Caligula's Horse

Moments From Ephemeral City

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.04.2012
Jahr: 2012
Stil: Progressive Metal

Links:

Caligula's Horse Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


Caligula's Horse
Moments From Ephemeral City, Eigenvertrieb, 2012
Jim GreyGesang
Sam VallenGitarre & Keyboards
Zac GreensillGitarre
Dave CouperBass & Gesang
Geoff IrishSchlagzeug
Produziert von: Sam Vallen Länge: 42 Min 37 Sek Medium: CD
01. The City Has No Empathy05. Ephemera
02. Silence06. Equally Flawed
03. Singularity07. Calliope's Son
04. Alone In The World

Caligula war von 37 bis 41 nach Christus römischer Kaiser, der in seiner Regentschaft sehr autokratisch und mit brutaler Willkür vorging. So ließ er in mehreren Hochverratsprozessen zahlreiche Senatoren zum Tode verurteilen. So kann es wenig verwundern, dass er ermordet wurde, durch seine eigene Leibgarde. Bekannt wurde Caligula zudem dadurch, dass er sein Lieblings-Pferd Incitatus nicht nur mit unermesslichem Reichtum überhäufte sondern offenbar sogar plante, es zum Konsul und ständigen Senator zu machen.

Diesen kleinen historischen Exkurs verdanken wir der Band CALIGULA’S HORSE aus Australien. Hinter dem ungewöhnlichen Namen stecken dabei insbesondere der ARCANE-Sänger Jim Grey und Multi-Instrumentalist Sam Vallen. Die Beiden erschaffen auf “Moments From Ephemeral City“ eine ungewöhnliche und teils verwirrende Mixtur aus verschiedensten musikalischen Stilen: vom klassischen Prog-Rock über proggigen Metal à la TOOL bis hin zu neu-metallischen Klangmonstern.

Die größten Stärken der Band sind die individuelle Leistungen der Beteiligten. Dabei erinnert der Gesang von Grey mehr als nur einmal an TOOL- und A PERFECT CIRCLE-Frontmann Maynard James Keenan. Hinzu kommt die wirklich interessante und abwechslungsreiche Gitarren-Arbeit von Sam Vallen, der sowohl als Shredder als auch mit ungewöhnlich schönen Melodieführungen überzeugen kann.

Das größte Manko von CALIGULA’S HORSE ist aber das etwas verwirrend ausgefallene Songwriting. Einzig der Opener The City Has No Empathy geht richtig gut ins Ohr. Die restlichen der langen Stücke wirken überladen und dadurch zerfahren. Zwei weitere – wenn auch kleinere – Highlights sind die beiden instrumentalen Dreiminüter Singularity und Ephemera, bei denen Vallen seine Fähigkeiten demonstriert.

“Moments From Ephemeral City“ ist ein hartes Stück Arbeit, das ohne Frage seine begeisternden Momente hat, aber genau so oft selbst Prog-affine Ohren verwirrt. Eine gewisse Straffung der Songs würde dabei gut tun. Denn es sind mehr als nur ein paar vielversprechende Ansätze da, auf denen die Band bei künftigen Alben aufbauen sollte.

Marc Langels, 20.04.2012

 

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