Black Star Riders

The Wrong Side Of Paradise

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 06.01.2023
Jahr: 2023
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 41:19
Produzent: Jay Ruston & BLACK STAR RIDERS

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Plattenfirma: Earache Records

Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Thin Lizzy

Def Leppard

Bryan Adams

Titel
01. Wrong Side Of Paradise
02. Hustle
03. Better Than Saturday Night
04. Riding Out The Storm
05. Pay Dirt
06. Catch Yourself On
 
07. Crazy Horses
08. Burning Rome
09. Don't Let The World (Get In The Way)
10. Green And Troubled Land
11. This Life Will Be The Death Of Me
Musiker Instrument
Ricky Warwick Gesang & Gitarre
Christian Martucci Gitarre
Robert Crane Bass
Zak St. John Schlagzeug
Gastmusiker:
Joe Elliott Gesang

Zehn Jahre BLACK STAR RIDERS - das ist doch ein Grund zum feiern. Und die Musiker, die damals als Nachfolger der legendären THIN LIZZY begannen, tun dies in diesem Fall mit einer neuen, und ihrer mittlerweile fünften, Scheibe, die auf den Titel "Wrong Side Of Paradise" hört. Dabei ist mittlerweile leider die letzte direkte Verbindung zu den Vorgängern nicht mehr dabei: Scott Gorham hat seine Gitarre beiseite gelegt. Damit ist von der Ursprungsbesetzung nur noch Frontmann Ricky Warwick übrig. Das macht sich rein akustisch aber nicht bemerkbar. 

Das Album mit elf Tracks wurde bereits im Herbst 2021 in Kalifornien und Oregon zusammen mit dem Produzenten und langjährigen BSR-Mitarbeiter Jay Ruston aufgenommen. Und die Band mit Ricky Warwick, Robert Crane (Bass), Christian Martucci (Gitarre) und Schlagzeuger Zak St. John legt mit dem Titeltrack und dem folgenden Hustle direkt mal kräftig zupackend los. Dabei ist immer wieder faszinierend zu hören, wie ähnlich Warwick stellenweise dem großen Vorbild Phil Lynott  doch klingt. So könnte man beim Song Better Than Saturday Night (bei dem im Hintergrund übrigens DEF LEPPARD-Frontmann Joe Elliott zu hören ist) glatt annehmen, einem vergessenen THIN LIZZY-Track zu lauschen.

Photo-Credit: Robert John

Leider ist nicht das komplette Album so stark ausgefallen. Denn schon beim folgenden Riding Out The Storm oder schleichen sich kurzzeitig leichte Bryan Adams-Anleihen ein, die den Band-Sound ein gutes Stück weit verwässern, ebenso wie der Refrain von Catch Yourself On. Zudem fehlen weitestgehend die vertrauten Twin-Gitarren-Leads, die ja so ein fundamentaler Bestandteil der musikalischen Identität sind. Zwischendurch gibt es aber immer wieder auch feinen Hard Rock der Marke Pay Dirt oder Crazy Horses zu hören, die mit ihren hemdsärmeligen, fetten Riffs das Album davor bewahren, auf "die falsche Seite des Rock-Paradieses" abzudriften, auch wenn mir der Ansatz bei letzterem etwas zu "modern" ausgefallen ist. Zudem können sie kompositorisch nicht an die ersten drei Songs anknüpfen.

Das schaffen die BLACK STAR RIDERS dann erst wieder zum Ende der Scheibe hin mit den starken Green And Troubled Land (natürlich eine Ode an die irische Heimat) und dem verschmitzten This Life Will Be The Death Of Me. Zu den Texten und deren Inspiration erklärt Warwick: ""Ich kann nur über persönlich Erlebtes schreiben, Familie, Freunde und wie meine Sicht auf die Welt ist, die zerfällt und sich schneller verändert als wir es verstehen können. Trotz allem, glaube ich fest an die Kraft des positiven Denkens, das ist auch etwas, das dieses Album wiedergibt."

"Wrong Side Of Paradise" ist ein ganz gutes, aber eben kein richtig starkes, Album geworden. Fünf guten Nummern stehen sechs eher durchschnittliche gegenüber. Damit kann es aus meiner Sicht nicht mit den bisherigen Scheiben konkurrieren. Dazu fehlt der Scheibe einfach das konsequent starke Songwriting. Etwas schade, zum Jubiläum hätte man sich noch einmal einen solchen Knaller wie etwa "Heavy Fire" gewünscht.

 

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