Bochum, Matrix, 18.04.2007

Na, das fängt ja gut an."SAVAGE CIRCUS spielen nicht!" bekommt man gleich am Anfang gesagt.Bassist hat was am Arm, kann nicht spielen. Ersatz war wohl nicht zu bekommen, somit wurden die Sets der anderen Bands etwas ausgedehnt. Irgendwo witzig, weil es im Vorfeld Gerüchte gab das SC-Mastermind Thomen Stauch die Tour nicht mitspielen würde. Ich bin nun gespannt wann bzw. ob ich SAVAGE CIRCUS jemals live zu sehen bekomme. Schade, Schade.

Als erste Band gingen TEMPESTA auf die Bühne. Die Schweizer promoteten ihr Album "Full Time Joker" ausgiebig und wussten mit ihrem Metalgefärbten Hardrock zu begeistern. Rheto Thalmann, schick mit Cowboyhut, klingt wirklich wie James Hetfield, überhaupt erinnern viele Stücke ein wenig an METALLICA zur "Load/Reload" Zeit. Schade nur, dass wenige Fans das auch so sahen, die meisten Leute trieben sich noch in der Kneipe oder im Vorraum rum. Solider Gig der Schweizer, wenn sie auch ein wenig hüftsteif agierten.

Tempesta Tempesta

TOMMORROW'S EVE aus Deutschland sind eine Wucht. Mit ihrem QUEENSRYCHE-lastigem Prog-Metal, lassen sie das Publikum erstmal schlucken. "Schwere Kost", meint Kollege Harry zu mir. Recht hat er, aber dennoch hervorragend umgesetzt. Eine Band, die es sicher noch weit bringen wird. Auch hier ein Bassmann krank: Regelmitglied Chris Dörr hatte sich eine Sehnenscheidenentzündung zugezogen, wurde aber von einem hervorragenden Mann ersetzt, dessen Name ich leider nicht mitbekommen habe. Wahnsinn, wie schnell er sich die komplexen Bassläufe drauf geschafft hat. Die Band um Sänger Martin LeMar weiß mich auf ganzer Linie zu überzeugen, und die Dosis Power Metal die sich in fast allen Songs wieder findet, sorgt auch für den Headbang-Factor vor der Bühne. Diese Jungs habe ich nicht zum letzten Mal gesehen!

Tomorrows Eve Tomorrows Eve

Kurze Umbaupause und schon stehen CIRCLE II CIRCLE auf der Bühne. Und die zeigen von Minute 1 an, was 'ne gute Bühnenshow ist. Paul Michael Stewart und Evan Christopher bangen was das Zeug hält, sind ständig in Bewegung, Andy Lee an der Leadgitarre hält sich da doch eher im Hintergrund und abseits des Spotlights. Und Zak Stevens? Der sorgt für die großen theatralischen Gesten (und natürlich den Gesang).

Circle II Circle Circle II Circle

Los ging's mächtig stark mit dem Opening der "The Middle of Nowhere", mit All That Remains und Open Season, um genau zu sein. Danach folgte fast das gesamte "Burden Of Truth" Album, was auch Sinn macht, da es sich ja um ein Konzeptalbum im Stile von DaVinci Code handelt, also von den vermeintlichen Abkömmlingen Jesus und Maria Magdalenas, die Songs allerdings bunt durcheinander gewürfelt. Das Publikum ist begeistert, hottet ab und mit den SAVATAGE Klassikern Taunting Cobras, Handful of Rain und Edge of Thorns endet dann eine fulminante Show und ein toller Konzertabend.

Circle II Circle Circle II Circle

Das nur cirka 180 Leute den Weg in die Matrix gefunden haben, war eine Schande. Einen so genialen Konzertabend mit ausnahmslos hervorragenden Musikern bekommt man so schnell nicht wieder serviert. Und das ganze auch noch zum moderaten Preis. Es ist natürlich möglich, dass die plötzliche Absage von SAVAGE CIRCUS einige wieder zur Abreise bewogen hat. Immerhin hatte man so schön Platz zum gucken, sag ich jetzt mal ganz eigennützig.

Circle II Circle Circle II Circle

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