Born For Bliss

Between Living And Dreaming

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 28.05.2010
Jahr: 2010
Stil: Gitarren Wave

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Redakteur(e):

Dirk Schulte


Born For Bliss
Between Living And Dreaming, Echozone, 2010
Frank WeyzigVocals, Guitar, Keyboards & Samples
Willem van AntwerpenDrums, Pecussion & Drumloops
Remco HelbersChapman Stick
Gast:
Danielle KoolVocals on Winter Tears and Perfect Skin
Produziert von: Frank Weyzig Länge: 74 Min 56 Sek Medium: CD
01. Empty Room09. Edge Of Perfection
02. Any More10. All Away
03. Kindred Spirits11. Between Living And Dreaming
04. Winter Tears12. This Love (Demo)
05. Believe13. Ylene (Demo)
06. Tony14. Dragon (Demo)
07. Shades15. All Away (Remix)
08. Perfect Skin

Guter Wein gewinnt ja mit langer Lagerdauer an Güte und Geschmack, funktioniert das auch bei Musikaufnahmen? Immerhin sind die Stücke auf der Ende April erschienenen CD “Between Living & Dreaming“ von BORN FOR BLISS bereits 1999 entstanden und aufgenommen worden. Jörg Tochtenhagen verpasste ihnen lediglich im Januar 2010 ein neues Mastering. BORN FOR BLISS wurde von Gitarrist und Sänger Frank Weyzig gegründet, der in den 80er Jahren als Live-Gitarrist und Keyboarder von CLAN OF XYMOX insbesondere den Gitarrensound dieser Kult-Band mit geprägt hat.

Einen verstaubten Eindruck machen die 15 Tracks jedenfalls nicht und sie haben auch nicht, wie bei Wein manchmal üblich, an Geschmack verloren. Auf dem Album befinden sich neben 11 regulären Tracks auch 4 Bonustracks, allesamt bisher unveröffentlichte Songs, u. a. auch Dragon, den Frank bereits in den 80ern für CLAN OF XYMOX komponiert hatte.
Ohnehin orientierte sich das Trio Weyzig, van Antwerpen und Helbers auch bereits zum Aufnahmezeitpunkt nicht an aktuellen musikalischen Strömungen, sondern ihre musikalischen Referenzen finden sich ausnahmslos in den frühen Achtzigern. Musikalisch beeinflusst von Bands wie THE SOUND, den COMSAT ANGELS und NEW Order kreieren BORN FOR BLISS ihren eigenständigen Sound. Fans dieser Musikrichtung dürfte beim Anhören der Scheibe jedenfalls ein wohliger Schauer den Rücken hinunterlaufen, denn Frank Weyzig und seinen Mitstreitern gelingt es die Erinnerung an die Hochzeit des Gitarren-Wave wach zu halten ohne stur zu kopieren. So bringt beispielsweise Remco Helbers mit seinem eigenen Stil, den Chapman-Stick zu spielen, immer wieder interessante Aspekte in den Sound ein.

Das von Pianoklängen und Streichern eingeleitete Any More hätte auch auf einem SISTERS OF MERCY-Album eine gute Figur gemacht. Düsternis macht sich breit, wenn Frank Weyzig singt: „I Feel I’m Drowning In Adrenaline“.
Die meisten Tracks kommen über ein gehobenes Midtempo nicht hinaus, als Einleitung fungiert oft die Akustik-Gitarre, die dann von sphärischen Keyboard-Klängen abgelöst wird. Immer wieder streut Weyzig kleine Gimmicks in die Songs, wie das Hundejaulen in Winter Tears oder Einspielungen von orientalisch angehauchten Stimmfetzen oder Radioschnipseln. Sehr atmosphärisch kommt das Beinahe-Instrumental Tony daher und Perfect Skin hätte sogar das Zeug zum Hit, ist leider mit 2:18 Minuten leider viel zu kurz.
Fazit: Wer eine Zeitreise in die frühen Achtziger buchen möchte - bitte schön, hier ist das Ticket!

Dirk Schulte, 27.05.2010

 

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