Bonnie Bishop

The Walk

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 04.10.2019
Jahr: 2019
Stil: Americana
Spiellänge: 39:42
Produzent: Steve Jordan

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Promotion: Oktober Promotion


Redakteur(e):

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Bonnie Raitt

Judith Owen

Titel
01. Love Revolution
02. Keep On Moving
03. The Walk
04. Every Happiness
 
05. I Don't Like To Be Alone
06. Women At The Well
07. Song Don't Fail Me Now
Musiker Instrument
Bonnie Bishop Vocals, Piano
Steve Jordan Drums

Es geschieht nicht selten, dass ausgebrannte und strauchelnde Musiker ihre Musik zu selbstherapeutischen Zwecken nutzen und sich die Last von der Seele singen und schreiben. So auch die im Jahre 2013 Grammy gekürte Bonnie Bishop (den ausgezeichneten Song findet man auf Bonnie Raitts „Slipstream“-Album), die sich nach schier endlos scheinendem Tourneestress in die selbstgewählte Ruhe verabschiedete, sich in professionelle Therapie begab und vor allen Dingen zwischen den Mühlsteinen des zermürbenden Nashville Musik-Business hervorkroch, um sich in ihre Heimat Texas zu flüchten.

Das Ergebnis dieser sogenannten Selbstreinigung finden wir nun auf Bishops neuen Album „The Walk“. Ein Werk, das mit seinen gerade mal sieben Songs (allerdings auch ein paar Siebenminüter) den steinigen Weg der ambitionierten Musikerin in selbstreflektorischer Manier nachzeichnet. Dies alles wirkt jedoch nicht weinerlich, sondern sehr aufgeräumt,dankbar und durchaus optimistisch. Offenbar ist der aparten Bonnie Bishop die Kehrtwende noch rechtzeitig gelungen. Nicht umsonst hören einige der Nummern auf Namen wie The Walk, Keep On Moving und Every Happiness.

Star-Produzent und Drummer Steve Jordan (John Mayer, Keith Richards, Robert Cray) hat sich gemeinsam mit der Texanerin für einen sehr rhythmus- und groovebetonten Sound entschieden, der sich jedoch einen Tick zu häufig im Midtempo-Bereich räkelt und nicht durchgängig eine Dynamik vorhält, die den Hörer über die gesamte Strecke zu fesseln vermag. Insbesondere bei den Siebenminütern hätte man durchaus ein wenig straffen können, um die Spannungskurve hochzuhalten.

Glücklicherweise darf man Bonnie Bishop mit dem Attribut famose Sängerin schmücken und ihre Studio-Band groovt wunderbar geschmeidig vor sich hin, so dass sich die bemäkelten Episoden wirklich im Rahmen halten. In vielen Momenten erinnert der Sound und die Atmosphäre an Spätsiebziger Valerie Carter Veröffentlichungen, verströmt eher kalifornisches denn texanisches Flair. Auch die Hörer, die Sängerinnen wie Judith Owen oder Beth Hart mögen, werden der lächelnden Bonnie Bishop auf ihrem Weg folgen wollen. Frei nach dem Motto eines ihrer besten Albumsongs: Keep On Moving.  

 

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