Billy Idol

The Cage EP

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 20.09.2022
Jahr: 2022
Stil: Pop Punk
Spiellänge: 13:57
Produzent: Todd Walker, Zakk Cervini & Butch Walker

Links:

Plattenfirma: BMG

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Ghost

Rick Springfield

Titel
01. Cage
02. Running From The Ghost
 
03. Rebel Like You
04. Miss Nobody 05.
Musiker Instrument
Billy Idol Gesang
Steve Stevens Gitarre
Butch Walker Schlagzeug, Gitarre, Bass, Keyboards, Percussion, Programming & Gesang
Tommy English Gesang & Streicher
Joe Janiak Gesang & Piano
Erik Eldenius Schlagzeug
Zakk Cervini Schlagzeug
Grant Michaels Keyboards
Zelma Davis Gesang
Adam Hitchell Gesang

Er hat es wieder getan. Nur ein Jahr nach der “The Roadside EP“ meldet sich Billy Idol erneut mit einer Vier-Track-EP zurück. Diese hört nun auf den Titel “The Cage EP“ und wurde erneut in Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Kompagnon und Gitarren-Helden Steve Stevens komponiert und eingespielt. Die beiden wissen einfach ganz genau, was zu der Marke Billy Idol passt und wie das Ganze zu klingen hat.

Das machen sie schon gleich beim Opener Cage klar. Ein lässiger Pop-Rocker, wie ihn in dieser Form eigentlich nur Idol performen kann. Ein wenig transportiert das Stück zu Beginn das selbe Gefühl wie Jessie’s Girl von Rick Springfield, ehe es im Refrain richtig gehend mit guter Laune und krachenden Gitarren und einem infektiösen Mitgröhl-Refrain „durch die Decke geht“ und bei künftigen Konzerten für eine ganze Menge hervorragende Stimmung sorgen wird.

Es mag an meiner persönlichen Vorliebe für die Band GHOST liegen, aber beim folgenden Running From The Ghost kann ich mir einfach nicht helfen und denke von der Struktur der Komposition und dem Einsatz der Instrumente ständig dran, dass das doch eine perfekte Nummer für die maskierten Ghouls und Papa Emeritus oder Cardinal Copia wäre. Denn nach dem getragenen Intro nimmt das Stück wunderbar Fahrt auf und wird von der Stimmung her richtiggehend theatralisch und pompös mit zahlreichen Background-Sängern. Eine tolle Nummer.

Photo-Credit: Steven Sebring

Rebel Like You kann man wohl nur als augenzwinkernde Selbstreflektion betrachten. Denn natürlich ist Idol mit seinen mittlerweile rund 67 Jahren eigentlich schon im Rebel-Renten-Alter angekommen. Aber wenn man den Text hört, dann fühlt er sich durch die teilweise ja noch deutlich jüngeren Fans bei seinen Konzerten immer wieder revitalisiert und in seiner Selbstwahrnehmung bestätigt. Und so rockt er in dieser Nummer eben genau so lässig weiter, wie er es seit mittlerweile knapp 40 Jahren tut und es macht nicht nur ihm Spaß, sondern dem Hörer auch.

Überraschend popig wird es dann zum Schluss mit dem Track Miss Nobody. Dieser kann zwar nicht an die mitreißende Form der drei Vorgänger anschließen, zeigt Idol aber als einen hervorragenden Storyteller, der hier wunderschön die Geschichte aus der Gosse mit elegantem Pop kontrastiert und sicherlich viele Leute zum Tanzen bringen wird, die gar nicht bemerken werden, worum es in dem Song eigentlich geht. Nämlich um eine Person, die alleine in den Schatten unserer Gesellschaft lebt und das nicht (wie vermutlich die meisten) als Schwäche betrachtet. Defintiv ein Song, bei dem es sich lohnt, sich auch mal genauer mit dem Text auseinander zu setzen.

Leider endet damit schon diese EP nach der doch etwas dürftigen Spielzeit von weniger als 14 Minuten schon wieder (“The Roadside EP“ hatte es auch nur auf 16 Minuten gebracht). Und das ist natürlich schon eine gewisse Enttäuschung. Nicht, weil man nicht einfach die vier Songs immer wieder hören könnte, denn diese Qualität haben sie ohne Frage, sondern weil man sich als Fan schon nach einem kompletten Album sehnt, das die Aufmerksamkeit dann mal für eine dreiviertel Stunde oder mehr auf sich zieht. Und wenn man es recht betrachtet, dann hätten Idol und Stevens hier mit den beiden EPs ja schon einen prima Grundstock zusammen. Aber anscheinend lohnt es für Künstler nicht mehr komplette Alben zu produzieren, stattdessen wird der Fan immer wieder mal mit ein paar neuen Liedern gefüttert – nun ja, so lange sie so gut sind wie diese hier, kann man sich zumindest über die Qualität nicht beschweren.

 

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