Blackwater James

Blackwater James

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.11.2009
Jahr: 2009
Stil: Hard Rock, Retro Rock

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Redakteur(e):

Christian Gerecht


Blackwater James
Blackwater James, Blacklist Production, 2009
Christopher JamesVocals, Guitar
Deanna PassarellaGuitar
Josh BurnsBass
Todd SchlosserDrums
Guests:
Cara PollockKeyboards
Micheal Wilbon PiercyBacking Vocals
Produziert von: Gus Boxer Länge: 44 Min 36 Sek Medium: CD
01. All Fired Up07. Stone Cold
02. Midnight Train08. Sick Generation
03. Scandalize09. Wake Me
04. Roses & Rain10. Rock Steady
05. Taste11. 8 Letters Gone
06. Stand Up

-Und wieder mal eine junge Band aus dem Dunstkreis um Nashville/Tennessee! BLACKWATER JAMES nennen sich die vier, beinahe noch jugendlichen Musiker und sie hauen mit ihrem selbst betitelten Debüt dem Hörer mächtig eins auf die Glocke. Ihr Stil lässt sich am ehesten mit dem Hard Rock der 1970er, gewandet in die derzeit übliche, (zu?!) fette Produktion, beschreiben. Unter die Kategorie Southern Rock, wie von JFK empfohlen, würde ich die Musik der Band aber keinesfalls einordnen, denn da fehlen die wichtigsten Attribute.

Die Scheibe startet mit einem deftigen, aber doch eher beliebigen Hardrocker Namens All Fired Up. Nicht wirklich berauschend, aber von solider Machart. Erst der zweite Song (Midnight Train) weiß zu überzeugen; kommt immerhin mit mächtig angefuzzten Gitarren daher. Dass der Schreiber zu Distortionsgeräten eine besondere Beziehung pflegt ist ja keine Neuigkeit, weshalb Midnight Train, nicht zuletzt wegen eines ordentlichen Gitarrensolos, zu einem gerne wahrgenommenen, wirklich guten Take avanciert. Mit Scandalize folgt eine noch verfuzztere, aber auch eintönigere Nummer. Nicht wirklich zu bekritteln, aber auch nichts, über das man mehr als eine Zeile schreiben müsste.
Mit Roses & Rain stimmen BLACKWATER JAMES eine weitere, richtig gute Nummer an. Harte Gitarren, treibender Groove, klasse Soli. Da gibt’s nix zu mäkeln. Taste, Stonecold und Rock Steady driften sich mit geilen Riffs und auf ziemlich rotzige Weise in die Gehörgänge. Doch die Jungens (und das Mädel) können auch anders: Stand Up und Wake Me sind schleppende, aber auch laut werdende Halb-Balladen. Die eine mit trotzigem Refrain, die andere mit einer ganz hundsgemeinen Hookline.
Es geht aber auch auf die ganz harte Tour. Auf Sick Generation packen BLACKWATER JAMES das schwere Fichtenmoped aus. Da winkt Lawless' Chainsaw Charlie beinahe etwas verschämt aus dem dunklen Forst; seine Kettensäge hat nur einen knappen halben Meter und keine brüllenden Tremoli...!
Die Scheibe endet mit der (etwas weinerlichen) Ballade 8 Letters Gone. Die Nummer ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Irgend so 'n Schlangenzeugs halt...! Nein, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht, zumal der Song zum Ende hin nochmal ein wenig Gas gibt, aber so was in der Art hat der grau werdende Mann hinter der Tastatur halt schon tausend Mal gehört...

Trotz alledem gelang es dem Vierer aus Tennessee ein ganz ordentliches Album einzuspielen. Retro und Hard Rockern mit dem Hang zu frischen Bands (und hübschen Gitarristinnen) sei diese CD in jedem Fall ans Herz gelegt. Inwieweit sich BLACKWATER JAMES mit ihrer Musik auf einer, wie ich meine, durchwegs gemähten Wiese durchsetzen können, wird die Zeit zeigen. Einen Grundstein haben sie jedenfalls mit ihrem durchaus ansprechenden Debüt gelegt. Warten wir also mal ab, was die Zukunft bringt...

Christian "Grisu" Gerecht, 14.11.2009

 

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