Casanova

All Beauty Must Die

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 08.08.2005
Jahr: 2004

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Casanova
All Beauty Must Die, Escape Music, 2004
Michael VossVocals, Guitars
Stephan NeumeierGuitars
Jürgen AttigBass
Michael EurichDrums
Produziert von: Michael Voss Länge: 44 Min 03 Sek Medium: CD
1. On my love7. Last of the runaways
2. Happy8. Under my skin
3. Not over you9. Psycho Lisa
4. Would I10. After the love has gone
5. Lying11. The guitar man
6. Dreamer

Objektiv betrachtet ist "All beauty must die" kein schlechtes Album. CASANOVA bieten erwartungsgemäß gepflegten, soliden Melodic Rock, der sich irgendwo zwischen BON JOVI, DARE und WHITE LION bewegt.
Die bewährte Mischung aus eingängigen Midtemposongs, gefühlvollen Balladen und dem einen oder anderen Ausflug in akustische Gefilde klingt überaus ausgereift und erwachsen.

Subjektiv betrachtet ist "All beauty must die" immer noch kein schlechtes Album, das uns das deutsche Melodic-Rock-Urgestein um Szenepapst Michael Voss vorlegt. Doch um ehrlich zu sein, so richtig vom Hocker reißt es mich nicht.
Das Songwriting ist für meinen Geschmack zu vorhersehbar und unspektakulär ausgefallen. Stücke wie Not over you oder Happy, die aufhorchen lassen und zumindest leisen Anspruch darauf erheben können zur erweiterten Spitzenklasse des Melodic Rocks zu gehören sind leider Mangelware.
Statt dessen regiert vor allem solides Handwerk, das kein Klischee auslässt und in wohldosierten Portionen zwar durchaus noch bekömmlich ist, aber über die komplette Albumdistanz nicht in der Lage ist, den Spannungsbogen halbwegs aufrecht zu erhalten. Spätestens nach zwei, drei Songs stellen sich doch deutliche Ermüdungs- und Abnutzungserscheinungen ein.
Mit ein Grund: Man findet in der knappen dreiviertel Stunde viel zu viel Gefühlsgedusel um die wohlgeformten Schenkel der holden Weiblichkeit zu spreizen und viel zu wenig kernigen Rock für die echten Kerle unter uns. Das ist Melodic Rock für romatisch verklärte Schmusis, Softies und Frauenversteher, dem der letzte Kick fehlt.

Ich kann ja durchaus verstehen, dass Michael Voss bei seinen Konzerten in den ersten Reihen lieber wohlgeformte Hairstylistinnen und Scannerbeauftragte möglichst ohne Anhang, anstatt gestandener Rocker begrüßen möchte, und die angestrebte Zielgruppe mit entsprechenden Klängen zu ködern versucht. Dann bitte ich aber auch um Verständnis, persönlich Melodic Rock-Bands bevorzugen zu dürfen, die etwas kerniger zur Sache gehen.

Martin Schneider, 08.08.2005

 

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