Chaosbay

Asylum

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.10.2020
Jahr: 2020
Stil: Progressive Metal
Spiellänge: 41:25
Produzent: Chaosbay

Links:

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Plattenfirma: Timezone Records

Promotion: cmm promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Tesseract

Periphery

Titel
01. Enjoy The Rise
02. Amen
03. Mediterranean
04. D.O.A.
05. Limbus Inn
 
06. Soldiers
07. Criminals & Sons
08. The Lyin‘ King
09. Heavenly Island (Epilogue)
Musiker Instrument
Jan Listing Gesang & Gitarre
Alexander Langner Gitarre
Matthias Heising Bass
Patrick Bernath Schlagzeug

Bei CHAOSBAY handelt es sich um eine Progressive Metal-Band, die an den Standorten Berlin und Kaiserslautern beheimatet ist. Gegründet wurde die Gruppe bereits 2012 und reüssierte erstmals 2015 mit dem Debüt-Album “Vasilisa“. Schon damals konnte man für einiges Aufsehen sorgen, denn die Mischung aus progressiv gespieltem Metal mit Djent-Riffs und dem Gespür für packende Melodien auf diesem Niveau kannte man sonst nur noch von Bands wie TESSERACT oder PERIPHERY. Nun hart das lange Warten auf einen Nachfolger endlich ein Ende und die Band gewährt uns nun ein “Asylum“.

An ihrer musikalischen Ausrichtung haben die vier Absolventen der Musikhochschule dabei nichts geändert. Elegische Wohlfühlklänge wechseln sich mit schroffen Riff-Gewittern und tösenden Double-Bass-Attacken ab, über die dann Sänger Jan Listing wahlweise betörenden Klar-Gesang oder leidenschaftliche Growls legt. Dabei präsentieren sich die vier Musiker spieltechnisch noch einmal gereifter und erreichen dabei ein neues Level: sie sind noch virtuoser unterwegs und sich sich ihrer (Spiel-)Stärken bewusst. Zugleich haben sie sich auch kompositorisch weiter entwickelt und klingen zwingender und packender aber auch euphorisierender als noch auf dem Debüt. Und dann kommen dabei auch noch so wunderbare Melodien heraus, wie zum Beispiel in Mediterranean, die den Hörer anschließend den ganzen Tag verfolgen.

Auch das Konzept hinter “Asylum“ ist aktueller denn je. Denn CHAOSBAY bewegen sich hier abseits von Science Fiction oder surrealen Traumwelten. Vielmehr verarbeiten sie hier ihre Meinung zu Rassismus, Fremdenhass, der Flüchtlingsproblematik und dem moralischen Verfall in Zeiten des Kapitalismus. Sänger und Hauptsongwriter Jan Listing begründete dies in einem Interview so: „Irgendwie fühlte es sich für mich nicht mehr so sinnvoll an, mir Geschichten auszudenken, in einer Zeit, in der es echt genug davon zu erzählen gibt, was da wirklich passiert. Das war mir viel wichtiger.“ Dabei umschifft Listing jedoch geschickt die damit einhergehenden Fallstricke und wirkt in seinen Lyrics niemals belehrend sondern erzählt vielmehr von Erfahrungen.

Somit ist “Asylum“ nicht nur ein musikalisches sondern auch lyrisches Statement einer Band, die sich mit diesem Werk nun auf Augenhöhe mit den bisherigen Königen dieser Musikausrichtung, TESSERACT, bewegt. Hier stimmt wirklich alles: großartige Harmonien, begeisternde Melodien, packende und kraftvolle Metal-Riffs, vertrackte aber trotzdem in sich immer fokussierte Kompositionen sowie eine moderne und sehr angenehm warme Produktion. Sie alle machen “Asylum“ zu einem fantastischen und mitreißenden Album und einem echten Hörerlebnis und CHAOSBAY zu einer der vielversprechendsten Bands im Bereich des Progressive Metal.

 

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