Big Country

Final Fling

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 02.11.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Big Country
Final fling, Classic Pictures/Warner Music Vision, 2006
Stuart AdamsonVocals, Guitar
Bruce WatsonGuitars
Tony ButlerBass
Mark BrzezickiDrums
Länge: ca. 207 Min Medium: 2 DVDs
DVD 1 - "Live in Berlin":4. John Waynes dream
1. Restless natives5. The storm
2. Where the rose is sown6. Where the rose is sown
3. Wonderland7. Come back to me
4. Look away8. Somebody else
5. Just a shadow9. Dive into me
6. Steeltown10 Look away
7. Porroh man11. You dreamer
8. The seer12. Your spirit to me
9. Chance13. The president slipped and fell
10. In a big country14. Lost patrol
11. Fields of fire15. 13 valleys
12. Honky tonk woman16. Inwards
+ Preview: 'The Voodoo longue'-Tour17. Wonderland
+ Preview: Live at 'Das Fest'18. We're not in Kansas
+ Preview: Live at the Peppermint longue19. Porroh man
DVD 2 - "Glasgow Barrowlands":20. Chance
1. Harvest home21. In a big country
2. King of emotion22. Fields of fire
3. Driving to Damascus+ Access all areas

1988 spielen BIG COUNTRY vor 150.000 Zuschauern auf der Friedenswoche in Ostberlin. BIG COUNTRY auf dem kommerziellen Höhepunkt ihrer Karriere und durch Hits wie Fields of fire, Steeltown, Look away, Chance oder In a big country in aller Munde treffen auf ein nach westlicher Rockmusik dürstendes, begeisterungsfähiges Publikum.

Die Schotten rocken routiniert, aber wenig inspiriert durch ein solides 'Greatest hits-Programm' und Ostberlin steht Kopf und feiert die Band nach allen Regeln der Kunst ab.

Das eigentlich Faszinierende ist die Metamorphose, die die Band auf der Bühne durchläuft. Mit fortschreitender Dauer der Show gelingt es den Fans die Band aus der Reserve zu locken. Spätestens als sich dann die Nacht über das Festivalgelände senkt und die letzten Songs des Sets anstehen ist der Funke vom Publikum auf die Bühne übergesprungen und hat dort einen Flächenbrand voller Spielfreude und Leidenschaft entfacht.

Obwohl BIG COUNTRY zum Ende noch die Kurve kriegen und eindrucksvoll demonstrieren welch großartige Liveband sie sein können zählt der Ostberliner Auftritt sicher nicht zu den besten Shows der Schotten.

Wir springen ins Jahr 2000. Eine Menge ist in der Zwischenzeit geschehen. BIG COUNTRY haben viel von ihrer Anziehungskraft für die breite Masse eingebüßt. Das ist die pure Ignoranz, denn härtetechnisch hat die Band in den Neunzigern einen Zacken zugelegt und mit "The buffalo skinners" und "Why the long face" zwei grandiose Alben erschaffen. Selten wurde Rock derart aufregend und mitreißend mit auf keltischen Traditionen aufbauenden Melodien kombiniert, nie zuvor waren BIG COUNTRY besser.

Wir begleiten die Band zur letzten Show der "Driving to Damaskus"-Tour in ihr 'Wohnzimmer', das traditionsreiche Barrowlands in Glasgow. Auch wenn das aktuelle Album nicht an die große Klasse seiner Vorgänger heranreicht erleben wir eine der Sternstunden BIG COUNTRYs Bühnenkarriere.

Stilvoll in Kilts wird dem Publikum vom ersten Akkord an mächtig eingeheizt. Die Setlist enthält natürlich die ganzen alten großen Hits der Band, ist aber insgesamt unüberhörbar darauf ausgerichtet das aktuelle Album zu promoten. In der Gesellschaft der Klassiker wirken die fünf Songs von "Driving to Damaskus" allerdings wesentlich überzeugender als auf dem entsprechenden Studio-Album.

Eingefleischte Fans haben es natürlich sofort bemerkt: Hier bekommt man die Bilder zur Live-Doppel-CD "Coming up screaming" geliefert. Auch wenn sich die Bühnenproduktion als eher unspektakulär erweist und sich etwas schwer tut den Betrachter in den heimischen vier Wänden über die vollen zwei Stunden zu fesseln, so erhält man doch einen guten Eindruck davon, was BIG COUNTRY anno 2000 auszeichnet. Eine auf der Bühne hart arbeitende Band, bei der große Songs mehr zählen, als große Showeffekte.

BIG COUNTRY packen den Betrachter dafür auf emotionaler Ebene. Mit der Gewissheit im Hinterkopf die letzten Live-Aufnahmen dieser Band, und ganz besonders ihres charismatischen Sängers Stuart Adamson, zu erleben macht sich zunehmend Trauer und Wehmut breit. Zum finalen Fields of fire holen die Musiker ihre Kinder mit auf die Bühne. Der Abschied von den stimmgewaltigen Fans in Glasgow fällt äußerst herzlich aus, wobei zum Zeitpunkt der Aufnahmen niemand ahnen konnte, dass es ein Abschied für immer sein würde.

. Regin code: 2,3,4,5
. Audio: Dolby Digital 5.1 Surround, DTS 5.1 Surround, Dolby Digital Stereo
. Untertitel: englisch, französisch, deutsch, portugisisch, spanisch
. Bild: NTSC 4:3
. ohne Altersbeschränkung

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 02.11.2006

 

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