dass ihre künftigen Publikationen endlich international erscheinen können. Das im Sommer heraus gekommene Studioalbum “Plastic Drama“ (Single-Auskopplung Profile Anxiety) profitiert als allererste BELAKO-Arbeit von den positiven Auswirkungen dieses Kontraktes.    

Die Entstehung des Post-Punk im Vereinigten Königreich wird ja gemeinhin auf die Zeit zwischen dem Ende der 1970er und dem Beginn der 1980er Jahre festgelegt. Nachdem BELAKO sich für diese Stilistik entschieden hatten, wäre es sicher am leichtesten gewesen, sich genau an die damals gemachten Vorgaben ihrer großen Vorbilder zu halten. Schon deshalb, um sich nicht zu verzetteln oder bei den Fans anzuecken.

Hört man sich in das neue Werk ein, merkt man doch recht rasch, dass aber gerade das nicht stattfindet. Das Liedgut wurde sowohl im Post-Punk, als auch im harten Independent Rock, im Balladesken und dem Elektronischen angesiedelt. Es kommen ausgefeilte Melodien, derbe und heftige Passagen, schräge Momente, rasante und  erheblich abgebremste Phasen vor. BELAKO balancieren ständig mit Eintönigkeit und Abwechslung. Sie haben den Dreh raus, wie man mit zum Teil erheblichen Gegensätzen im Songmaterial effektiv umgeht.                 

Ein Geschwisterpaar und zwei gemeinsame Freunde, allesamt aus dem Norden Spaniens, schicken sich an, mit ihrer ureigenen Art den Post-Punk einerseits zu erhalten, andererseits weiterzubringen, berühmt zu werden. Außerdem machen sie mit ihren (überwiegend englischen , aber auch baskischen) Texten klar, wie groß die Sorgen (jedes einzelnen) um eine humane und lebenswerte Gesellschaft bereits in naher Zukunft eigentlich sein sollten.

Sehr hohe Empfehlungsstufe für “Plastic Drama“ von BELAKO (benannt übrigens nach dem Viertel von Mungia, wo die Band probt und zum Teil  wohnt).

 

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