Calexico

Algiers

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 17.09.2012
Jahr: 2012
Stil: Alternative, Folk, Country

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Calexico Homepage



Redakteur(e):

Kristin Krauß


Calexico
Algiers, City Slang, 2012
Joey BurnsVocals, Guitars, Bass, Cello, Keyboards, Accordion, Percussion, Vibraphone
John ConvertinoDrums, Percussion, Piano
Paul NiehausPedal Steel, Guitars
Jacob ValenzuelaTrumpet, Keyboards, Vibraphone, Vocals
Martin WenkTrumpet, Guitar, Keyboards, Accordion, Glockenspiel, Vibraphone
Volker ZanderStandup Bass, Electric Bass
Produziert von: Joey Burns, John Convertino, Craig Schumacher Länge: 46 Min 47 Sek Medium: CD
01. Epic07. Maybe On Monday
02. Splitter08. Puerto
03. Sinner In The Sea09. Better And Better
04. Fortune Teller10. No Te Vayas
05. Para11. Hush
06. Algiers12. The Vanishing Mind

Zur Musik von CALEXICO lassen sich ganz wunderbare Landschaften, Geschichten und Filme runterspulen – alles in Cinemascope versteht sich. Allein schon die musikalische Mischung der Band klingt wie eine Landschaft, eine Geschichte, ein Film. John Convertino und Joey Burns haben Tucson, Arizona einen Klang gegeben wie sonst nur GIANT SAND Granterl Howe Gelb und der früh verstorbene Rainer Ptacek.
Zur amerikanischen Wüste haben CALEXICO unter anderem die mexikanischen Mariachiklänge gemischt. Diese Elemente ziehen sich seit 15 Jahren durch die Musik der Band, haben sie zu einer Institution werden lassen und auch mit ihrem siebten Studiowerk "Algiers" ändert sich daran nichts. Obwohl das Album im gleichnamigen Stadtteil New Orleans' eingespielt wurde. Ein Schelm, wer behauptet, dass die Stadt am Mississippi die Aufnahmen nicht beeinflusst hätte. Doch nicht erwartungsgemäß, nicht in der inneren Struktur.

CALEXICO sind CALEXICO geblieben und "Algiers" klingt nicht nach Mardi Gras. Der Einfluss schlägt sich anderweitig nieder. Indem John Convertino und Joey Burns für die Aufnahmen Arizona den Rücken zukehrten, haben sie neue Energie aufgenommen. Ein anderer Blick auf das Zurückliegende konnte sich einstellen. Vielleicht wäre es woanders genauso gut gegangen, angeblich war zunächst Europa im Gespräch. Ob hier ein Album wie "Algiers" hätte entstehen können? Spannt sich der Europäer eine Hängematte auf und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein? Während die Pedal Steel jault und die Mariachi sanft rumoren? In dem Moment als Joey Burns' Stimme noch entspannter klingt als eh und je und ein gefährlicher Hang zur Schnulze kaum Schmerzen verursacht, ist klar: CALEXICO klingen auf "Algiers" so wunderbar abgehangen, wie es nur in Amerika geht – in Cinemascope versteht sich.

Kristin Sperling, 12.09.2012

 

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