Blue Mountain

Omnibus

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 19.07.2008
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Omnibus, Blue Rose Records, 2008
Cary HudsonVocals, Electric & Acoustic Guitars, Harmonica
Laurie StirrattBass, Vocals
Frank CoutchDrums, Percussion
Produziert von: Blue Mountain Länge: 51 Min 57 Sek Medium: CD
01. Blue Canoe08. Bloody 98
02. Myrna Lee09. Mountain Girl
03. Lakeside10. Band Called Bud
04. Soul Sister11. Poppa
05. Generic America12. Hippy Hotel
06. When You're Not Mine13. The One That Got Away
07. Wink Of An Eye14. Sleeping In My Shoes

Für viele wird es sicherlich sensationellere Musicbiz- Nachrichten geben, als die Reunion der guten alten BLUE MOUNTAIN, die in den Neunziger Jahren, also in der Blütezeit der sogenannten No Depression-Ära, einige tolle Alben veröffentlichten, bis sich die Band 2001 desillusioniert und ausgebrannt auflöste und das Ehepaar Cary Hudson und Laurie Stirratt getrennte Wege ging, um unter eigenem Namen ihren bescheidenen Erfolg zu suchen. Im treuen Americana-Fan-Zirkel jedoch evoziert die neuerliche Zusammenarbeit von Hudson, Stirratt und Frank Coutch als reformierte BLUE MOUNTAIN, neben echter Freude und temporärer Gänsehaut, auch einiges an Erwartungshaltung, denn die musikalische Messlatte des Trios liegt, gemessen an vergangenen Tagen, recht hoch.
Wer übrigens mehr über die Band-Historie in Erfahrung bringen möchte, gehe doch bitte auf die Website ihres neuen deutschen Labels Blue Rose Records.

Die Reunion wird nun also eingeläutet mit einem selbst produzierten "Best-of"-Album, welches uns unter dem Namen "Omnibus" zunächst mit auf die Reise nimmt, in die Welt ihrer alten Alben. Die Combo fährt von Station zu Station, pickt sich die griffigsten und schönsten Songs ihrer schillernden Vergangenheit heraus und präsentiert sie mit frischer Energie. Wobei, offen gestanden, diese 2008er Neueinspielungen, neben aller handwerklichen Qualität, die Recordings der Neunziger Jahre soundtechnisch nicht überflügeln können und den ohnehin tollen Songs kaum neue Facetten abgewinnen können. Bei den "Dog Days"-Tracks fehlt z.B. die Gitarre von Eric Ambel und dessen sichere Produktionshand. Alles in allem kann der Sound dieser selbst produzierten Neueinspielungen nicht vollends überzeugen. Manchmal klingt's ein wenig muffelig und wenig transparent, was allerdings die unbedingte Qualität der Kompositionen nicht wesentlich schmälert.

Der Sinn dieses Albums ist ein anderer: "Omnibus" darf man wohl als Ausrufezeichen verstehen. Eine lieb gewonnene Band ist zurück im Rennen und macht mit einem gut vernehmbaren Räuspern auf sich aufmerksam, veröffentlicht eine ohnehin längst überfällige "Best-of"-Scheibe (neben der 2001er Live-Retrospektive "Tonight It's Now Or Never"), die zudem auch noch ganz frisch einspielt wird und für BLUE MOUNTAIN-Neueinsteiger eine willkommene Gelegenheit bietet, die Band auf zeitsparende Weise bestens kennen zu lernen.
Für die längst Eingeweihten stellt "Omnibus" quasi einen Appetizer nach Maß dar, denn in wenigen Wochen erscheint, ebenfalls bei Blue Rose, das unlängst produzierte und mit brandneuen Tracks bestückte Folgealbum "Midnight In Mississippi", auf das wir alten Hasen aber nun wirklich gespannt sein dürfen. Bleibt zu hoffen, dass BLUE MOUNTAIN dieses Mal zur rechten Zeit auf der Bildfläche erscheinen, und nicht nur wenig lukrative Lobeshymnen allerorten einheimsen, sondern auch mal ein paar Tausend Platten verkaufen, um den alten Wahlspruch, 'No Depression', endlich auch mal ausleben zu können. Bald wissen wir mehr ...

Frank Ipach, 19.07.2008

 

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