Ceild

A View

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 24.01.2019
Jahr: 2019
Stil: Instrumental Metal
Spiellänge: 47:49
Produzent: Jonathan Maurois & Charles Férec

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Plattenfirma: SAOL

Promotion: CMM GmbH


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Animals As Leaders

Shining (NOR)

Gojira

Titel
01. A View...
02. Sailed
03. Around
04. Elephant
05. Vibration
 
06. Falaise
07. Thoughts
08. Erased
09. ...From The Inside
Musiker Instrument
Charles Férec Gitarre
Clément Bodin Gitarre
Esteban De Rocquigny Bass
Théo Begue Schlagzeug
Gastmusiker:
Raphael Verguin Cello
Manuel Rubio Saxophon

Manche Menschen möchten durch Musik vor allen Dingen reich und berühmt werden. Andere wiederum triebt das Verlangen an, außergewöhnliche Musik zu kreieren und dabei irrelevante Regeln einzureißen. Und genau das ist für die Franzosen CEILD eine wichtige Schaffensgrundlage.  Hoch inspiriert – und abseits der Konventionen der meisten anderen Musikschaffenden – kreiert das Quartett eine hochenergetische und an manchen Stellen fast poetische Musik, die sich aus verschiedensten Einflüssen speist. Wenn man sich als Zuhörer darauf einlässt, nehmen die vier Musiker einen mit auf eine stimmungsvolle Reise voller musikalischer Emotionen.

Diese spricht allerdings zum einen nur Freunde der Instrumental-Musik an, denn CEILD verzichten dieses Mal auf einen Sänger. Diese Entscheidung führte zu einer neuen kompositorischen Freiheit auf diesem Album, von der die Franzosen mächtig Gebrauch machen. Die Musik ist dicht wie ein Dschungel, durch den ein verworrener Pfad führt, der bewusst viele Kontraste und Überraschungen bereit hält, wie etwa den Einsatz von Cello und Saxophon. Die Band sagt selber über ihr Album: “Der Entstehungsprozess des Albums hat sich auf die verschiedenen Bewusstseinszustände eines Wesens konzentriert, dessen Blick auf die Welt aus dem tiefsten Inneren entspringt. Durch imaginäre Augen erblickt man ein Gemälde aus sanften und verletzten Melodien auf einer Leinwand aus vernebelten, gepeinigten Strukturen. “A View“ ist eine instrumentale, introspektive Reise.”

Zum anderen sollte man beim Genuss dieses Albums am besten ein Anhänger der harten metallischen Klänge sein, denn die Franzosen richten sich nicht an zartbesaitete Gemüter. Die Musik orientiert sich zum einen ein wenig an dem Klangspektrum von etwa  ANIMALS AS LEADERS, verzichtet dabei aber auf wirkliche Solo-Passagen. Zum anderen dringt die Band auch phasenweise schon in Death oder Black Metal-Gefilde vor. In dieser Hinsicht – und insbesondere dann, wenn in Sailed das Saxophon den Klang der Scheibe bereichert – kommt einem sogar eher der Vergleich mit den Norwegern SHINING in den Sinn, die ihren Metal ja ebenfalls sehr hart, komplex und extrovertiert-progressiv sowie ohne Rücksicht auf vermeintliche Konventionen ausleben.

Das französische Rock Hard Magazine hatte schon nach dem Debüt  “At The heart Of The Tree“ geurteilt: “CEILD könnten sehr gut eines der Aushängeschilder der nächsten Generation des französischen Metal werden.” Und unsere Nachbarn haben ja mit GOJIRA bereits eine Metal-Band höchster Güte und damit potenzielles Aushänge-Schild zu bieten. Da hat ein solches Lob schon was zu heißen. Was werden sie dann bloß nach dieser Metal-Tour de Force zu sagen haben? Denn hier begeben sich die vier Instrumentalisten noch einmal auf eine ganz neue Ebene ihrer kreativen Kunstfertigkeit.

 

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