Blindstone

Manifesto

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.11.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Steve Braun


Manifesto, Grooveyard Records, 2003 [2008]
Martin J. AndersonGuitars & Vocals
Jesper BunkBass
Benjamin HoveDrums
Gäste:
Anders HvidtfeldtDrums on # 11, 12 und 13
Joe Romagnola2nd Guitar on # 13
Produziert von: Martin J. Anderson & Joe Romagnola Länge: 63 Min 56 Sek Medium: CD
01. Wasted Days08. By Grabthar's Hammer
02. Temple Trippin'09. Are Aou Experienced?
03. Somewhere10. Sleeping Alone
04. Say It Ain't So11. Funkadelic Medley
05. Open Up Your Heart12. Dirty Love
06. Unifunk (It's Time)13. Gonna Be More Suspicious
07. Groovin'

Die Power-Blues-Formation BLINDSTONE haben kürzlich ihre zweite Scheibe "Freedom's Calling", besprochen von unserem Jürgen Ruland, herausgebracht. Nun wird auch die Debüt-Scheibe von 2003, "Manifesto", wiederveröffentlicht worden. Das rührige Grooveyard-Label, führend im Bereich des Hendrix-orientierten Power-Blues, zeichnet dafür verantwortlich. Gerade Skandinavien scheint ein fruchtbarer Boden für dieses Genre zu sein. KAMCHATKA, SKY HIGH, PLANKTON und MOUNTAIN OF POWER, um jetzt nur 'mal die bekanntesten zu nennen. Speziell aus Dänemark, der Heimat der BLINDSTONEr, sei noch das grossartige PAUL HALBERG POWER TRIO erwähnt. In den Fußstapfen all derer bewegen sich die Jungs von BLINDSTONE. Vor allem Jimi Henrix hat nicht nur seinen Song Are You Experienced? hinterlassen. Sein Spirit zieht sich durch nahezu alle Songs. Manchmal würde man allerdings BLINDSTONE etwas mehr Mut zur Eigenständigkeit wünschen.

Das dänische Trio liefert handwerklich hervorragende Arbeit ab. Vor allem Gitarrist Martin J. Anderson setzt mit mächtigen Riffs und sphärischen Soli beachtenswerte Duftmarken. Die Rhythm-Section, Jesper Bunk und Benjamin Hove, ist stets tight und druckvoll. Leider weist das Songmaterial an sich gelegentliche Schwächen auf. Startet das Album mit vier bärenstarken Songs, so widerholt sich so manches im Laufe der Spieldauer. Dies liegt auch am passablen, aber wenig variablen Gesang Andersons. Allerdings ist auch kein Ausfall dabei - einzig das balladeske Sleeping Alone ist, obwohl nun wirklich ein Kontrapunkt von "Manifesto", eher beliebig.
Die stärksten Momente zeigen BLINDSTONE, wenn rhythmische Riffs, oft leicht funky vorgetragen, die Songs vorantreiben. Hier seien besonders Wasted Days, das an manchen gelungenen Song CREAMs anschließt, Temple Trippin' und Unifunk (It's Time) lobend erwähnt. Groovin' bietet rappige Gesangseinlagen, die über metal-lastige Riffs gelegt wurden, und sei ebenfalls hervorgehoben. Besonders fein ist die Instrumental-Nummer By Grabthar's Hammer ["Grabthar" dürfte durch den Sci-Fi-Klassiker "Galaxy Quest - Planlos durch's Weltall" bekannt sein], die sich mit wahrhaftig "spacigen" Gitarren aus dem allgemeinen Power-Blues-Rock abhebt. Open Your Heart hat sehr schöne Hooklines und gehört ebenfalls zu den besten Songs auf "Manifesto".

Dagegen wissen die drei Bonus-Tracks nicht durchgängig zu überzeugen. Hierbei ist vor allem Zappas Dirty Love etwas daneben. Nur wenig besser kommt George Clintons Funkadelic Medley daher. Diese funkigen Heavy-Riffs wurden zuvor bereits reichlich bemüht. Gonna Be More Suspicious ist dagegen ein gigantisches Cover Robin Trowers. Hier ist "Mr.Grooveyard" Joe Romagnola, der Chef des Labels, persönlich an der zweiten Gitarre zu hören und liefert sich sphärische Duelle mit Martin Anderson.

Unabhängig einiger Kritikpunkte kann BLINDSTONEs "Manifesto" den Angehörigen der Lance Lopez-Fraktion unter uns Blues-Fans durchaus empfohlen werden. Der dichte, organische Sound, dieser Spirit der 70ies wärmt das Herz in der beginnenden kalten Jahreszeit und ist eine anti-alkoholische Alternative zum Glühwein.

Steve Braun, 24.11.2008

 

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