Bob Dylan

Wolfgang Niedecken

Wolfgang Niedecken über BOB DYLAN

( English translation by Google Translation by Google )

Buch-Review

Reviewdatum: 08.03.2021
Stil: Folk Rock
Autor: Wolfgang Niedecken
Seitenzahl: 240
ISBN: 978-3-462-00120-4
Preis: 14,00 EUR

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Verlag: Verlag Kiepenheuer & Witsch


Redakteur(e):

Epi Schmidt


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Und wieder wurde wurde die KiWi-Musikbibliothek um zwei weitere Bände aufgestockt: Im Band 12 der Seerie hat sich die mehrfach ausgezeichnete Autorin Melanie Raabe LADY GAGA gewidmet. Es ist wohl eher ein Zufall, dass Fräulein Raabe ebenso in Köln residiert, wie der Verlag Kiepenheuer & Witsch. Im Falle von Wolfgang Niedecken ist die Location eher kein Zufall. Genauso wenig, wie das Thema, zu welchem der BAP-Vorstandsvorsitzende den elften Band der Musikbibliothek beisteuert: Bob Dylan. Wer sonst?

Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass mit Niedecken der kompetenteste Autor für Dylan verpflichtet wurde, den die deutsche Musikszene aufzuweisen hat.Wer sonst hat sich so mit Musik, Leben, Einflüssen, eigentlich allem, was mit Dylan zusammenhängt, beschäftigt und wurde gleichzeitig so massiv von diesem beeinflusst? Umso mehr verwundert, wie der Internatsschüler Niedecken Mitte der 60er auf die Frage nach Bob Dylan mit “Keine Ahnung, kenn ich nicht, wer soll das sein?“ geantwortet hat. Nicht das einzige Mal, dass man interessiert/verwundert die Augenbraue hebt und zu einem kleinen Schmunzeln animiert wird.

Womit auch schon klar wäre, es geht hier zwar um den großen Minnesota-Barden, aber auch um den Kölner Musiker. Zu sehr steckt der in der Materie, als dass es nicht permanente Querverweise gäbe. Den perfekten Rahmen bildete die Reise, die Niedecken (u. a. mit Hannes Rossacher) durch Amerika unternahm, um für Arte die Dokumentation “Prophet eines anderen Amerikas/Wolfgang Niedecken auf den Spuren Bob Dylans USA“ zu drehen. Und wir sind sozusagen Teil der Reisegesellschaft. So gelangen wir natürlich in die Geburtsstadt Duluth und den Ort des Heranwachsens, Hibbing, wie auch nach New Orleans, New York (natürlich), Woodstock (dem Ort, nicht dem Festival), wo er mit den HAWKS, bzw. THE BAND, Bekanntschaft machte, wie auch an die Westküste, nach L.A., Frisco und San Diego, wo die Reise mit einem Konzert Dylans beendet wurde.

Während dieser Reise lernen wir viel über Dylan und nahezu ebenso viel über Niedecken. Es hängt nun einmal (fast) alles mit allem zusammen. Alles fliest. Erwartungsgemäß halten wir uns da auf, wo sich die beiden Sänger am wohlsten fühlen. In den Künstlervierteln, den Bookshops, kleinen Cafés, wenig glamourösen Hotels/Motels und natürlich geschichtsträchtigen Orten. Häusern, in den Aufnahmen stattfanden, Straßen oder Orte, die in irgendeiner Weise mit Dylan verbunden sind. Und da eben Niedecken mit Dylan so verbunden ist, kriegen wir auch davon eine Menge mit. Welche Songs oder Textzeilen – sowohl bei BAP, wie auch auf den Soloscheiben – von Dylan direkt oder indirekt beeinflusst wurden. Manchmal deutlich, manchmal eher subtil. Einfach plump zu klauen, käme für Niedecken aber ebenso wenig in Frage, wie den Meister mit Worten dabei zu unterbrechen, wenn dieser das Musikinstrument gründlich checkt, welches er ihm im Auftrag einer Firma Backstage überreicht.

Wenn man nur ein bisschen Fan von Dylan ist, oder ein bisschen Fan von Niedecken, tut man sich – oder anderen – mit diesem Buch etwas Gutes. Hinterher hört man deren Musik wieder ein klein wenig anders. Und ich sehe jetzt zu, dass ich mir den angesprochenen Dokumentationsfilm besorge und freu mich schon, was da künftig noch für Ausgaben in dieser Serie erscheinen.

 

 

 

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