Threshold

Serenity
Machine Men
Communic

Bochum, Matrix, 03.09.2007


Konzertbericht

Reviewdatum: 03.09.2007

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Bochum, Matrix, 03.09.2007

Der heutige Abend sollte einer mit vielen positiven Überraschungen werden. Lange hatte ich mich gefreut COMMUNIC endlich mal live zu sehen, das Gesamtpackage war auch sehr ansprechend, um so seltsamer, dass sich nur etwa 150 Fans einfanden.

Als Opener gab es gleich die erste Überraschung namens SERENITY. Die sympathischen jungen Österreicher verstehen ihr Handwerk. Ihr Melodic-Metal mit progressiven Einschüben wusste nicht nur mich zu begeistern und zog doch einige Leute vom Bierstand vor die Bühne. Einzig die für meinen Geschmack zu skandinavisch klingenden Keyboards störten ein wenig.
Promotet wurde natürlich das erste Album "Words Untold And Dreams Unlived". Als Zugabe ertönte dann ein mir sehr bekannter Song: Edge of Thornes, in einer grandiosen Version. Sänger Georg kann Jon Oliva am Mikro zwar nicht ersetzen, CIRCLE II CIRCLEs Zakk Stevens kommt er aber schon verdammt nahe!

Serenity Serenity

Kurzer Umbau und MACHINE MEN kamen zu mäßigem Applaus auf die Bühne. Isses so schön an der Tränke, oder wo sind alle?
Circus Of Fools als Opener zeigt wo der Hammer hängt. So hart hätte ich MACHINE MEN nicht erwartet. No Talk Without The Giant und Apathy vom 2005er "Elegies" Album folgten und Sänger Antony begrüßte die Fans. Ohne Reaktion. Selbst auf mehrfache Nachfrage erfolgte nur ein allenfalls müdes Röhren. Naja. Die Jungs machten gute Miene zum bösen Spiel und zockten munter weiter. Shadow Gallery, Dying Without A Name; gefiel mir, was die Finnen da trieben. Am Rande sei noch bemerkt, dass Bassmann Eero der Sohn Johnny Winters sein könnte. Solide Arbeit, ich hatte es weichgespülter erwartet. Super-Gig!

Machine Men Machine Men

Nu endlich: COMMUNIC. Wenn Mastermind Oddleif Stensland endlich seinen Dayjob quittieren und sich ganz der Band widmen würde, nicht auszudenken wo die Jungs jetzt stünden. So gab's mal wieder eines der seltenen Gastspiele. Was mich zu Beginn der Show gnadenlos umhaute, ist der Sound in den ersten Reihen. Es war dermaßen schweinelaut, dass ich die Songs nicht auseinander halten konnte. Erst auf Höhe des Mischpults gings einigermaßen. Sicher, die Matrix ist klangtechnisch schaurig schön, aber dermaßen brutal muss es ja auch nicht sein.

Communic Communic

Die Band selber spielte supertight, die Filigranität eines Waves of Visual Decay oder Oceans Bed litt allerdings unter dem Sound. Aber, die Band machte Spaß, hatte Bock zu spielen, die Fans feuerten an und Oddleif grinste permanent über beide Backen.

Communic Communic

Mit THRESHOLD hatte ich selber jetzt nie die Menge zu tun, ich kannte einige Songs, aber als Fan oder Kenner der Band kann man mich nicht bezeichnen. Auch fehlen mir Vergleiche zu Mac (dem ausgeschiedenen Sänger) und Damian Wilson, dem zurückgekehrten Originalsänger. Seine Arbeit machte er gut, stimmlich gab es nichts zu mäkeln. Überhaupt: Die Band ist musikalisch/technisch sicherlich eine der Besten, die ich letztlich gesehen habe, soundtechnisch sind sie die besten des Abends. Gitarrist Pete Morton spielte auch noch bei der Britpop-Band SOLILOQUY, und hat immer eine Grimasse für den Fotografen über. Steve Anderson am Bass kam mir ein wenig tuckig rüber (lag es am Jazz-Background?), freute sich aber über jedes grinsende Gesicht im Publikum, das gehörig mitfeierte.
Leider hatten sich die Reihen nach dem COMMUNIC-Gig gelichtet, was aber wohl an der schon fortgeschrittenen Stunde und den Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr lag. An der Band jedenfalls nicht. Wie meinte Kollege Volker Jäkel zu mir: "Eine sympathische Band, aber mit Mac war sie sympathischer".

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