Big Sky

Wide Open World, Turn & Light Hum Serenade

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.01.2000
Jahr: 1995

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Big Sky Homepage



Redakteur(e):

Joachim Domrath


Big Sky
Wide Open World, Turn, Light Hum Serenade, Lost Resort/Windsong, 1995, 1996 & 1999
Mark Gaignard Lead Vocals
Chris Floyd Lead Guitars, Backing Vocals
Ben Rowell Guitars
Ashton Dean Allen Bass, Backing Vocals
Dave Moore Organ, Guitars, Drums
Dave Kurzman Sax, Flute, Tambourine
Sean Crowley Drums, Percussion
Rob Peck Harmonica
Produziert von: Jim DeVito & Big Sky (aufgenommen in Florida) Medium: CD
Wide Open World (1995)
1.its your world (4:06)7.riverside bliss (2:56)
2.not enough words (4:21)8.just south of nowhere (3:01)
3.lost at sea (4:10)9.minds eye (2:50)
4.closing in (4:09)10.every time you fall (3:55)
5.wind song (6:22)11.when (3:07)
6.the moon (4:17)12.house of blues (3:40)
Total: 45:34
Turn (1996)
1.all good things (5:06)6.cielo grande (4:14)
2.reunion (5:25)7.lazy days (6:23)
3.back from yesterday (5:50)8.house of blues (live) (6:08)
4.the lost word (7:04)9.Louisiana man (6:30)
5.Austin,texas (3:33)Soundschnipsel (spar ich mir)
Total (ohne Soundschnipsel): 49:33
Light Hum Serenade (1999)
1.slow (3:55)7.souls on fire (4:17)
2.denied (3:40)8.downstream (3:22)
3.gone today (3:27)9.your way (4:13)
4.four (4:20)10.el nino (2:52)
5.all the while (3:10)11.coward (5:07)
6.back light (4:07)12.Vegas or bust (4:31)
Total 45:01

The Big Sky von Howard Hawks ist ein Klassiker des amerikanischen Western, der in keiner gutsortierten VHS/DVD Sammlung fehlen darf.

Ich weiß nicht, ob die Jungs der gleichnamigen Band den Kirk Douglas Western als Vorbild nahmen. Aus der Bio ist das nicht zu ersehen.

Nun ja, zwischen THE BIG SKY und WIDE OPEN WORLD von BIG SKY liegen lockere 43 Jahre. 1995 veröffentlichen sie ihr erstes Album.

WIDE OPEN WORLD ist eine gelungene Sammlung von feinen Roots-Rock Songs.
Reichlich akustische und elektrische Gitarren, Harmonika und flotte Drums durchziehen alle Tracks. Das Album enthält 12 durchweg schöne Songs.
Unterbrochen wird das Kunstwerk durch das Instrumental THE MOON, eine hochmelodische Mischung aus frühen Dire Straits und Ry Cooder.
Ich kann keinen Schwachpunkt auf WIDE OPEN WORLD ausmachen. Das ist eine der CD’s die man in einem Stück durchhört. Das spricht für BIG SKY.

In unveränderter Besetzung erscheint nur ein Jahr später ihr zweites Werk TURN.
Unverändert ist auch ihr Stil. Lupenreicher Roots/Americana Rock. Allerdings gesellen sich hier ab und zu CAJUN und COUNTRY Einflüsse dazu. Das macht die Musik im Vergleich zu ihrem Debütalbum noch abwechslungsreicher. Auf AUSTIN TEXAS und LOUISIANA MAN zelebrieren sie sogar knackig, funkigen Bluesrock mit Bläsen und dyamischen Gitarren.
Southern rockig wird es gar auf LAZY DAYS. Der fast siebenminütige Song erinnert etwas an die frühen Outlaws. Schöne Gitarren und eine satte Harmonika machen Freude.
Was sich die Band aber mit den letzten vier Tracks gedacht hat, bleibt wohl ihr Geheimnis. Da sind nur Soundschnipsel und ähnliches enthalten. Solche Spielereien sind höchst überflüssig und nerven nur.
Den insgesamt sehr guten Gesamteindruck, den TURN hinterlässt, kann das aber nur unwesentlich trüben.

Drei Jahre später erscheint ihr bis dato aktuellstes Album LIGHT HUM SERENADE.
Und es gab einige personelle Änderungen. Drummer Dave Moore ist zu den Keyboards gewechselt. Für ihn stößt Drummer Sean Crowley neu zur Band. Auch der Saxophonist Dave Kurzman ist neu.
LIGHT HUM SERENADE beginnt sogleich mit einer musikalischen Überraschung. SLOW, der Opener, klingt vollkommen anders als man es von BIG SKY bisher gewohnt war. Der Rootsrock ist hier dem melodischen Modern Rock a la FAR TOO JONES oder NINE DAYS gewichen. Ein toller Song, sehr heavy mit erstklassigem Satzgesang.
Das ganze Album ist rockiger und moderner als die beiden ersten Alben.
Saxophonist Dave Kurzman hält sich vornehm zurück. Sein Instrument spielt sich nie nervend in den Vordergrund.

FOUR erinnert im Arrangement sehr an HUEY LEWIS AND THE NEWS. Souliger Midtempo Rock mit sauberen Bläsern und knackiger Rhythmustruppe.
BACK LIGHT ist dann die musikalische Reise in BIG SKY’S Vergangenheit. Feiner Rootsrock mit vielen akustischen Gitarren und wohligem Flötenspiel.
SOUL’S ON FIRE wiederrum weckt Erinnerungen an die legendären RUBICON aus den 70er Jahren. Denise Beserocks back vocals klingen geil im Zusammenspiel mit Sänger Mark Gaignard.

DOWNSTREAM wechselt danach wieder gekonnt in Richtung Rootsrock.
Ein schneller melodischer Rocksong. Das gilt auch für das nachfolgende YOUR WAY. Eine weitere schöne Melodie mit Roots-Charakter. Zwischendurch ein Heavy Guitar Solo.
Das Instrumental EL NINO ist witziger mexikanisch angehauchter Chilli-Rock.
Der letzte Track VEGAS OR BUST zeigt wieder den Hang der Band am Ende der CD reichlich Obskures unterzupacken.
Ich kann mit dem LasVegas/Hip Hop Holliday Collagen Getröte nichts anfangen.

Mit LIGHT HUM SERENADE ruhen sich BIG SKY nicht auf ihren gewohnten Rootspfaden aus. Vielmehr bringen sie durch Modern Rock Einflüsse noch mehr Abwechslung in ihre Musik.

Alle drei Alben von BIG SKY bieten intelligenten, melodischen Rootsrock der aus dem Herzen kommt. Markant ist wie schon gesagt der Abwechslungsreichtum ihrer Musik.

Klang und Produktion sind gut. Allerdings klingen TURN und LIGHT HUM SERENDE in den untersten Tonlagen etwas dünn.

Joachim Domrath, (Artikelliste) 12.08.2001

 

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