The Sewergrooves

Samavayo
Drive By Shooting

Berlin, Knaack-Klub, 05.11.2004

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 05.11.2004

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen

Peter Tenzler


Berlin, Knaack-Klub, 05.11.2004

Drive By Shooting Endlich wieder einmal Knaack Klub, in dem sich am heutigen Abend gleich drei Bands für Freunde des gepflegten härteren Abrockens tummelten. Den Anfang machten DRIVE BY SHOOTING mit ihrer garagentauglichen Rotz'n'Roll-Mischung mit gelegentlichem Punkappeal.
Das Trio um Gitarrist und Sänger Angel, Bassist und Backing Sänger Timo und Drummer Brumm hatte es als erste Support Band nicht so einfach, die noch nicht so zahlreiche und etwas träge Publikumsmasse in Gang zu bringen. Entsprechend begrüßte Angel die überschaubaren Anwesenden mit "Willkommen im neuen Proberaum von DRIVE BY SHOOTING". Aber die Jungs legten sich tüchtig ins Zeug und legten einen unterhaltsamen, dreißigminütigen Auftritt hin um sich dann auch selbst auf den weiteren Abend freuen zu können (schließlich weiss ich von Timo, dass er riesiger SEWERGROOVES-Fan ist).

Samavayo Im Anschluß daran wurde der Sound mächtig tiefer gelegt, denn nun waren SAMAVAYO, Berlin's finest in Sachen stonerinfizierter, harter Rock an der Reihe. Mit der nicht nur im Titel an KYUSS erinnernden Nummer Nut So ging es gleich mächtig zur Sache. Über der mitunter ungeheuer groovenden brüderlichen Rhythmusmaschine (Andreas Voland am Bass, Stephan Voland an den Drums) legen sich zwei Gitarren, gespielt von Marco Wirth und Behrang Alavi, um sich zu einem Sound gleich einem auf einem Wüstenhighway vorbeidonnernden Truck zu vereinen. Dazu noch die formidable Rockröhre von Behrang, ergibt dies eine Mischung, die einen fast den Split der QUEENS OF THE STONE AGE verschmerzen lässt und in dieser handwerklichen Qualität und spieltechnischen Geschlossenheit in unseren Breitengraden nur selten zu finden ist.

Samavayo Erfreulicherweise wurden fast nur neue Songs gespielt, wie z.B. auch das fulminanten Groover-Stoner-Jam-Monster Doomster oder der knackige schlicht Heavy Song betitelte Kracher im Stile von NEBULA, so dass man bald auf neue Releases dieser großartigen, dabei noch sehr jungen Band hoffen darf.
Abgeschlossen wurde das überzeugende Set von 5oh, von der letzten CD, mit dem SAMAVAYO nochmals eine veritable Salve ihrer insbesondere live mitreißenden Desert-Rock-Melange abfeuern.
30 Minuten waren eigentlich vereinbart, am Ende waren es etwas 45 Minunten. Von mir aus hätte es gerne noch länger dauern dürfen.

The Sewergrooves Mittlerweile hatte es sich doch eingermaßen gefüllt, als die Headliner der SEWERGROOVES die Bühne enterten. Im Gegensatz zum letzten von mir verfolgten Konzert, als sie Support für die FLAMING SIDEBURNS waren, wirkten sie heute abend spritziger, frischer und selbstbewußter. Natürlich ist der Garagen-Kick-Ass-Rock mit deutlichen Retrobezügen (eher Sixties als Seventies), einer Prise Soul und einem Fitzelchen Punk nicht so unbedingt innovativ, aber, live allemal, äußerst partytauglich, tanzbar und im besten Sinne unterhaltsam.

The Sewergrooves Logisch, dass so etwas nur aus Schweden kommen kann, wobei man dabie weniger an die HIVES oder HELLACOPTERS denken sollte, als vielmehr an MANDO DIAO oder SOUNDTRACK OF OUR LIVES. Kurt Dräckes Vocals klingen wie eine Kreuzung der RAMONES mit URGE OVERKILL, Rhythmusgitarrist Packe Wahlqvist gibt zusammen mit dem solide rockenden Drummer Fredrik Hartelius tüchtig Zunder, das eigentliche Showtalent ist aber zweifelsohne Bassist Andreas Bromen, der das Handbuch der Rockposen mitverfasst haben könnte. Wirklich sehenswert. Dazu noch Songs Marke knapp, schnörkellos und eingängig wie Angel, Down On You, It's Too Late oder der unverwüstliche Rocker Boogie Woman sorgen für ziemlich ausgelassene Stimmung im Knaack Klub.

Nach einer reichlichen Stunde Spielzeit können die Jungs aus Kiruna noch zu einer Zugabe bewegt werden, bevor es nach einem deftig rockenden Abend wieder in die kalte, ungemütliche Novembernacht geht.

Ralf Stierlen, 08.11.2004

 

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