Bitterness

Dead World Order

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 28.07.2020
Jahr: 2020
Stil: Thrash Metal
Spiellänge: 42:30
Produzent: Christoph Brandes & BITTERNESS

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Plattenfirma: G.U.C.

Promotion: Sure Shot Worx


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Destruction

Kreator

Sodom

Titel
01. The Last Sunrise (Intro)
02. A Bullet A Day
03. Dead World Order
04. Idiocracy
05. Let God Sort 'Em Out
 
06. Forward Into The Past
07. Blood Feud
08. None More Black
09. Darkest Times
Musiker Instrument
Frank Urschler Gesang & Gitarre
Thomas Kneer Bass
Andreas Kiechle Schlagzeug

Das Thrash-Trio BITTERNESS stammt aus dem beschaulichen Waldshut-Tiengen i, Südwesten von Baden-Württemberg und macht die Musikszene bereits seit dem Jahr 2001 „unsicher“. Und wenn man sich die Liste der Veröffentlichungen der Band abschaut, dann muss man schon sehr respektvoll seinen (zumeist ja imaginären) Hut ziehen. Denn in den 19 Jahren bringen es Frank Urschler (Gesang & Gitarre), Andreas Kiechle (Schlagzeug) und Thomas Kneer (seit 2013 am Bass dabei) auf sage und schreibe mittlerweile sieben Alben, ein Demo, eine Best-Of-Zusammenstellung, ein Box-Set sowie eine Single, zwei EPs und eine Split-Single zusammen mit WITCHBURNER rausgebracht. Das jüngste Werk - und damit das siebte Werk vollwertige Album - hört auf den plakativen Titel “Dead World Order“.

(Foto zur Verfügung gestellt von Sure Shot Worx)

Auch auf dem neuesten Streich spielen die drei Musiker einen sehr sauberen Teutonen-Thrash-Metal, wie man ihn auch von SODOM, DESTRUCTION aber insbesondere von KREATOR geboten bekommt. Das liegt auch an der Stimme von Frontmann Frank Urschler, der an mancher Stelle ein wenig wie Mille Petrozza von KREATOR auf deren jüngsten Scheiben klingt. Das bedeutet aber auch, dass auf “Dead World Order“ tatsächlich gesungen wird. Frühere Einflüsse von melodischem Death Metal (dem die Band insbesondere in den frühen Tagen Anfang des Jahrtausends nahe stand) finden sich auf den jüngeren Scheiben schon nicht und werden auch hier nicht verwendet.

Nach dem kurzen, akustischen Intro The Last Sunrise stürzen sich BITTERNESS dann voller Verve in die erste Hammer-Nummer A Bullet A Day. Dabei wechseln sich schnelle Passagen mit rupelndem Thrash ab. Anschließend ist der Titeltrack im Vergleich dazu noch melodiöser ausgestaltet, weiß aber in den entsprechenden Passagen durchaus das Tempo anzuziehen. Bei den darauf folgenden Abrechnungen mit der Gesellschaft in Idiocracy sowie Let God Sort Them Out wird es dann wieder durchgängiger thrashig und eingängig. Die Refrains bekommt man so leicht nicht wieder aus dem Kopf.

Das gilt aber nicht nur für ein paar Nummer auf dieser Scheibe, man muss BITTERNESS generell attestieren, dass ihnen hier einige wirklich sehr eingängige Songs gelungen sind, die sie in ihren Teutonen Thrash packen. Zudem ist die Produktion von Christoph Bandes (gemischt und gemastered dann von dem legendären Harris Johns) ein wenig wärmer ausgefallen als etwa beim direkten Vorgänger “Resurrexodus“ von 2015. Das trägt dann auch dazu bei, dass die neue Scheibe richtig gut in die Ohren reinläuft. Und auch das Songwriting bewegt sich durch die Bank weg auch gehobenem Niveau. Man könnte höchstens monieren, dass BITTERNESS hier nicht wirklich etwas „Neues“ zu bieten haben, aber so lange dabei solche starken Songs herauskommen, dürfte das den Szene-Fans herzlich egal sein. Sie erfreuen sich viel lieber an den starken Riffs, coolen Soli, hämmernden Grooves und eingängigen Refrains dieser feinen Thrash-Scheibe.

 

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