Magnum

Gwyn Ashton

Bochum, Matrix, 23.03.2011

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 06.04.2011
Stil: Rock, Blues

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Redakteur(e):

Maurice Schreiber


Magnum, Gwyn Ashton,
Bochum, Matrix, 23.03.2011

Alle Jahre wieder kommen die Könige des britischen Melodicrocks, MAGNUM aus England, nach Deutschland, um die Freunde anspruchsvoller und mystischer Rockmusik in ihren Bann zu ziehen. Dieses Mal haben die Jungs das im Januar erschienene neue Werk „The Visitation“ im Gepäck, das sie am heutigen Abend in der gut gefüllten Matrix in Bochum den Anhängern live präsentieren. Auch wenn es ein Mittwochabend ist, füllt sich die Matrix heute sehr gut, und einige hundert, zumeist ältere Rockfans, finden sich ein, um eine der dienstältesten Hardrockinstitutionen aus Großbritannien auf der Bühne zu erleben.

Im Vorprogramm rockt zunächst GWYN ASHTON aus Australien die Bude. Und wie! In rund 45 Minuten werden einem hier dermaßen coole Bluesrock-Nummern um die Ohren gehauen, daß man glatt vergißt, warum man überhaupt gekommen ist. Man könnte meinen, STEVIE RAY VAUGHAN oder gar HENDRIX stünden auf der Bühne. Das Publikum steht mit offenen Mündern da und rockt ordentlich mit. Ohne Bassisten, dafür aber mit einem umso energetischeren jungen Drummer, lernt man hier wieder kennen, was es bedeutet, Musik mit Herz und Seele zu machen. Klasse! Nummern wie All over now, Mad Dog oder Cross Road Blues des letzten Albums „Two-Man Blues Army“ gehen mal richtig ab und lassen niemanden kalt. Egal, ob E-Gitarre oder akustische Klampfe, Gwyn und sein Drummer (ein ganz junger Kerl, der übrigens besonders gut aufgelegt zu sein scheint und richtig Spaß in den Backen hat!) ziehen alle Register ihres Könnens, und da ist es egal, daß diese Art von Musik eigentlich gar nix mit MAGNUM zu tun hat. Das Vorwärmen ist hiermit bestens gelungen! Der Gang zum Merchstand wird hier fast schon zur Pflicht bzw. Selbstverständlichkeit, allein schon um nach der Show mit dem sehr sympathischen GWYN ASHTON bei einem Bierchen etwas zu plaudern!

Nach diesem fulminanten Start und einer recht kurzen Umbaupause ist es dann endlich soweit und die Großmeister MAGNUM betreten die Halle. Es ist mittlerweile in den vorderen Reihen schon mächtig voll geworden und man darf auf den Auftritt ordentlich gespannt sein. Im Endeffekt ist es so, daß man von MAGNUM keinen wirklich schlechten Auftritt erwarten kann. Zu lange sind sie im Geschäft, zu routiniert kommen sie rüber und zu viel Klasse und Magie haben einfach ihre Alben und Songs, und so stimmt auch heute wieder alles. Klar, älter, teils merklich älter, werden sie von Jahr zu Jahr, doch die Passion, die in den Songs steckt, merkt man ihnen immer noch gut an. Gitarrist und Hauptsongwriter Tony Clarkin ist introvertiert wie eh und je, Keyboarder Mark Stanway wirkt wie ein Rockstar, und über Gottsänger Bob Catley weitere Worte zu verlieren wäre vertane Zeit: Der kleine Mann mit dem unglaublichen Gesichtsausdruck und den wilden Gesten schafft es immer wieder, eine verzauberte Stimmung zu erzeugen, die man nur als magisch bezeichnen kann. Die relativ neueren Zugänge Al Barrow am Bass und Harry James (ex-THUNDER) an den Drums komplettieren zudem das stabile und eingespielte Line-Up. In knapp zwei Stunden Spielzeit wird ein Repertoire aus den letzten Alben und einigen Klassikern zum Besten gegeben, wobei das Jahrhundertalbum „On a storyteller's night“ natürlich wieder im Mittelpunkt steht. Keine Frage, Songs wie How far Jerusalem oder Just like an arrow dürfen einfach nicht fehlen. Aber auch neuere Klassiker wie When we were younger oder Brand new morning oder Songs des aktuellen Albums „The Visitation“ reihen sich wunderbar in die Liste der klassischen Stücke ein. Die Band ist genauso begeistert wie das Publikum, was es ihr mit entsprechendem Applaus dankt. In dieser tollen Verfassung wollen wir die grandiosen Magnum noch lange erleben!

Fazit: Einmal mehr zeigen die Referenzrocker, wo in Sachen proggigem Melodicrock der Hammer hängt und wie es gemacht werden muß. Ein weiterer unvergesslicher Abend mit MAGNUM und einer Wahnsinns-Vorband!

Maurice Schreiber, 23.03.2011

 

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