Burning Rain

Face The Music

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 18.04.2019
Jahr: 2019
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 49:30
Produzent: Alessandro Del Vecchio & BURNING RAIN

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Plattenfirma: Frontiers Music

Promotion: cmm promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Led Zeppelin

Kingdom Come

Whitesnake

The Dead Daisies

Dio

Revolution Saints

Montrose

Y & T

Titel
01. Revolution
02. Lorelei
03. Nasty Hustle
04. Midnight Train
05. Shelter
06. Face The Music
 
07. Beautiful Road
08. Hit And Run
09. If It‘s Love
10. Hideaway
11. Since I‘m Loving You
Musiker Instrument
Keith St. John Gesang
Doug Aldrich Gitarre
Brad Lang Bass
Blas Elias Schlagzeug

Man tut BURNING RAIN sicherlich Unrecht, wenn man die Gruppe in den Topf mit dem Label All-Star-Projekt wirft. Natürlich sind Doug Aldrich (DIO, THE DEAD DAISIES, WHITESNAKE) und Keith St. John (MONTROSE, BIG TROUBLE kurzzeitig aber auch QUIET RIOT, NAZARETH, LYNCH MOB, SWEET) sowie Brad Lang (Y&T) als auch Blas Elias (bei den US-Rockern SLAUGHTER) eher durch andere Bands bekannt geworden, aber Aldrich und St. John haben diese Nebenspielwiese bereits 1998 gegründet und hatten schon zwei Alben veröffentlicht, als sie noch keine so bekannten Namen im Musikgeschäft (und vor allen Dingen bei den Fans) waren. Aber nach dem Aus von Aldrich bei WHITESNAKE und noch vor seinem Einstieg bei den DEAD DAISIES reaktivierte Aldrich zusammen mit St. John die alte Liebe, BURNING RAIN, und zusammen brachte man das selbstbetitelte dritte Werk heraus, dem nun im Abstand von fast sechs Jahren, Album Nummer 4 folgt, namens “Face The Music“.

Der Sound der Band weicht dabei nicht sehr weit von Aldrichs anderer musikalischer Spielwiesen, den bereits erwähnten DEAD DAISIES, ab. Kerniger, bluesiger, souliger Hard Rock mit einem Händchen für eingängige Melodien und knackige Gitarren-Riffs sowie starke Soli – das sind die Grundzutaten für eine 50-minütige sehr unterhaltsame Scheibe. Im Prinzip kann man sich die komplette Scheibe auch unter dem DEAD DAISIES-Banner vorstellen, schließlich besitzt St. John auch eine ähnliche Stimme wie deren Frontmann Corabi und Aldrich wird seine Art und Weise, Gitarre zu spielen wohl auch nicht mehr ändern.

Daraus resultiert dann auch die Konsequenz, dass sicherlich Fans der „toten Gänseblümchen“ auch an “Face The Music“ eine Menge Freude haben werden. Das beginnt schon mit dem knalligen Opener Revolution, der die Scheibe in weniger als fünf Sekunden von O auf 100 Stundenkilometer bringt, setzt sich über das knackige Lorelei fort, das die  Hörer – wie der Gesang der Sagenfigur die Schifffahrer – in seinen Bann zieht. Der Nasty Hustle groovt dann mächtig mitreißend bevor dann der Midnight Train über den Hörer hinweg rollt. Mit Shelter nehmen BURNING RAIN dann erstmals den Fuß vom Gas und zeigen eine etwas LED ZEPPELIN-beeinflusste Seite ihrer Musik, die sie am Ende der Scheibe mit Since I‘m Loving You (sehr offensichtlich) noch einmal aufnehmen.

Der Titeltrack eröffnet dann die zweite Hälfte von “Face The Music“ und kommt dann wieder mit einem dieser mittlerweile typischen Aldrich-Riffs daher, wie man es auch schon auf den beiden WHITESNAKE-Alben “Good To Be Bad“ und “Forevermore“, an denen der Gitarrist beteiligt war, zu hören bekam. Beautiful Road ist eine dieser Nummern, bei denen dann die DEAD DAISIES-Parallelen wieder am deutlichsten zum Vorschein kommen.  Das gilt dann auch für das anschließende Hit And Run, das nach einem herrlich bluesigen Einstieg mit einem knalligen Riff aufwartet. If It‘s Love mischt ein wenig die Stimmung von Black Velvet (Alannah Myles) und What Love Can Be (KINGDOM COME) und sorgt noch einmal für eine kurze Verschnaufpause, ehe dann das melodiös-rockige Hideaway und das bereits erwähnte Since I‘m Loving You das Werk zu einem runden Abschluss bringen.

BURNING RAIN haben mit “Face The Music“ wieder ein gut abgehangenes Hard Rock-Album vorgelegt. Dabei kann insbesondere Aldrich wieder für einige Highlights sowohl bei den Riffs als auch in den Solospots sorgen und Keith St. John zeigt, warum ihn eine Rocklegende wie Ronnie Montrose über Jahre hinweg als Frontmann beschäftigt hat. Vielleicht kommen die vier Musiker hier nicht ganz an die die letzten doch sehr starken Alben der DEAD DAISIES heran, aber gerade für die Überbrückung bis zu deren nächsten Studio-Werk ist dieses Werk hier eine willkommene Abwechslung.

 

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