Accept

Grand Magus

Bochum, Zeche, 07.06.2011


Konzertbericht

Reviewdatum: 05.07.2011
Stil: Heavy Metal

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Redakteur(e):

Maurice Schreiber


Accept, Grand Magus,
Bochum, Zeche, 07.06.2011

ACCEPT scheinen gerade ihren 2. Frühling zu erleben. Nach dem bärenstarken Comebackalbum „Blood Of The Nations“ mit dem neuen Sänger Mark Tornillo (ex-TT Quick) im vergangenen Jahr, das - anfänglicher Skepsis zum Trotz - völlig zurecht in der Metalpresse und bei den Fans Höchstwertungen erhielt und überall nach allen Regeln der Kunst abgefeiert wurde, war auch die Tour am Anfang diesen Jahres äußerst erfolgreich und gut besucht. Von daher wurden weitere Termine zusätzlich hinzugeschoben, und an diesem Abend gastieren die Pioniere des deutschen Metals aus Solingen/Nashville in der ebenso legendären Bochumer Zeche. Im Vorprogramm hat man als besonderen Leckerbissen zudem die starken GRAND MAGUS aus Norwegen mit im Gepäck. Zu einem fairen Eintrittspreis also die geballte Ladung Metal, so wie es sich gehört!

GRAND MAGUS starten dann sehr pünktlich, leider etwas ZU pünktlich, nämlich vorher als angekündigt, so daß spät Eingetroffene den Anfang nicht mitbekommen. Dies ist schon ägerlich. Doch leider steht der Rezensent auch noch ewig im Stau, so daß der Auftritt komplett verpasst wird. Augen- und Ohrenzeugen zufolge sollen GRAND MAGUS jedenfalls das Haus ordentlich gerockt und bestens auf ACCEPT eingestimmt haben. Mit ihrer Mischung aus traditionellem Metal und Doom passen sie auch stilistisch sehr gut zum Headliner, so daß auch nicht viel schiefgehen kann. Das Publikum ist wohl dementsprechend begeistert und gut gelaunt und damit auch bestens für ACCEPT gewappnet!

Dann ist es endlich soweit und ACCEPT lassen es von Anfang an ordentlich krachen! Los geht es mit dem neuen Track Teutonic Terror von „Blood Of The Nations“, der mit seinen messerscharfen Riffs direkt in die Gehörgänge des Publikums gefräst wird. Leider fällt direkt auf, daß nur ein Gitarrist, nämlich Wolf Hoffman, auf der Bühne steht, da Herman Frank aufgrund eines Bühnenunfalles in Amerika die weitere Tour leider nicht mit fortsetzen kann. Wollen wir hoffen, daß er sich gut erholt und schnell wieder auf die Beine kommt! Wolf Hoffmann ist jedoch ein Vollprofi, der diese Situation mit Bravour meistert und den Verlust mit seinem Spiel ausgleicht. Zudem ist die Stimmung in der proppevollen Zeche so gut, daß die Fangemeinde völlig aus dem Häuschen ist und ACCEPT voller Begeisterung zujubelt. Die Setlist ist mit einer gesunden Mischung aus Klassikern und Songs des neuen Albums wunderbar ausgewogen. Ob New World Coming und Pandemic von „Blood Of The Nations“ oder Überklassiker wie Up To The Limit und Neon Nights, die Wirkung ist gleich: Die Zuschauer bangen mit, Pommesgabeln werden gen Bühne gestreckt und die Bude kocht über! Hier wird klar geklotzt und nicht gekleckert! Die Jungs sind wirklich bestens eingespielt, voller Energie und haben merklich Spaß an der Sache. Mark Tornillo kreischt wie ein junger Gott, die Drums von Stefan Schwarzmann sind punktgenau und der wummernde Bass von Peter Baltes groovt ohne Ende. Zum Ende hin wird nochmal das volle Brett aufgefahren: Balls To The Wall, Burning, I'm A Rebel! Mehr Klassiker geht nicht und die knapp 2 Stunden Spielzeit werden voll ausgereizt. Der Sound in der Zeche stimmt auch, so daß es an diesem klasse Gig wirklich nicht auszusetzen gibt! Lediglich die Hitze wird irgendwann sehr unerträglich, so daß sich der eine oder andere entscheidet, den Biergarten hinter der Halle aufzusuchen und ein kühles Bierchen zu schlürfen. Nach dem Gig kommen sogar die Jungs von ACCEPT selbst dorthin, trinken mit den Fans einen mit und unterschreiben fleißig Autogramme und lassen sich auf Fotos ablichten. Soviel Fannähe macht sie umso sympathischer!

Fazit: ACCEPT sind definitiv wieder da und halten die Flagge des unverfälschen, teutonischen Stahls nach oben! Weiter so, Jungs!

Maurice Schreiber, 07.06.2011

 

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