Bill Withers

Just As I Am

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.06.2012
Jahr: 2012
Stil: Soul

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Bill Withers
Just As I Am, Big Break Records, 2012
Bill WithersVocals, Guitar
Booker T. JonesKeyboards, Guitar
Stephen StillsGuitar
Donald 'Duck' DunnBass
Al Jackson, Jim KeltnerDrums
Bobbie Hall PorterPercussion
Produziert von: Booker T. Jones Länge: 35 Min 22 Sek Medium: CD
01. Harlem07. Hope She'll Be Happier
02. Ain't No Sunshine08. Let It Be
03. Grandma's Hands09. I'm Her Daddy
04. Sweet Wanomi10. In My Heart
05. Everybody's Talkin'11. Moanin' And Groanin'
06. Do It Good12. Better Off Dead

Kennern der Soul-Historie muss man den 1938 in West Virginia geborenen Bill Withers wohl kaum vorstellen. Gelegenheitshörern sollte zumindest Withers' erster großer Hit Ain't no sunshine ein Begriff sein. Die Popularität dieses unvergesslichen Klassikers basiert jedoch auf einem Versehen. Einst als Flipside der Single-Veröffentlichung Harlem gestartet, entwickelte sich Sunshine aufgrund hellhöriger DJ's, die diesem Song publikumswirksameres Potential abgewinnen konnten, zu einem landesweiten Hit, der dem ehemaligen Flughafenarbeiter Withers im Folgejahr einen Grammy für den besten R&B Song einbrachte.

Big Break Records und das britische Vertriebslabel Cherry Red Records bringen nun die 40th Anniversary Edition dieses wunderbaren und bis heute beeindruckenden '71er Debutalbum heraus. Geziert von einem 16-seitigen, informativen Booklet und einem neu gemasterten Sound, der wahrlich hellhörig macht.

Booker T. Jones fungierte als umsichtiger, tastenspielender Produzent, der seinem ehrgeizigen Business-Novizen Withers gleich einen Teil seiner MG's an die Seite stellte: Drummer Al Jackson und (der leider kürzlich verstorbene) Bassmann Donald 'Duck' Dunn legten die schwerelose und zurückgelehnte Basis für Bill Withers' an Soul, Gospel und Folk geschulten Originalsongs. Das mit Stephen Stills (Gitarre) und Jim Keltner vervollständigte Team stockte die Setlist gekonnt und niveauvoll um exquisite Covertracks wie dem gospelgetränkten Let it be (BEATLES) oder Fred Neils bzw. Nilssons R&B lastigem Everybody's talkin' auf.

Interessant gerät auch die Tatsache, dass Songs wie I'm her Daddy an den Groove von Bands wie LITTLE FEAT erinnern und ein Lied wie das ultracoole Do it good die vermeintlich typischen STEELY DAN Backing Vocals quasi vorwegnimmt.

Bill Withers' remastertes 1971er Debut "Just As I Am" verfügt über genügend Tiefe und Emotionalität, offenbart eine beeindruckende Reife in Sachen Gesang und Songwriting, belegt im klassischen Sinne die Schnittstelle zwischen Soul und Folk und darf auch nach vierzig Jahren noch als wärmste Empfehlung für Musikkenner oder solche, die es werden wollen, genannt werden. Zeitlos gut.

Frank Ipach, 02.06.2012

 

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