Black Stone Cherry

Live From The Royal Albert Hall... Y'All!

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 23.06.2022
Jahr: 2022
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 112:00 (BluRay) 88:32 (CDs)
Produzent: Black Stone Cherry

Links:

Black Stone Cherry Homepage

Black Stone Cherry @ facebook

Black Stone Cherry @ twitter


Plattenfirma: Mascot Label Group

Promotion: Netinfect


Redakteur(e):

Marc Langels

Titel
01. Me And Mary Jane
02. Burnin'
03. Again
04. Yeah Man
05. In My Blood/Island Jam
06. Ringin' In My Head
07. Like I Roll
08. Cheaper To Drink Alone
09. Hell And High Water
10. Soul Creek
 
11. Devil's Queen
12. Drum Solo
13. Things My Father Said
14. In Love With The Pain
15. Blind Man
16. Blame It On The Boom Boom
17. White Trash Millionaire
18. Lonely Train
19. Peace Is Free
Musiker Instrument
Chris Robertson Gesang & Gitarre
Ben Wells Gitarre
John Fred Young Schlagzeug
Steve Jewell Bass

Die amerikanischen Südstaaten-Hard Rocker BLACK STONE CHERRY haben offenbar eine ganz besondere Beziehung zum Vereinigten Königreich. Zum dritten Mal (wenn man die extrem limitierte "Live At Astoria, London" mitrechnet) hat der Vierer aus Kentucky eine Live-Scheibe (zum zweiten Mal mit dazugehöriger DVD oder BluRay) aufgenommen und erneut wurde dazu nicht etwa eine Show in der Heimat ausgewählt. Stattdessen haben die erneut einen Auftritt in England ausgewählt. Aber nicht an irgendeinem Ort (mit allem Respekt für Birmingham, wo “Thank You: Livin’ Live“ mitgeschnitten wurde), aber dieses Mal war es eine der heiligen Hallen der Rock-Geschichte und zwar die Royal Albert Hall in London.

Rein optisch mag es zwar eine merkwürdige Kombination sein: die hemdsärmeligen, Kappe tragenden und tätowierten Burschen aus dem Süden der USA, die in diesem noblen Etablissement auf der Bühne stehen, aber binnen kürzester Zeit haben Chris Robertson, Ben Wells, John Fred Young und Neuzugang Steve Jewell die altehrwürdige Halle in einen vor Schweiß triefenden Südstaaten-Club zu verwandeln. Kein Wunder, wenn die Band den Set mit einem Kracher wie Me And Mary Jane beginnt und anschließend eineinhalb Stunden lang einen Hit nach dem anderen in das rund 4.000 Zuschauer fassende Oval feuert.

Angesichts der vielen hervorragenden Stücke mag es normalerweise schwierig sein, das eine Highlight herauszupicken, aber hier ist es ganz offensichtlich die wirklich sensationell-emotionale Version von The Things My Father Said, die Robertson hier mit so viel Herz darbietet, dass seine Stimme zwischendurch sogar bricht. Ähnlich emotional wird es nochmal am Ende des Konzerts bei Peace Is Free. Wem bei den beiden Songs nicht das letzte Härchen am Körper stramm nach oben steht, der hat keine Gefühle.

Aber klar ist auch, dass die meisten Fans sich an den Hooklines von Me And Mary Jane, Burnin’, Like I Roll, In Love With The Pain, Blame It On The Boom Boom oder White Trash Millionaire um hier nur einmal die offensichtlichsten herauszupicken) mindestens genauso erfreuen werden. Leider kann man das bei den Fans in der Halle nicht so wirklich deutlich hören. Sie sind im Mix aus meiner Sicht zu stark in den Hintergrund gerückt worden – zumindest einmal für eine Live-Scheibe. Denn so klingt es manchmal, als würde man der Band bei den Proben oder einem Sound-Check zuhören statt bei einem Konzert. Aber ansonsten gibt es an dem Werk nichts zu mäkeln.

Update:

Mittlerweile liegt mir auch die BluRay des Konzerts vor. Aber anstatt dass der Fan hier dann wirklich das komplette Konzert geboten bekommt, hat man sich dazu entschieden, immer wieder Backstage-Szenen dazwischen zu schneiden und so dem Gig seinen natürlichen Flow zu nehmen. Wie auf den CDs fehlen auch hier nämlich die meisten Ansagen zwischen den Stücken. Klar, dafür bekommt man zu sehen, wie sich die Musiker auf die Konzerte vorbereiten, welche Gedanken sie sich zur „Einlaufmusik“ machen oder mit welchen Problemen sie konfrontiert werden. Aber das ist eigentlich nur beim ersten Schauen interessant und verliert dann seinen Reiz. Stattdessen fragt man sich, wann es denn endlich mit dem Gig weitergeht. Und selbst in die Live-Songs werden mir persönlich viel zu viele Zwischenschnitte, auch von anderen Shows, untergebracht. Ich will BLACK STONE CHERRY live in der Royal Albert Hall sehen. Das steht schließlich auch vorne drauf.

Denn dafür macht es einfach viel zu viel Spaß, den vier Südstaatlern beim Musizieren nicht nur zuzuhören sondern ihnen auch noch zuschauen zu können, als dass man diese Kunstgriffe braucht. Die Band ist einfach eine Live-Bestie, die hier wieder mal ein echtes Feuerwerk abbrennt. Aber die Zwischenschnitte und Pausen-Füller halten den Spaß an der BluRay in überschaubaren Grenzen und sorgen dafür, dass es eher zu wenigen Wiederholungen im Player kommen wird. Schade um die wirklich tolle Performance, die am Schnittplatz verstümmelt wurde, anstatt die Szenen als Bonus beizufügen.

 

(C) 2008 - 2022 by Hooked on Music