Rage

Edenbridge

Bochum, Zeche, 01.04.2008


Konzertbericht

Reviewdatum: 01.04.2008

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Bochum, Zeche, 01.04.2008

Der heutige Start in den Konzertabend ist mit Problemen übersäht: Erst das übliche "Duisburg über Essen nach Bochum"-Stau Problem, was uns schon eine saftige Verspätung einbringt - aber so ist es halt wenn die Show schon um 19 Uhr beginnt - dann noch diese kleine Einlassproblematik an der Tür, die aber schnell und unbürokratisch gelöst wird. Ein dickes Danke an die Verantwortlichen.

Somit sind EDENBRIDGE schon mitten in ihrem Set, die FREAKOZAKS haben wir leider komplett verpasst. EDENBRIDGE selber erinnern mich an zahme NIGHTWISH, schlecht sind sie sicher nicht, aber irgendwie empfinde ich sie als eintönig. FREEDOM CALL vor 2 Jahren haben da aber ganz andere Stimmung gezaubert!

Edenbridge Edenbridge

Umbaupause (mit den üblichen Werbeeinblendungen für Merch auf einer Leinwand) und RAGE entern zum Intro von Carved In Stone vom neuen Album die Bühne. Genial. Die Stimmung ist von Anfang an sehr gut, Heimspiel halt. Peavy meint gleich, er kenne mindestens jedes zweite Gesicht. Nahtlos weiter geht's mit Drop Dead, bevor dann Under Control aus der Mottenkiste gebuddelt wird.

Bei Soundchaser muss ich mich ernsthaft entscheiden, ob ich fotografiere oder bange. Der Sound ist genial, man sieht der Band die Spielfreude geradezu an. Victor haut ein kompliziertes Riff nach dem anderen raus, und auch Neuzugang Andre Hilgers weiß zu überzeugen. Ich hatte Zweifel ob er das Drum-Tier Mike Terrana vollwertig ersetzen kann. Möglicherweise trommelt Andre nicht mit soviel Power, dafür mit wesentlich mehr Gefühl! Wirklich geil. Gedankt wird es ihm mit viel Applaus und AXXIS AXXIS-Rufen (wo der gute Mann ja auch hinter der Schießbude sitzt).

Edenbridge

Days of December, Refuge (auch ein gern gehörter Oldie) und ein drittes Mikro wird aufgebaut. Der Mammutsong vom neuen Album "Carved in Stone" Lord Of the Flies wird angestimmt, und zwar mit Mädel! Jen Majura, die RAGE auch bei der Aufnahme im Studio unterstützte, kommt im schicken Gothic-Outfit auf die Bühne, um den Song live zu präsentieren. Das hat Klasse, bei anderen Bands käme die weibliche Stimme vom Band!

So sehr ich Victor Smolskis Gitarrenspiel mag, seine Soloeskapaden sind am heutigen Abend etwas daneben, zumindest da wo ich stehe, hört es sich stark nach Kakophonie an. Die Umstehenden tauschen unverständliche Blicke aus, auch für mich klingt es, als ob zwei verschiedene Lieder zeitgleich intoniert werden.

Unity, Down, Set This World On Fire, kurzes Drum-Solo von Andre, der Gott sei Dank keine 15 minütige Selbstbeweihräucherung seiner Fähigkeiten braucht, und mit Long Hard Higher Winter (laut Setlist), einem Medley aus Long Hard Road, Higher Then The Sky und Don't Fear The Winter endet das Konzert.

Edenbridge

Klar, das damit nicht Schluss ist, für Open Up My Grave und dem unvermeidlichen Straight To Hell, ohne das niemand nach Hause geht, kommen RAGE noch mal auf die Bühne zurück.

Wieder mal eine überzeugende Show der Metal-Urgesteine. Ich denke, es gibt wenige bis keine Bands, die mit 3 Leuten einen dermaßen derben, aber doch differenzierten Sound abliefern. Spielfreude ist eh immer vorhanden, deswegen werde ich mir auch die nächsten Tourneen von Peavy & Co reinziehen. Geiler Abend! Rage on!

Bitte schaut euch unbedingt die Fotostrecke vom Konzert an!

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