Blackburn

Corinne Frei & Andi Keller im Gespräch

( English translation by Google Translation by Google )

Interview

Reviewdatum: 30.04.2004

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Blackburn
Corinne Frei & Andy Keller, Interview

Die schweizer Heavy Rock'n'Roller BLACKBURN wollen in Deutschland Fuß fassen und die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht. Mit "Poker face" hat man ein ordentliches Debüt-Album hingelegt und die anstehende Tour mit JADED HEART bietet die Möglichkeit auch an der Live-Front zu punkten.
Bassistin und Texterin Corinne Frei und Gitarrist Andy Keller bilden das Vorauskommando und geben fleißig Interviews um das Interesse an der Band weiter anzuheizen.

Hooked on Music: Ihr seid gerade auf Promotiontour. Macht Euch das überhaupt Spaß oder ist das eher ein notwendiges, lästiges Übel?

Andy: Es macht auf jeden Fall Spaß, vor allem sind wir noch nicht in der Lage zu sagen, dass wir das schon tausend Mal gemacht haben. Für uns ist das in diesem Stil das Größte was wir bisher gemacht haben und darum macht es sehr viel Spaß. Uns macht es Freude mit jedem Journalisten zusammen zu sein um uns zu zeigen was wir gemacht haben und auch zu erfahren, wie es bei den Journalisten und Magazinen ankommt. Uns macht es Spaß, auf jeden Fall.

Corinne: Man lernt viele nette Leute kennen, so wie Dich.

HOM: Da Ihr noch ein relativ unbeschriebenes Blatt in der Rockszene seid, kann ich euch einige Standardfragen nicht ersparen.

Andy: Selbstverständlich!

HOM: Die Band wurde 1989 gegründet und jetzt, 2004, seid Ihr mit Euerem offiziellen Debüt am Start. Was habt Ihr in der Zwischenzeit gemacht?

Andy: Ich denke, es war sehr viel Aufbauarbeit. '89 waren wir auch noch sehr jung und wir sind eigentlich stetig gewachsen. Das war kein Hype-Sprung, sondern schön langsam immer Stück für Stück. Wir haben jetzt natürlich die Chance genutzt mit unserem Produzenten, dem Michael Bormann, ein Album zu machen und die ganze Erfahrung, Fähigkeiten, Routine, die wir gesammelt haben da hinein zu stecken. Die Frage ist jetzt natürlich: Das erste Album, da sind wir natürlich sehr zufrieden, aber es kann natürlich immer noch besser werden. Das ist so im Groben, was wir seit 89, oder Anfang 90 als die Zündung passierte, getätigt haben.

HOM: Seid Ihr seit '89 im selben Line-Up zusammen? Wahrscheinlich nicht.

Corinne: (lacht) Nein, nicht direkt. Das ist schon lange her. Also, ich denke die Grundformation, Andy, ich, Marco an den Drums, das besteht schon lange. Dann kam die Gabi dazu, die Sängerin. Dieses Viererteam, das besteht schon sehr lange. Beim Leadgitarristen hatten wir ein paar Wechsel, aber sonst eigentlich... Das Fundament ist schon seit Jahren da.

HOM: Als ich Euer Album das erste Mal gehört habe, dachte ich spontan: Hoppla, das klingt wie eine zeitgemäße Ausgabe von ROCK GODESS. (Betretenes Schweigen). Sagt Euch das was?

Andy: ROCK GODESS? Ich muss mich entschuldigen: Nein!

Corinne: (lacht) Ist das peinlich.

HOM: Nö, überhaupt nicht. Das war eine britische All-Girl-Band, die 1983 mit "Hell hath no fury" ein damals relativ bekanntes Album veröffentlichten. So eine Mischung aus typischer New Wave Of British Heavy Metal - Stichwort GIRLSCHOOL - und AC/DC. Dieser straight forward Rock'n'Roll, wie ich ihn auch bei Euch herausgehört habe.

Corinne: Sollten wir uns mal anhören...

Andi: Ja, würde ich mir gerne mal reinziehen.

HOM: Das ist natürlich produktionstechnisch mit Eurer Leistung überhaupt nicht vergleichbar. Zwanzig Jahre später klingen heute ja selbst Demoaufnahmen weitaus professioneller.
Euer Album "Poker face" ist ja im Großen und Ganzen relativ gut von der Presse aufgenommen worden. Wie seid Ihr so mit den Resonanzen zufrieden? Entsprechen sie in etwa Euren Erwartungen?

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Andy: Ich denke bei Produktionen sind immer zwei Sachen sehr wichtig. Das eine ist der Zeitfaktor, die Zeit die man in einem Studio zur Verfügung hat und das andere ist der Kostenfaktor. Wenn ich eine Million hätte und unendlich Zeit, dann kann ich die Produktion mit einem guten Produzenten sicher sehr hoch schrauben. Aber das was wir jetzt haben, vom Zeitaufwand, vom Geld, mit unserem Produzenten Michael Bormann sind wir eigentlich zufrieden und haben durchs Band weg gute Kritiken erhalten.

Corinne: Wir konnten ziemlich unbekümmert heran gehen, weil es eben die erste Scheibe war und wir einfach das machen was wir wollten und schauen, wie reagieren die Leute darauf. Wir waren natürlich auch gespannt auf die ersten Kritiken. Wir sind ganz zufrieden. Wir sind nicht zeitgemäß, aber wir haben natürlich auch gemerkt, dass der gute alte Hardrock immer mehr wieder aufkommt.

HOM: Also, ich find Eure Produktion okay. Sie ist druckvoll... kommt gut.

Andy: Mir gefällt sie...

Corinne: Ja, super Job vom Bormann.

Biggi: (Brooke Lynn Promotion, aus dem Hintergrund). Das hab ich gerade auch gedacht! (lacht) Ihr könnt ja nicht sagen: Ey, die Produktion ist voll Scheiße...

Corinne: ... die Songs wären ja gut gewesen (lacht)

HOM: Das sollte man aber nicht unterschätzen. Ein Produzent kann eine Scheibe auch ganz schön verbocken.

Andy: Genau jetzt kommt der Punkt. Wenn ich irgendeinen Produzenten nehme und einfach kaufe, dann macht er das der Kohle wegen. Ich darf das so sagen, denn wir sind mittlerweile gut befreundet mit dem Michael Bormann. Ich glaube er hat da auch noch für sich ein Exempel statuiert, zu sagen: Wenn ich da schon eine Band habe, wenn wir schon befreundet sind, dann will ich auch das Beste liefern. Es ist ja auch für ihn selbst ein Abdruck, den er hinterlässt. Und ich hab mit ihm gesprochen: Er ist auch mit sich selbst zufrieden. Deswegen können wir zufrieden sein mit der Produktion.

HOM: Die nächste Frage geht dann klar an Dich, Corinne, als Texterin. Es gab doch einige Kritik, dass die Texte sehr einfach gehalten sind. Trifft so etwas dann?

Corinne: Nicht wirklich. (lacht). Es ist ja sogar eine Absicht dahinter. Die Musik ist sehr einfach gestrickt und ich versuche dann einfach auch verständliche Texte rüberzubringen. Gerade mit Refrains und so, dass die Leute mitsingen können. Die sollen einfach ins Ohr gehen. Man versteht was man sagen will...

HOM: Okay. Das funktioniert.
Eure musikalischen Einflüsse sind relativ eindeutig. Alte AC/DC, dann wenn man aus der Schweiz kommt, dann fällt der Name KROKUS zwangsläufig. Deswegen spare ich mir die direkte Frage und stell sie etwas anders: Was habt Ihr so für Scheiben in Eurer Plattensammlung stehen?

Corinne: A bis K... AC/DC und KROKUS... (lacht) Ne, ZZ TOP ist auch noch drin.

HOM: Stimmt. Bei einem Song habe ich da auch einen leichten Anklang rausgehört...

Corinne Frei

Corinne: Ne, das geht schon hauptsächlich in diese Richtung. Wobei ich nicht sagen kann, dass ich engstirnig bin. Es gibt schon auch andere Sachen... GUNS N'ROSES ist etwas vom Größten was es für mich gibt.

Andy: Ich kann mich nur anschließen. Für mich sind es diese Achtziger-CDs, die ich natürlich gerne höre. Sicher gibt es auch Neunziger- oder jetzt Zweitausender-Sachen, aber für mich muss ich sagen sind das eigentlich die Alben oder Bands, die ich favorisiere. Daher kommen wahrscheinlich die Einflüsse, was das Musikalische anbelangt.

HOM: Ihr geht ab 5. Mai zusammen mit JADED HEART auf Tour. Das ist Eure erste größere Deutschland-Tour, nehme ich mal an.

Andy: Das ist richtig.

HOM: Was habt Ihr da für Erwartungen? Was erhofft Ihr Euch von der Tour?

Andy: Ich würde so sagen: Erwartungen hat jeder persönlich, was er gerne haben möchte, oder was auf ihn zukommt. Als erste Tour und als Support, sollte man keine großen Erwartungen haben. Man sollte nehmen, was man kriegt, was man bekommt und damit mit einer Portion Selbstvertrauen und Lockerheit an die Sache zu gehen. So sind wir auch an die CD rangegangen und wir freuen uns riesig mit JADED HEART auf Tour zu gehen, das sie uns die Sache auch so ermöglichen. Meine persönliche Erwartungen: Gute Rock'n'Roll Shows, gute Leute zu treffen, uns bekannt zu machen, zu zeigen, dass es da noch eine Schweizer Band gibt, die etwas zu bieten hat. Das ist so mein persönliches Empfinden. Aber so als Band stellen wir keine große Erwartungen an diese Tour, dass man denkt, da muss jetzt Erfolg oder was auch immer kommen. Ich denke: Wir nehmen es, wie es kommt.

HOM: Und was kann das Publikum von Euch erwarten? Ich würde mal sagen eine schweißtreibende Rock'n'Roll Show.

Corinne: Ja!

Andy: Ja, ich denke schon. Es sind ja sehr rhythmische Elemente in unserem Sound und ich hoffe mal nicht, dass da jemand stehen bleibt, weil das geht ins Blut und wenn man sich hier nicht bewegt, dann hat man denke ich zwei Hunderternägel in den Füßen.

Amn: Ich werde das bei der Show in Ludwigsburg überprüfen.

HOM: In der Vergangenheit habt Ihr schon mit einigen namhaften Bands zusammen gespielt: KROKUS, UDO, DORO... Gibt es da einige erwähnenswerte Highlights... positiv wie negativ?

Corinne: Negativ eigentlich nicht. Sicher ein Highlight war das DORO-Konzert, besonders für Gabi, weil Doro ist wirklich eins ihrer größten Vorbilder und mal auf der gleichen Bühne zu stehen, das ist ein Highlight. Ich denke es ist immer interessant, mit solchen Größen zusammen ein Konzert machen zu können, auch mal die Leute kennen zu lernen.
War was Negatives dabei? Nö!

Andy: Das muss ich auch sagen: Wir sind immer sehr gut behandelt worden. Aber es kommt auch darauf an, wie man mit den Leuten umgeht. Ich meine, man nimmt, was man kriegt und ich hab auch gemerkt: Das sind erwachsene Leute, gestandene Musiker. Die haben es auch nicht nötig sich wie 'Kinder' aufzuführen, also ich sag das sehr mit Anführungszeichen. Ich hab nur sehr positive Erfahrungen erlebt und ich hab auch Gespräche gehabt, dass ich mal was fragen durfte oder dass sie einem mal angesprochen haben. Diese ganzen Klischees, die man da immer liest... Ich als Musiker bin da sehr angenehm überrascht worden und habe erfahren, dass das sehr interessante und nette Leute sind.

HOM: Ihr habt relativ viele Konzerte in Verbindung mit sogenannten 'Biker-Festivals' gespielt. Gibt es außer der Tatsache, dass diese Klientel für Eure Art von Musik sehr empfänglich ist eine weitere Affinität zu dieser Szene?

Andy: Hmm. Wir sind nicht die großen Biker, oder dass wir jetzt die dicken Harleys zu Hause in der Garage stehen haben. Ich hab ein Motorrad, aber ich glaube es ist eher wie du sagst eine Zielgruppe. Die Leute hören diese Musik gerne, und ich finde das Bikervolk sind wieder eine eigene Gruppe und mit denen kann man eine Menge Spaß haben. Wir als Musiker haben da mächtig Spaß auf diesen Festivals zu spielen, vor allem weil wir auch gerne ab und zu mal ein Bier trinken.

HOM: Klar, und diese Festivals sind natürlich auch was anderes wie diese - in Anführungszeichen - 'normalen' Konzerte, wo du einfach auf die Bühne gehst. Du bist da mitten drin in einem Event und der geht dann auch über längere Zeit. Auch als Band bist du da viel mehr integriert in das Ganze drumherum. Da spielst du nicht einfach deine Show und 'Tschüss, auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal.

Andy: Ganz genau. Klar, wobei ich anmerken muss, jetzt erleben wir das mal mit diesen Hallenkonzerten und wie das so ist mit einer Tour. Als nicht nur auf Bikerfesten zu spielen, oder in kleinen Lokalen, sondern jetzt wirklich auf dieser Tour in verschiedenen mittleren und größeren Lokalitäten zu spielen. Jetzt werden wir auch mal erleben, wie das ist und wir freuen uns auch auf diese Erfahrung.

HOM: Gut. Welchen Stellenwert habt Ihr in der Schweiz?

Andy: (lange Pause)

Corinne: Das ist jetzt aber eine schwere Frage... (lacht)

Andy Keller

Andy: Ach, es ist immer schwierig sich selber einzuschätzen in einem Markt. Ohne überheblich wirken zu wollen würde ich sagen, sind wir mit einem mittleren Bekanntheitsgrad ausgestattet. Da gibt es sicher andere Bands, die einen ähnlichen Bekanntheitsgrad haben. Wir sind sicher nicht im High-Level anzusiedeln, aber auch ganz sicher nicht im Low-Level als Schülerband. Also BLACKBURN sind rein von der Zeit her, die wir dabei sind, schon einigen Leuten aufgefallen.

HOM: Und wie ist eigentlich die Infrastruktur für Konzerte in der Schweiz? Ich weiß es von Deutschland aus eigener Erfahrung aus der Vergangenheit als Betreiber eines kleinen Clubs, dass es hier vor allem auf dem Land einige Auftrittsmöglichkeiten für Bands in kleinerem Rahmen, so einhundert, zweihundert Besucher, gibt. Gibt es auch so eine Art Clubszene in der Schweiz?

Andy: Jawoll. Im Umland der Städte und in den ländlichen Gebieten ist es sicherlich so, dass der Rock einen anderen Stellenwert hat als in der Stadt. Dort ist es sehr trendy und es werden auch viele Kommerzsachen gemacht.
BLACKBURN hat einige Lokale überlebt, wo wir gespielt haben und die irgendwann schließen mussten. Neue sind dazu gekommen. Es gibt einige wenige gute Lokalitäten wo man spielen kann, aber für uns ist klar, dass unser Weg über Deutschland führt. Wir haben einfach hier mehr Möglichkeiten zu spielen, als in der Schweiz.

HOM: Die Schweiz ist ja ein dreisprachiges Land. Ist das für Euch als Band eine besondere Herausforderung? Ihr kommt ja aus dem deutschsprachigen Teil. Es gibt den Französischsprachigen, den Italienischsprachigen...

Corinne: Es gibt auch noch den Rätoromanischen....

Andy: Vier Sprachen! Vier Sprachen!

Anm: Ja, sagt's mir nur! Wie konnte ich das vergessen? Ich, der so viel gälische Musik hört? Befindet sich das Rätoromanische in unserem Nachbarland kulturhistorisch in einer ähnlichen Lage wie die Gälische Sprache im Nordwesten Europas.

Corinne: Ich denke, weil wir so einfache Texte haben... (lacht) ... in Englisch, kann uns jeder verstehen, aber unsere Auftritte waren hauptsächlich in der Deutsch-Schweiz. Es gibt für uns keine Sprachgrenze. Ob man jetzt italienisch oder französisch spricht, wenn man in Rockkonzert geht, dann spielt das keine Rolle mehr. Also, ich sehe da kein Problem.

Andy: Das war doch jetzt mal eine Frage für Dich, Corinne.

Corinne: (lacht) Ja, eine Frage für mich... das war die absolute Frage für mich (lacht). Nee, wir sind alles Sprachgenies und sprechen französisch, italienisch... (lacht) Nee, nee...

HOM: Die Frage hatte den Hintergrund, dass ich auch hauptberuflich mit der Schweiz zu tun habe, und dabei die Mehrschprachigkeit immer eine gewisse Rolle spielt.

Andy: Geschäftlich gebe ich Dir Recht. Das sind eigene Kulturen. In der französischsprachigen Schweiz verkaufst du anders als in der deutschsprachigen. Aber was die Corinna richtig sagt: Musik kennt keine Grenzen. Entweder gefällt dir etwas, oder nicht. Ob das jetzt aus Deutschland kommt, aus der Schweiz oder Italien, das ist nicht wichtig. Das ist unsere Meinung.

HOM: Das sehe ich genauso. Jetzt noch eine ganz leichte, vielleicht aber auch ganz schwierige Frage: Wie sieht es mit Euren Ambitionen aus? Ich meine, vor zwanzig Jahren konnte man mit solcher Musik wie Ihr sie macht, sich durchaus noch Hoffnung machen irgendwann einmal davon leben zu können. Heute sieht das ein wenig anders aus.

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Corinne: Von dem Traum sind wir schon ein bisschen abgekommen. Ja, wie gesagt, wir sind nicht mehr zwanzig, wo man wirklich solche Träume hat. Aber es ist schon ein Riesenschritt wenn man vielleicht mit Teilzeit oder so sich ein bisschen mehr auf die Musik konzentrieren kann und damit durchkommt.
Ambitionen... So was wie diese Tour jetzt ist wieder ein nächstes Highlight. Dann fangen wir auch schon wieder mit der nächsten CD an und können dann hoffentlich wieder touren. Das entspricht dann schon so unseren Vorstellungen.

Andy: Wir sind realistisch. Allein von unserem Alter her jetzt nur auf die Musik zu setzen, wäre sicher falsch. Wir haben auch unsere Berufe gelernt. Aber wie gesagt: Ich sage niemals nie und wenn jetzt wirklich das gefragt ist, oder BLACKBURN richtig zündet, dann müssen wir sicher unsere Situation überdenken und überlegen, wie es weiter geht und ob man dann nicht versucht den entscheidenden Schritt zu gehen. Wie gesagt: Immer realistisch bleiben. Die Konkurrenz ist da und wichtig ist der Spaß an der Freude. Spaß zu haben auf der Bühne zu stehen und den nie zu verlieren und auf keinen Fall um alles in der Welt Erfolg zu haben. Einfach eine gewisse Lockerheit immer an den Tag legen.

HOM: Das klingt für mich aber nach einem guten Erfolgsrezept.

Andy: Ja. Ich denke das gilt im Leben für alle Leute. Wenn Du jetzt nur den Erfolg mit Druck suchst, dann hast du solche Scheuklappen. Du siehst nichts mehr links und rechts. Man sollte immer ein Auge auf links und rechts haben und nicht stur geradeaus mit Scheuklappen durchs Leben gehen.

HOM: Corinne hat es schon angesprochen. Ihr arbeitet bereits an einer neuen CD. Das wäre jetzt meine Abschlussfrage gewesen. Wie geht es nach der Tour mit JADED HEART bei Euch weiter? Die Tour ist sicher jetzt ein Einstieg, doch Ihr habt bestimmt schon Pläne, die darüber hinaus reichen.

Corinne: Wir sind schon dabei Songs zu schreiben. Bei uns gibt es da keinen Stillstand. Jetzt schauen wir mal was nach der Tour passiert. Die nächste CD ist geplant und das ist mal so die nähere Zukunft. Und was dann kommt...

Andy: Millionen! (lacht)

Corinne: Genau. (lacht)

HOM: Spontane Frage, die mir gerade noch so in den Sinn gekommen ist. Ihr habt auf der CD ja auch ein Duett mit dem Michael Bormann von JADED HEART aufgenommen. Gibt es das auch live als Duett?

Andy: Auf der Tour jetzt?

HOM: Ja. Würde sich ja anbieten.

Andy: Lassen wir uns überraschen.

An dieser Stelle beendeten wir den offiziellen Teil des Gesprächs, dem sich noch eine gute halbe Stunde Smalltalk anschloss, bei dem nicht nur ausführlich über unsere Plattensammlungen gefachsimpelt wurde, sondern auch ernstere Themen, wie die aktuellen Marktstrategien der Plattenfirmen zur Sprache kamen. Irgendwo ist es etwas schade, dass ich dies nicht ebenfalls aufgezeichnet habe.
Zum Schluss gilt festzuhalten, dass mit BLACKBURN eine neue Band am Start ist, die zwar musikalisch kein Neuland betritt, aber sowohl musikalisch als auch persönlich sehr sympathisch, frisch und ungezwungen auftritt.
Nutzt die Chance und schaut Euch BLACKBURN auf Tour mit JADED HEART an, um Euch ein eigenes Urteil zu bilden.

Andy und Corinne haben auch spontan noch fünf Exemplare von "Poker face" signiert, die wir an Euch weiter geben möchten. Wie heißt es so schön: Nicht mal der Tod ist umsonst. Der kostet das Leben. Also müsst ihr uns eine kleine Frage beantworten, was Euch nach einem kurzen Besuch auf der BLACKBURN-Homepage nicht all zu schwer fallen dürfte.
Wer spielt bei BLACKBURN welches Instrument, und wie lauten die Lieblingsbands der einzelnen Musiker?
Nachgelesen haben: Peter aus Braunschweig, Franz & Karin aus St. Margarethen in ?sterreich, Michael aus Grafing, Claus aus Brackenheim und Regula aus St. Gellen in der Schweiz. Viel Spa?!

Martin Schneider, 06.05.2004

 

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