Death Angel

Delirious

Bochum, Matrix, 07.07.2004

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 07.07.2004

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Bochum, Matrix, 07.07.2004

Ja, da kommt man in Bochum an, et pisst wie Hölle, und dann? Dann hat man einen der geilsten Abende überhaupt. Das Matrix in Bochum ist ne geile Location, und gibt so'n bisschen US-Club Feeling rüber, für mich als Fotografen heißt das natürlich: "Rein ins Getümmel", Fotograben ist nicht. Ich hoffe, Ihr wisst diese Bilder zu schätzen...

Derlirious Als erstes kommen DELIRIOUS aus Hamm, die anscheinend ihren eigenen Fanblock mitgebracht haben, auf die Bühne. Ab der ersten Nummer geht es ab wie Sau, die Menge bangt als ob der Headliner spielt. Ich hatte ja gehört, dass die Jungs auch beim Rock Hard Festival abgeräumt haben, aber das hätte ich jetzt nicht erwartet. Absolut geiler Gig (und Sänger Betty lässt sogar mich noch schmal aussehen...) und am Ende standen die meisten Fans mit auf der Bühne um diesen gelungenen Gig abzufeiern.

Death Angel Über die zweite Band, C-FICTION, decke ich mal das Mäntelchen des Schweigens. Obwohl zweite Band des Abends, hatten sie knapp 15 Zuschauer mit ihrem "Linkin Park-möchte-gern-Cossover-Verschnitt". Die DELIROUS Fans fanden sich erst wieder zu DEATH ANGEL im Zuschauerraum ein, und ich tat das gleiche. Nee, die mussten nicht sein. Da trinkt man sich derweil doch lieber ein lauwarmes Fiege-Pils...

Death Angel Nach längerer Umbaupause gings endlich los. DEATH ANGEL enterten die Bühne. Und das mit Körper-Kontakt. Die Jungs spielten fast inmitten der Fans, nix Graben, nix hohe Bühne, die Fans sind eh total aus dem Häuschen und bekommen dafür eine Metal Vollbedienung mit Arsch-Tritt-Faktor 10.

Death Angel Ob Voratious Souls, Bandlands, Evil Priest oder Man Without Anguish, jeder Song knallt voll, und schon nach kurzer Zeit macht sich Swamp Feeling breit - der Schweiß fließt in Strömen. Wahnsinn, was die fünf da auf die Beine bringen.
Gegen diese Soundwand kann man nur mutig anrennen, die bläst jeden weg. Die ersten Stagediver gehen auch ihrem Hobby nach, so musste ich immer aufpassen ob nicht gleich mal jemand auf meinem Objektiv landet. Solch einen Alarm vor und auf der Bühne habe ich seit Jahren nicht mehr miterleben dürfen. Wahnsinn.

Death Angel Gespielt wurde ein buntes Gemisch aus alten Klassikern (auch Veil Of Deception war sehr zu meiner Freude dabei, einfach genial) und Songs vom neuen Album.
Kill as One durfte als Highlight natürlich auch nicht fehlen, und nach 2 Zugaben, oder 100 Min. Adrenalin pur war es dann vorbei.

Death Angel Man glaubt fast nicht, dass die Jungs vor 20 Jahren auch schon so abgeräumt haben, eventuell war es auch gutn so lange pausiert zu haben. Abnutzungserscheinungen gibt es bei dieser Combo jedenfalls keine. Timingschwierigkeiten bei den doch recht komplexen Stücken konnte ich auch nicht feststellen.
[Das ist bei Tempo 350 auch ganz ganz schwer, Herr Kollege. Red., Abt. Verkehrsberuhigung]

Death Angel Wir erinnern uns: Vor rund 14 Jahren haben sich DEATH ANGEL nach nur 3 Alben (die allesamt Klassiker des Thrash Metals sind) aufgelöst. Einige der Bandmitglieder haben dann die Band ORGANIZATION gegründet, verschwanden dann aber auch irgendwo im Nichts, oder in unbekannteren Bandprojekten ohne großen Erfolg. Erst bei der Benefit Thrash Attack, zugunsten von Chuck Billy (TESTAMENT), reformierten sich DEATH ANGEL wieder. Da die Jungs da genau so abräumten wie hier in Bochum, kamen gleich weitere Angebote für Gigs, ein Plattenvertrag lies auch nicht lange auf sich warten.

Die Band genoss den Auftritt sichtlich, wenn auch nur vor etwa 250 Zuschauern, und gaben alles. Hoffentlich kommen sie bald wieder in unsere Breiten. Sollte man definitiv nicht verpassen!

Jörg Litges, 16.07.2004

 

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