Big Star

Nothing Can Hurt Me

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 07.03.2015
Jahr: 2015
Stil: Power-Pop

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Big Star
Nothing Can Hurt Me, Universal, 2015
Produziert von: Magnolia Pictures Länge: 111 Min 00 Sek Medium: DVD

BIG STAR sind Kult. Seit Jahrzehnten schon ein Geheimtipp. Musician's musicians. Vorbilder, Leitbilder, keineswegs und niemals Abziehbilder.

1971 in Memphis, Tennessee, von Alex Chilton, Chris Bell, Jody Stephens und Andy Hummel gegründet, erreichten sie die verdiente Anerkennung anfänglich nur innerhalb eines erlauchten und kleinen Kreises von Fans, die die feingliedrige Kunst und die damals recht einzigartige Form ihres später dann als Power-Pop klassifizierten Musikschaffens goutierten. BIG STAR existierte in ihrer ersten Phase lediglich nur gute drei Jahre, veröffentlichten drei von der amerikanischen Kritikerschaft hochgelobte Alben ("#1 Album", "Radio City" und "Third/Sister Lovers"), verzeichneten aber kaum nennenswerte Verkaufszahlen oder bemerkenswerte Chartplatzierungen.

Das schmälert aber in keinster Weise ihre Klasse und noch weniger ihren enormen Einfluss auf nachrückende Bands und Interpreten wie R.E.M., FLAMING LIPS, REPLACEMENTS, POSIES, TEENAGE FANCLUB, Matthew Sweet, Chris Stamey, Evan Dando, Elliott Smith etc.

Die erhellende und sehenswerte Dokumentation "Nothing Can Hurt Me" (The Definitive Story Of The Greatest Band That Never Made It) zeichnet nun ein filmisches Portfolio dieser großartigen Band, die nicht an mangelnder Klasse oder fehlender Ambition scheiterte, sondern an den Tücken und Verirrungen des amerikanischen Musikbusiness. Unglücke, Missgeschicke, Fehlleistungen des Managements, verstopfte Vertriebswege und dergleichen sorgten für den Eindruck, dass BIG STAR sich offenbar stets zur falschen Zeit am falschen Ort aufhielt.

Die DVD erzählt anhand lebendiger Fotos und verstaubter Filmsequenzen die kuriose und irgendwie auch recht traurige Geschichte dieser hochtalentierten Band, deren Mitglieder bis auf Drummer Jody Stephens inzwischen alle verstorben sind. Viele Zeitzeugen kommen zu Wort, Fans und Musiker, Manager, Produzenten, etliche Familienangehörige und ehemalige Schulfreunde beleuchten ihre persönliche Sicht der Dinge. Die spannende und unterhaltsame Story einer hochtalentierten und visionären Band, deren hochgesteckte Ambitionen zwischen 1971 und 1974 mehr oder weniger ungehört verpufften.
So geraten die knapp zwei Stunden "Nothing Can Hurt Me" für echte Musikfreaks zu einem absoluten Muss und man kommt kaum umhin, sich erneut oder auch erstmalig eingehend mit den drei hervorragenden BIG STAR Alben zu beschäftigen. Fürwahr ein wichtiges Kapitel Musikgeschichte.

Frank Ipach, 01.03.2015

 

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