Blackmore's Night

Ghost Of A Rose


CD-Review

Reviewdatum: 17.08.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Blackmore's Night
Ghost Of A Rose, Steamhammer/SPV, 2003
Candice NightVocals, Pennywhistle, Shawms, Cornamuse, Rauchpfeife, Chanters
Ritchie BlackmoreGuitars, Tambourine, Hurdy Gurdy, Renaissence Drum
Lord Marnen of WolfhurstViolin
Sir Robert of NormandyBass
Mike SorrentinoDrums, Percussions
Pat Regan & Minstrel Hall ConsortKeyboards
Gäste:
Lady MadelineHarmony Vocals
Lady NancyHarmony Vocals
Tim CotovBacking Vocals
Bard David of LarchmontBacking Vocals
Produziert von: Ritchie Blackmore Länge: 60 Min 18 Sek Medium: CD
1. Way to Mandalay9. Ghost of a rose
2. Three black crows10. Mr. Peagram's Morris and sword
3. Diamonds and rust11. Loreley
4. Cartouche12. Where are we going from here
5. Queen for a day (Part 1)13. Rainbow Blues
6. Queen for a day (Part 2)14. All for one
7. Ivory tower15. Dandelion wine
8. Nur eine Minute

BLACKMORE'S NIGHT verfügen mittlerweile über einen so prägnanten Sound, dass man sie schon nach wenigen Takten, spätestens aber mit dem einsetzenden Gesang eindeutig identifizieren kann. Dann ist es aber auch nicht weiter verwunderlich, dass das dritte Studioalbum nach dem ersten Eindruck wenig Überraschendes bietet.

Strauchdieb Richard von Blackmore und sein holdes Burgfrauchen Candice Night präsentieren die gewohnte Mischung mittelalterlicher und folkloristischer Klänge. Halt! Auf "Ghost Of A Rose" lautet die Marschrichtung dieses Mal weniger Mittelalter und dafür mehr Folk. Auch gut, zumindest über weite Strecken.
Positiv fallen die beiden vertretenen Coverversionen Diamonds and rust (Joan Baez) und das straight rockende Rainbow Blues (JETHRO TULL) auf. Letzteres dürfte sich mit dem dynamischen All for one schnell zu Publikumsfavoriten bei kommenden Konzerten entwickeln.
All for one dürfte den meisten Hörern auch schon als Sieben Tage lang von BOTS bekannt sein, wobei vorliegende Version noch um Passagen aus der norwegischen Weise Herr Manelig ergänzt wurde und Ritchie Blackmore ein bluesiges Gitarrenintro beisteuert wie man es von RAINBOWs Weiss Heim her kennt.

Wie immer erweisen sich die epischen, etwas düster-romantischen Stücke wie Ivory tower oder der Titelsong als weitere Höhepunkte, doch auch das melancholische Dandelion wine weiß zu gefallen.
Aber kein BLACKMORE'S NIGHT-Album ohne einen gehörigen Aussetzer. Das ist dieses Mal Three black crowes, das mit seiner flachen Kinderlied-Atmosphäre gegenüber dem Restmaterial deutlich abfällt.

"Ghost of a rose" bietet BLACKMORE'S NIGHT-Anhängern die erhoffte musikalische Vollbedienung in gewohnter Qualität. Wer allerdings bisher mit der Formation auf Kriegsfuß stand, wird sich durch dieses Album auch nicht eines Besseren belehren lassen.

Martin Schneider, 17.08.2003

 

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