Candye Kane

Whole Lotta Love

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.06.2003
Jahr: 2003

Links:

Candye Kane Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Candye Kane
Whole Lotta Love, Ruf Records, 2003
Candye Kane Vocals
Jeff Ross, Kyle Jester, Charlie Musselwhite Guitar
Steve Goldstein, Rev. Billy C. Wirtz, Nic tenBroek Piano
Steve Ustein Organ
Richie Hayward, Paul Fasulo Drums
Larry Taylor, Brian Ugartechea String Bass
Charlie Musselwhite, RJ Mischo Harmonica
Chris Tedesco, Brandon Fields, Nick Lane Brass
Produziert von: Reno Brothers Länge: 51 Min 18 Sek Medium: CD
1. Something's Got A Hold On Me8. Whole Lotta Love
2. Wrap Around Joy9. When The Hangover Strikes
3. Put It All In There10. I'm Just A Sucker Who Believers In Love
4. I Got A Secret11. Going Back Where I Belong
5. Fit, Fat And Fine12. 27 Times
6. A Lion In My House13. I'm Not Getting Older
7. What's That I Smell

Diesen Sommer erreicht mich offensichtlich der RUF der Damenwelt. Jedenfalls in musikalischer Hinsicht. Da flattert mir doch unlängst, zusammen mit der Ana Popovic (ebenfalls bei Ruf Records), ein richtiger "Wonneproppen" ins Haus: Candye Kane! Ein Blick aufs Cover dürfte sofort einige ihrer Qualitäten erahnen lassen.

Die Stimme ist es - was habt ihr denn gedacht? - und die braucht natürlich auch den entsprechenden Körper dazu. In bester "Blues-Mami"-Manier eröffnet sie den ersten Song Something's Got A Hold On Me, der wohl nicht zufällig von Etta James mitverfasst wurde. Dann steigt die hervorragende Band ein und zieht einen Blues Brothers-R&B vom Leder, dass Stillsitzen schon gehörige Konzentration erfordert.

Ich sag's Euch gleich: Die CD macht einfach Spaß! Wer noch einen Caddy aus den 50ern in der Garage stehen hat, braucht sonst nix weiter für "a night on the town".
Wrap Around Joy schlägt in die selbe Kerbe. Etwas mehr Swamp-Soul vielleicht. Allerdings möchte ich mich nicht um diese Dame "wickeln" müssen; umgedreht ebenso wenig...

Tja, Candye ist kein Neuling in diesem Geschäft (in anderen auch nicht: ehemalige Stripperin und Porno Queen, verrät ihre Homepage. UND, neben anderen delikaten Informationen: "plays piano with her breasts"! Da sag ich jetzt nix mehr dazu..), seit 1985 ist ihre Stimme auf Tonträgern festgehalten worden und Awards hat's auch schon einige gegeben.

Weiter geht's mit einem klassischen Blues-Boogie: Put It All In There. Ich schätz mal, wenn man die Frau noch dazu live sehen könnte, kriegte man das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Der Song ist jetzt nichts überwältigendes, aber die Stimme kommt einfach gut und mein Kopfnicken ist nicht abzuschalten.
Sie hat bestimmt nicht nur ein Geheimnis, aber über eines erzählt Candye in dem coolen Swing-Blues I Got A Secret.
Der nächste Titel, im vollen Big Band Swing-Sound, ist Programm: Fit, Fat And Fine reklamiert Candye Kane für sich. Wer wollte ihr widersprechen? Auch das müdeste Tanzbein sollte hier in Fahrt kommen, wenn sie sich im Duett (keine Ahnung mit wem) durch die Dancehall, Richtung 30er Jahre swingt. Ein Gitarrensolo gibt's obendrein.
Aus ihrer Feder stammt der nächste Titel: A Lion In My House geht wieder mehr Richtung R&B - und zwar richtig gut. Mit entsprechender Bluesstimme verkündet Candye: "to me you're just a kitten and I like this game!". Hab ich nicht anders erwartet.

Oh yeah, it's Bluestime! Big Bill Broonzy's What's That I Smell ist definitiv ein Highlight auf dieser Scheibe. Nur mit Akustik-Blues-Gitarre unterlegt legt sich Candye mit ihrem Partner (ein weiteres Duett) an, um rauszukriegen was da wohl so "funny" riecht.
Willie Dixon steht korrekter Weise unter Whole Lotta Love. Klar darf man den Song jetzt nicht mit Led Zeppelin vergleichen - und wenn man das lässt, kommt er auch recht gut mit schöner Slide-Gitarre und der Gesang ist auch o.k. Daran, dass Candye "Woman - you need love" singt, braucht man sich nicht zu stören, schließlich ist sie eine "divorced bisexual" (laut ihrer Homepage).

When The Hangover Strikes ist Zeit für eine Late-Night-Soul-Ballade. Ach, schön wenn man in diesem Stadium ist und langsam weggleiten kann...
Aber Hallo - soweit ist es noch nicht: I'm Just A Sucker Who Believes In Love ist ein Rock'n'Roller wie in Jerry Lee Lewis nicht besser hinkriegen würde (wer/oder was hier wohl das Piano spielt?). Wie hieß doch noch mal die Göre von "Let's Have Party"? Egal die muss ein Kind von Jerry haben. Hier ist es: Candye Kane!

Verschnaufpause ist angesagt mit Going Back Where Belong. Oh Mann, die alte "Stray Cat" Brain Setzer würde begeistert hier mitklampfen, so sehr klingt's nach Stray Cat Strut. Wahrlich cool!
Bei 27 Times wird's wieder etwas flotter. "Because I used to love her, but it's all over now" könnte Pate gestanden haben für den Song. Auch dieser R&B macht Laune.
Ein klimperndes Bar-Piano ist die einzige Unterstützung für ihr Resümee I'm Not Getting Older. Macht noch mal richtig Stimmung, wenn Candye singt: "I'm not gettin' smaller - I'm gettin' big", bzw. "when I start shakin', better move out of the way".

Abschließend möchte ich noch kurz die "Washington Post" zitieren, die ihre Stimme mal beschrieben hat als: "a natural wonder like the Grand Canyon".
Ich sag einfach: She's a whole lotta woman!

Epi Schmidt, 13.06.2003

 

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