Smoke Blow

Berlin, Magnet Club, 18.02.2004

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Konzertbericht

Reviewdatum: 18.02.2004

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Berlin, Magnet Club, 18.02.2004

Irgendwie versteht das mal wieder keine Sau: Um 21.00 Uhr soll es losgehen, aber die Türen sind abgeschlossen und es prangt ein handgeschriebener Zettel am Eingang auf dem steht, dass wegen Verspätung einer Band mit Verzögerung geöffnet werden wird.
Also, zunächst mal gibt es zwei Vorgruppen (irgendeine wird ja da sein, zumal die aus Berlin sind) und zum anderen habe ich schon seit Urzeiten kein Konzert mehr erlebt, das pünktlich losgeht. Warum läßt man dann die frierenden Leute nicht rein und verdient selbst noch ein paar Euro zusätzlich an den mehr georderten Getränken?
Naja, irgendwann hieß es dann Sesam öffne dich und nach einer guten Weile abhängen in der Lounge standen dann 20 M BREIT auf der Bühne. Tja, was soll man sagen, irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch, ein bißchen Alternative, ein klein wenig Punk, eine Prise Ska-Verschnitt, ein lendenlahmer Reggae, niemandem richtig weh getan aber auch niemanden richtig interessiert.
Unterhaltsamer waren da schon die zweiten Supporter TOXIC LIES mit einer (auch optisch) bunten Mischung aus viel Punkrock (auch das eine oder andere Cover) und ein klein wenig Metal. Die Zeit verging in jedem Falle bedeutend schneller als bei der ersten Vorband, es waren am Ende sogar einige deutliche Zugaberufe zu hören, leider drängte die (schon fortgeschrittene) Zeit.

Smoke Blow Als dann endlich SMOKE BLOW auf der Bühne standen, konnte sich der geneigte Betrachter ein Kichern nicht verkneifen: Jack Letten blondiert, das war ja wirklich ein Brüller. Entsprechend kamen die Sprüche aus der Menge den sonstigen Ansagen von Jack zum Publikum im Sinne von "Du siehst aber scheiße aus" vorweg und schnell hatte er seinen Spitznamen für den Abend weg, nämlich Jean-Paul Gaultier.
Nachdem auch noch die wichtige Tagesaktualität geklärt war (Gerd-Volker Schock hatte den Trainerposten bei Holstein Kiel hingeschmissen) legte die selbsternannte assigste Rockband der Welt gewaltig los. Zwei Gitarren, zwei Sänger (oder wie man das bezeichnen kann), voller Einsatz trotz körperlicher Handicaps (MC Strassenköter humpelte mit Krücken herum) und im Nu war der halbe Saal am Pogen.

Smike Blow Binnen kürzester Zeit hatten die Kieler Schweinerocker mit Stücken aus "777 Bloodrock", "Punkadelic - The godfathers of Soul" (der Song Sweetwater gehört immer noch zu meinen Lieblingssleazerockern) und dem letzten Release "German Angst" die Temperatur im Magnet Club in Höhen geschraubt, gegen die eine finnische Sauna einen wahren Eiskeller darstellt. Da blieb kein Auge und keine Pore trocken, J.R. wurde sogar mal samt Gitarre über den Köpfen durchs Publikum gereicht, da machte es auch nichts aus, dass Hellhammer ein paar Mal etwas danebenlag.

Smike Blow Die Mischung aus Punk, Metal, Hardcore, Sleazer- und Stonerrock sucht einfach ihresgleichen und die Jungs sind echte Rampensäue. Jack Letten war am Ende so fertig (auch dank der Hitze), dass er nur noch auf einem Bierkasten sitzend singen konnte. So muss eine Rockshow aussehen!!


Ralf Stierlen, 08.03.2004

 

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