Grave Digger

Powerwolf

Bochum, Zeche, 31.10.2007


Konzertbericht

Reviewdatum: 31.10.2007

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Bochum, Zeche, 31.10.2007

31.10.2007; Zeche Bochum; ein historischer Tag. GRAVE DIGGER haben sich mit einem zweiten Gitaristen verstärkt und heute findet der erste Gig in erweiterter Besetzung statt.

Als Vorgruppe (passend zu Halloween?) wurden POWERWOLF verpflichtet, die dem zu 70% aus Kuttenträgern bestehendem Publikum schon mächtig einheizten. Wer die Band noch nicht kennt: Sie kommt aus Transsylvanien und sieht auch so aus, bleich wie ein Geist und schwer "unheimlich". Na ja, nicht wirklich. Viel zu sympathisch kommen die Jungs rüber und in Wirklichkeit sind sie aus Saarbrücken und heißen RED AIM. Aber man kann schon Spaß an der Freud haben, wenn man die Band beobachtet. Musikalisch auf der traditionellen Seite gelegen, gibt Frontman Attila Dorn (geboren am 06.06.1666) den einen oder anderen Grund zu grinsen: ".mein Gewand ist geplatzt, ich glaube ich habe zugenommen!...". Alle Klischees, die man mit Stichworten wie Transsylvanien, Dracula oder auch Black Metal verbindet werden bedient, ohne die Musik zu vergessen, die gut reingeht. Mehr als die ersten Reihen toben mit, und irgendwie schade, dass es nach 45 Minuten schon vorbei ist. Klasse Band mit nettem Gimmick!

Powerwolf Powerwolf

Kurze Umbaupause, Bierchen besorgt und GRAVE DIGGER sind dran. Vor der Show antwortete Manni auf meine Frage, ob sie nervös seien: "Ich nicht, aber Thilo" Der neue Mann in der Band heißt, für die die es noch nicht wissen, Thilo Hermann, war früher unter anderem bei RUNNING WILD, hat aber 6 Jahre quasi pausiert und viel zu kurze Haare - (bangen ohne Matte geht gar nicht. selbst bei Basser Jens wachsen die Flusen langsam wieder). Witzbold Chris stellte ihn übrigens als Thilo "Neumann" vor, was wohl bei einigen zu Verwirrungen führte.

Grave Digger Grave Digger

Man merkt gleich bei Liberty Or Death und Son Of Valhalla, also von Anfang an, fetter breiter Sound und Stimmung bis in die letzten Winkel der Zeche. Ich sehe GRAVE DIGGER zum dritten Mal in diesem Jahr, und für mich liegt dieser Gig noch vor dem Rock Hard Festival Auftritt. Im Januar in der Weststadthalle wirkten die Jungs nervös auf mich, heute nicht, obwohl es ja einen Grund gäbe.

Grave Digger Grave Digger

Grave Dancer, Lionheart, Hammer! Manni Schmidt hat die Gitarrenarrangements mit Thilo auf 2 Gitarren umgeändert, das knallt nur so aus den Boxen, die Soli sind schön zweistimmig und gehen von rechts nach links. Thilo ist noch ein wenig scheu, steht lieber außerhalb des Lichtkegels und lässt erstmal alles auf sich wirken. GRAVE DIGGER sind ja auch nicht irgendwer, grade hier im Pott hat die Band Kultstatus, und jede Änderung wird so skeptisch beäugt wie frisches Fett in der Friteuse der Pommesbude an der Ecke.

Grave Digger Grave Digger

"Reaper" HP wird erfolgreich mit seinen Keyboards hinter der Kulisse versteckt, (warum eigentlich, weiß doch eh jeder, dass es ihn gibt!?). Jens und Stefan legen einen beißenden Rhythmusteppich vor, während Chris Boltendahl wie immer mit dem Publikum kokettiert, allerdings auch nach zweimaliger Verwarnung zwei Störenfrieden in den ersten Reihen mit Rauswurf und Zeigefinger drohen muss.

Grave Digger

Hauptaugenmerk am heutigen Abend hat aber generell die Gitarrenarbeit, und die ist klasse, um nicht zu sagen genial. Die Setlist, eine Best-Of-Compilation, Lionheart, Rheingold, Highland Tears, The Round Table, um nur einige Schmankerl zu nennen, neben den Standards wie The Last Supper, Knights Of The Cross, The Grave Digger oder Morgana Lefay, und das den Abend beschließende Heavy Metal Breakdown, bei dem dann kräftig gemosht wird.

Grave Digger Grave Digger

Zwei Stunden Vollbedienung sind nun um, und ich muss sagen: Thilo ist ein Gewinn für die Band, die Zusammenarbeit mit Manni klappt hervorragend, und wie ich hörte, waren die zwei Shows die auf Bochum folgten noch besser. Eigentlich kaum zu glauben!
Feuerprobe bestanden!

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