Bo Ramsey

Fragile

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 21.07.2008
Jahr: 2008

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Bo Ramsey Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Fragile, Bo Ramsey Records, 2008
Bo RamseyVocals, Electric & Acoustic Guitars, Lap Steel, Weissenborn
Jon PennerBass
Steve HayesDrums, Percussion
Ricky PetersonB-3, Keyboards
Marty ChristensenBass
Pieta BrownWurlitzer Piano, Acoustic Piano
Benson RamseyKeyboards
Produziert von: Bo Ramsey & Pieta Brown Länge: 41 Min 52 Sek Medium: CD
01. Can't Sleep07. In The Woods
02. Tell Me Now08. Same For You
03. Away09. From Buffalo To Jericho
04. Dreamland10. And I Wonder
05. Fragile11. I Don't Know
06. Burn It Down

Bo Ramsey, den viele womöglich nur als Sidekick bzw. Produzenten namhafter Kollegen wie Lucinda Williams, Kevin Gordon, Greg Brown und Pieta Brown kennen, beschert er uns nun, nach seinem dem guten, alten Blues gewidmeten letzten Album mit ausschließlich Fremdkompositionen ("Stranger Blues"), sein neuestes Werk mit absolut frischem Material aus eigener Feder, das mit "Fragile" nur allzu treffend betitelt ist.

Was sich da innnerhalb der 11 Tracks an musikalischen Unaufgeregtheiten und instrumentalen Spannungsbögen entfaltet, kommt einem Tanz auf dem Hochseil gleich. Man muss schon gewaltig aufpassen, um hier nicht den Faden zu verlieren, die Konzentration hoch zu halten bzw. dem Fluß der Kompositionen zu folgen. Die Kopfhörer seien dem Connaisseur als probates Mittel wärmstens zu empfehlen.
Bo Ramsey gestaltet seine neuen Songs sehr simpel, meist nur auf zwei, drei Akkorden aufbauend und entfaltet, sofern man sich nicht ablenken lässt, einen gewissen hypnotischen Sog, der dem Tänzer auf dem Hochseil quasi die Stange hält. Lässige, stoische Südstaaten-Grooves mit reichlich Tremolo-Gitarre und formidabler Slide-Arbeit des Meisters durchwehen dieses subtile Tonwerk. Lässt man sich jedoch durch irgend etwas irritieren, zerplatzt die eigene Aufmerksamkeit mit einem lauten Knall, man fällt hinunter in die Tiefe und zerbricht.

Kurzum, "Fragile" schlingert, je nach Gemütslage und Fokus des Hörers, zwischen fesselnder Spannung und plätschernder Langweile. Bo Ramseys Stimme, die mehr einem bärbeißigen Grummeln nahe kommt und mitunter mal an Captain Beefhearts Erzähl-Bariton oder Mark Knopflers bzw. J.J. Cales lässige Inbrunst erinnert, ist sicherlich nicht angetreten um einen Schönheitspreis zu ergattern. Nein, sie will Geschichten vermitteln, gewährt uns Einblicke in die heutigen USA, ein Amerika das in den Augen Ramseys offenbar vor einer Zerreißprobe steht.
Eifrige Helfer bei diesem Unterfangen sind u.a. Bo Ramseys Schützling Pieta Brown, die mit tröpfelnden Piano-Fills die Atmosphäre benetzt und eine Rhythmus-Section, die vor lauter Coolness ihresgleichen sucht. "Fragile" überzeugt trotz aller vordergründigen Schlichtheit mit tiefer Musikalität und bebender Spannung.

Frank Ipach, 21.07.2008

 

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