Bladflowerz

Diabolic Angel

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.05.2002
Jahr: 2002

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Redakteur(e):

Martin Schneider


BL[A]DFLOWERZ
Diabolic Angel, Silverdust Records, 2002
Kirsten Zahn Vocals
Markus Visser Guitar
Daniel Mahl Guitar
Joachim Schulz Bass
Tim Schwarz Drums
Produziert von: Roger Grüninger Länge: 45 Min 51 Sek Medium: CD
1. Fatal Kiss6. Sadness
2. Diabolic Angel7. Mea Culpa
3. Lovesick8. Tears Of The Night
4. One Second9. Cold Rain
5. Ablaze10. Season Of Love

Nach END OF GREEN bescheren uns Silverdust mit BL[A]DFLOWERZ gleich einen weiteren heißen Newcomer.

"Diabolic angel" ist eine der CDs, bei der ich gleich beim ersten Hördurchgang dachte: Wow! Das iss es! Die Band aus Schwäbisch Hall, die ihre Wurzeln sowohl im Wave als auch im Metal der 80er hat, präsentiert uns ein kerniges Gothic-Rock-Album der gehobenen Klasse.
Dabei vereinen sie das Beste aus beiden Welten. Die Melancholie und Erhabenheit des Gothic trifft auf harte Rockgitarren. LACUNA COIL und FLOWING TEARS begegnen GUANO APES und DIE HAPPY, um mal ein paar bekannte Namen zur groben Orientierung ins Spiel zu bringen.

So weit so schlecht, denn mit dieser Melange sind BL[A]DFLOWERZ nicht ganz alleine auf weiter Flur. Die Band hat allerdings einige überzeugende Argumente am Start, mit denen sie sich deutliche Vorteile gegenüber den durchschnittlichen Genrekollegen verschaffen.
Zum einen haben die Schwaben einige richtig gelungene Songs, wie One second, Fatal kiss oder Diabolic angel geschrieben, die durchaus auch bei einem größeren Publikum Anklang finden könnten. Diese hat man in ein recht bodenständiges Soundgewand gepackt. Wo andere mit mächtigen Keyboardwogen ihre Produktion plätten und es mit Bombast und Pathos zuweilen übertreiben, da setzen BL[A]DFLOWERZ auf harte Gitarren und vor allem packende Melodien.

Ein weiteres großes Plus ist Sängerin Kirsten Zahn, die mit ihrem ausdruckstarken, kraftvollen und emotionalen Gesang zu überzeugen weiß. Um so unverständlicher, dass diese angenehme, dunkle Stimme bei Sadness durch einen Effekt-Overkill ihrer magischen Wirkung beraubt wird.
Glücklicherweise bleibt dies der einzige grobe musikalische Fauxpas, den sich die Band auf diesem Album leistet.

Ansonsten ist "Diabolic angel" ein sehr ansprechendes Debüt, das Lust auf mehr macht und überdeutlich aufzeigt, welch großes Potential in dieser Band steckt. Von den BL[A]DFLOWERZ werden wir in den nächsten Jahren sicher noch einiges positives hören.
Bis dahin solltet ihr "Diabolic angel" unbedingt mal antesten, vor allem wenn euch an "Assembly" von THEATRE OF TRAGEDY die elektronischen Elemente und die etwas poppige Ausrichtung zu sehr störten.

Bleibt zum Schluss noch die Frage, warum die Reihenfolge der Titel auf der Promo-CD nicht mit der Beschriftung auf dem Cover übereinstimmen. In Zeiten des kalten Krieges wäre die Antwort einfach gewesen: 'Just to confuse the Russians!'.

Martin Schneider, 12.05.2002

 

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