Bochum, Matrix, 10.05.2007

Eine Truppe alter Herren baten zum Tanz und das Hooked on Music folgte natürlich willig.

UNREST eröffneten den Abend. Schon seit Ende der 80er dabei, waren sie quasi die Youngster am heutigen Abend und konnten mit ihrem kraftvollen Metal die schon recht zahlreich vorhandenen Fans begeistern. Ich muss gestehen, dass ich das Set vom Bierstand aus mitverfolgte, zu viele alte Kollegen waren am Start und man feierte Wiedersehen.

Unrest Unrest

Als nächste standen VENGEANCE auf dem Programm. Ich fand VENGEANCE früher immer Scheiße. Echt. Frag mich nur warum? OK, ich habe damals fast nur SAVAGE GRACE, ANTHRAX, ABBATOIR, EXODUS und Konsorten gehört. Da passen posende Holländer nicht unbedingt ins (Welt-)Bild. Mit der damaligen Besetzung hat die Truppe die hier auf der Bühne steht aber auch nicht viel gemein. Außer Sänger Leon Goewie ist keines der Originalmitglieder mehr dabei.

Vengeance Vengeance

Juckt auch keine Sau ob Original oder nicht. Aber, genial was die Holländer abliefern. Da saß jedes Riff genau da wo es hin musste, das Stageacting war unterhaltsam und die Songauswahl bot alles von neu bis alt. Leon ist immer noch der Kasper der Truppe, kokettiert mit nettem holländischen Akzent mit dem Publikum, ist sich für nix zu schade, verkleidet sich bei What Women Want mit Handtuch um den Kopf als Hausfrau, kommt als Scheich bei Arabia durchs Publikum getrappst und endet schließlich mit dem üblichen Bier auf dem Kopf (Öffnung nach unten!) War wirklich klasse was VENGEANCE heute geboten haben, und SINNER hatten es schwer das zu toppen.

Vengeance Vengeance

Vengeance Vengeance

Endlich mal wieder SINNER auf einer Bühne in meiner Nähe. PRIMAL FEAR sind ja geil, aber ich habe SINNER vermisst. Unter dem Motto: "Das beste der letzten 20 Jahre" (oder so ähnlich) hat Matt auch mächtig Spaß inne Backen. Später verriet er, dass es wohl die beste Show der Tour bis dato war.

Vom neuen Longplayer "Mask Of Sanity" gabs nur The Other Side und Badlands zu hören. Ungewöhnlich aber wahr. Los gehts mit Graveyard Symphony gefolgt von Coming Out Fighting. Das Publikum geht genau so ab wie die Band. Die Pause vom Heavy Metal, sprich PRIMAL FEAR, und wieder mehr zum Heavy Rock gewandt, steht Matt gut. Arsch treten ohne zu metallisch zu sein.

Sinner Sinner

Born To Rock, Signed, Sealed And Delivered: Klasse! Als auch noch Knife In My Heart in einer Kick-Ass-Variante intoniert wird, bin nicht nur ich happy. Der ganze Saal singt lauthals mit. Den Text scheint jeder noch so junge SINNER-Fan zu kennen. Auch der Band sieht man den Spaß den sie haben an. Sie zocken sich relaxt durch die gesamte Show und vergessen auch nicht, sich fotogerecht in Szene zu setzen. Als Matt die T-Shirts im Publikum mustert, erkennt er einen Fan im Schalke-Shirt und hofft das sie Dortmunds Arsch treten würden. Leider wurde ja nix draus.

Sinner Sinner

Rebel Yell hätte man sich kneifen können, aber die Fans wollen was zu singen haben. Higher Level Of Violence und Danger Zone beenden dann einen Klasse Abend. Vorher gab's aber noch was von THUNDERHEAD zu hören, Henny Wolter und Klaus Sperling sind ja ehemalige Mitglieder der Band. Inzwischen war die Uhr schon gegen zwölf vorgerückt und nicht nur ich bemerkte, dass sich die Zuschauerzahl verringert hatte. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, musste die Show leider eher verlassen. Schade drum.

Sinner Sinner

Nee. War richtig gut! Dass die "Mask Of Sanity" hier und heute nicht wirklich promoted wurde, hat keinen gestört, die meisten Zuhörer wollten eh das alte Zeug hören! Und ich habe den Ohrwurm schon wieder im Kopf ". I'm a Fool.But I'm Still Loving You."

CD-Review - LAURA COX - Burning Bright

CD-Review - HALFORD - Celestial

CD-Review - BEYOND THE BLACK - Heart Of The Hurricane - Black Edition

CD-Review - POSSESSED - Revelations Of Oblivion

 


Konzerttipps:

 

(C) 2008 - 2019 by Hooked on Music