Bootcut

De Fluff

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.01.2007
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Jürgen Gallitz-Duckar


Bootcut
De Fluff, Eigenvertrieb, 2006
Rikard Sjöblom Hammond B3, Nord Electro 2, ARP Pro Soloist
Petter Diamant Drums, Percussion, Whistling
Gäste:
Peter Frederiksson Trombone (Fresh Free Fruit)
Kristoffer Liljedahl Saxophone (Fresh Free Fruit)
Per Nilsson Solo Guitar (Soul P.D.)
Christer Jäderlund Vocals (Soul P.D.)
Rasmus Diamant Flute (Hot Chocolate), Double Bass (Immortal Session)
D-Cuts Turntables (Mutta)
Frederik Andersson Solo Guitar (Mutta)
Produziert von: William Blackmon & Bootcut Länge: 52 Min 16 Sek Medium: CD
1. Fresh Free Fruit7. Hang 'Em high
2. Funck The Living Dead8. Hot Chocolate
3. Quintus Quest9. Mystic Dildo
4. Aerobreaking10. Immortal Session
5. Soul P.D.11. Crazy Cookie
6. Istället För Att Jag Kom Till Skogen Kom Skogen Till Mig12. Mutta

Seltsame Klänge aus Elchland. BOOTCUT sind ein Duo, ein Orgel-Drums Duo. Damit sind sie zwar nicht allein auf weiter Flur, aber sehr oft trifft man die Kombination nicht gerade an. Wo aber HARDIN & YORK einen groovigen Mix aus frühem Progressive Rock und R&B kreierten (remember The Pike!!!! - eines der allerschönsten Orgel-Drums Stücke ever), wo Talbot & White - aus Paul Wellers ehemaliger Band - zwischen gutem Funk und Pop und Rock pendelten, servieren uns diese Crazy-Schweden von allem ein bisschen und doch wieder nicht.

Die Stücke sind meist rockig, dann wieder soulig, oder spielen mal ganz kurz jazzig oder funkig dahin und bringen dann z.B. Jimmy Smith ins Gedächtnis. Sie erinnern aber auch oft (sehr oft!) an hammondgetränkte Lounge-Songs der späteren 50er-, frühen 60er-Jahre, so wie sie damals in Bars dahindudelten.
Was mir dabei allerdings komplett fehlt sind Songs, Komponiertes, das in irgendeiner Weise hängenbleibt, hängenbleiben soll. Weder ist der Sound so aufregend, dass man dauernd zuhört, noch sind die instrumentalen Leistungen derart atemberaubend, dass sich meine Ohren Richtung Boxen drehen, noch gibt es Lieder, Stücke, Songs, die mich irgendwie packen. Da hilft auch kein Sänger (wie bei Stück Nr. 5) oder scratchender DJ (wie beim letzten Stück).
Das ist alles ganz nett zu hören. Das kann prima nebenbei laufen und ab und an horch ich auch mal auf, weil da wirklich ein schöner Orgellauf stattfindet oder weil Rikard Orgelmeister grade mal ausführlicher soliert und damit natürlich an alle bekannten Hammond-Heroes erinnert. Aber so recht werde ich nicht schlau daraus, was die Burschen eigentlich wollen. Vielleicht ist alles ja nur als großer Spaß gedacht. Die Coverfotos, wo die beiden in barocken Kostümen in einem Lustgarten à la Louis XIV herumtollen, könnten da als Beweis dienen. Oder auch die Betitelung des Albums, das da ja komplett "La Création De Bootcut De Fluff Ca. 1704 Ad" heißt. Ebenso spricht die Titelauswahl der Stücke Bände.

Wahrscheinlich bin ich da halt einfach nur ein zu verkopfter Deutscher, der 'nen Sinn in der Sache sucht oder für derart platten Humor keinen Nerv hat. Drum grübel ich jetzt nicht weiter nach, sage noch mal ausdrücklich, dass diese Musik wunderbar nebenbei laufen kann, wenn man z.B. im Haushalt Dinge zu erledigen hat, und sie ansonsten weder verärgert noch langfristig erfreut. Seltsame Klänge aus Elchland eben.

Jürgen Gallitz-Duckar, 09.01.2007

 

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