Dan Baird

Bochum, Zeche, 09.11.2010

( English translation by Google Translation by Google )

Konzertbericht

Reviewdatum: 09.11.2010
Stil: Hard Rock

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Dan Baird @ facebook



Redakteur(e):

Maurice Schreiber


Dan Baird & Homemade Sin,
Bochum, Zeche, 09.11.2010

Es ist einer von jenen Abenden, den man verflucht: Es regnet in Strömen, es ist kalt, man befindet sich in Hetze auf der Autobahn Richtung Essen/Bochum, und man verfährt sich. Zudem noch ein ellenlanger Stau. Und so bleibt die Hoffnung, dennoch die altehrwürdige Location der Zeche in Bochum rechtzeitig zu erreichen, um auch ja nicht den Beginn der langersehnten Show eines absoluten Großmeisters des klassischen amerikanischen Southern-/Bluesrocks zu verpassen: DAN BAIRD und seine HOMEMADE SIN! Zudem gibt es am heutigen Abend keine Vorband, so daß es direkt gegen halb acht losgehen soll. Gut, daß es dann doch etwas später wird, und somit bei noch zeitigem Eintreffen in der Zeche wenig los ist und man erstmal durchatmen kann. Heute wird es dann doch noch ein sehr familiärer, entspannter Abend werden. Das deutet sich schon an der Hallenausstattung an: Mitten im Raum stehen Tische, und die meist älteren Fans, insgesamt nicht über geschätze 80 bis 100, stellen sich entspannt an diese und schlürfen das eine oder andere Bierchen. Ein schöner Rahmen, um eine coole Rock'n'Roll-Show zu geniessen!

Und so geht es los und in gut zwei Stunden bekommt der Fan eine heiße Rockshow voller Hits, Cover-Nummern, Improvisationen und viel, viel Spielfreude um die Ohren und Augen geknallt! Hier sind absolute Vollblutmusiker am Werk, die völlig routiniert wirken und selbst richtig Spaß haben, zeitlosen und schweißtreibenden Rock zu zocken! Dan Baird an der Gitarre/am Gesang, Mauro Magellan – schon seit den 80ern bei den GEORGIA Satellites - an den Drums, Keith Christopher am Bass und der JASON AND THE SCORCHERS-Gitarrist Warner E. Hodges wissen sehr gut, wie man immer wieder für Überraschungen sorgt und viel Abwechslung an den Tag legt. So kommt es, daß sich die Setlist von Abend zu Abend ändert und immer wieder neue Songs/Abwandlungen vorgetragen werden. Sowohl alte GEORGIA SATELLITES-Nummern (z.B. Sheila, Keep your hands to yourself), aktuelle Songs (She dug me up) werden vorgetragen, ebenso wie Überraschungshits anderer Künstler (I don't need no doctor von HUMBLE PIE oder American Girl von TOM PETTY). Und das alles extrem flüssig und spontan. So muß das sein! Man bekommt quasi eine Lehrstunde des klassischen Rocks, wobei viel Spielraum bleibt für ellenlange Soli und Gitarrenduelle. Besonders auffallend das Dauergrinsen auf den Gesichtern der Musiker, trotz einer Menge Schweißperlen! Auch Drummer Magellan trommelt wie ein junger Spund und zeigt es so manch einem jungen Nachwuchs-Trommler, wie es sein muß! Das Publikum wirkt anfangs noch etwas verhalten, doch zum Ende hin gehen alle mit und zeigen Ihre absolute Begeisterung.

Und so freut man sich schon jetzt auf das nächste Konzertevent mit DAN BAIRD, vielleicht schon im nächsten Jahr, da er sich doch schon recht häufig in den kleinen Clubs hierzulande blicken läßt. Nach der Show gibt es noch die Gelegenheit zu einem Plausch mit Dan vor dem Merchandise-Stand und so gehen alle zufrieden nach Hause. Da ist es auch egal, ob es regnet, kalt ist, oder ein Stau wartet. Gefühlt ist man irgendwo im amerikanischen Süden. Immer wieder gerne!

Maurice Schreiber, 09.11.2010

 

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