Cheap Trick

In Another World

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 27.04.2021
Jahr: 2021
Stil: Hard Rock
Spiellänge: 45:27
Produzent: Julian Raymond & Cheap Trick

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Plattenfirma: BMG


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

John Lennon

Titel
01. The Summer Looks Good On You
02. Quit Waking Me Up
03. Another World
04. Boys, Girls, Rock'n'Roll
05. The Party
06. Final Days
07. So It Goes
 
08. Light Up The Fire
09. Passing Through
10. Here's Looking At You
11. Another World
12. I'll See You Again
13. Gimme Some Truth
Musiker Instrument
Robin Zander Lead Vocals
Rick Nielsen Guitar, Background Vocals
Tom Petersson Bass, Background Vocals
Daxx Nielsen Drums, Background Vocals
Additional Musicians:
Tim Lauer, Bennett Salvay Keyboards
Jimmy Hall Harmonica
Steve Jones Guitar on 'Gimme Some Truth'
Robin Taylor Zander Additional Guitar & Vocals

“Here comes the summer!“, mit diesen Worten, in wunderbarer Harmonie geträllert, eröffnen CHEAP TRICK ihr 25. Studio-Album. Okay, es ist noch nicht das 25. Studio-Album, aber wartet es nur ab, es wird noch so weit kommen! Es wirkt jedenfalls nicht so, als wäre das Illinois-Quartett amtsmüde und das 50. Bandjubiläum in zwei Jahren werden sie sich wohl kaum entgehen lassen.

 

Und Recht haben sie! Wer dem Intro so ein paar herzerfrischende, hemdsärmelige Riffs hinterherwerfen kann, wie Rick Nielsen, der wird noch eine Weile für Feuer im Kessel sorgen. Natürlich wird’s im Refrain wieder etwas poppig, aber das ist ja sowohl Markenzeichen, wie Erfolgsrezept dieser Band. Vielleicht ein Grund, warum sie in Europa nie solche Mega-Stars, wie in den Staaten oder in Fernost geworden sind.

Nachdem der Sommer also eingeläutet ist, folgt mit Quit Wakine Me Up der perfekte Soundtrack um zum und über den Strand zu schlendern. Auch die BEATLES-Ähnlichkeiten sind typisch für den Sound und die Fröhlichkeit dieses Titels bringt einen umgehend gut drauf. Damit's nicht zu beschaulich wird, haut Rick wieder ein paar seiner derben Riffs dazwischen. Muss man nach so vielen Jahren auch erst mal so frisch klingen lassen.

 

Der Titelsong kommt als pompöse 60's-Ballade. Was zum Schwelgen, auch wenn Textzeilen wie “Theses are the worst times that we ever had“ zunächst nicht so nach Feierstimmung klingen. Denn die frohe Kunde ist: “In another world, we will be happy“. Und dass wir dahin gelangen, da scheinen uns CHEAP TRICK die Geleitmusik liefern zu wollen. Und auch in so einem leicht schwülstigen Song, haut Nielsen wieder ein herrliches, schmalzfreies Gitarrensolo um die Ohren. Und für Boys & Girls & Rock'n'Roll (das natürliche Pendant zum Sommer) packt er ein paar weiter Gitarren-Attacken aus. Wobei ich nicht unterschlagen will, dass Robin Zander an der Rhythmus-Gitarre ja auch mitrockt. Noch mehr beeindruckt er allerdings mit seiner Stimme. Für einen 68jährigen hat er sowohl gehörig Power, als auch beeindruckende Höhen in seinen Stimmbändern. Gut, da trällern sicher noch ein paar andere mit, aber trotzdem steckt er damit so ziemlich jeden Altersgenossen in die Tasche. Und ein paar Jüngere noch dazu.

 

Ob in dem leicht sperrig-experimentellen The Party oder dem klassischen Blues Final Days (also, ein bisschen ein anderer Sound und AC/DC, oder KROKUS, oder jemand aus der Ecke, wären da stolz drauf!). Zum Ausgleich gibt’s eine zuckersüße Ballade, die sich stark nach John Lennon anhört (So It Goes). Danach aber gleich eine heftig schiebende Nummer, wie Light Up The Fire, die man in den künftigen Live-Auftritten der Band nicht missen will. Rockt sehr geil! Will man meckern, dann hätte jetzt, statt dem psychedelisch angehauchten Passing Through, noch so ein Riff-Monster gehört. Zur Not: Weitergezappt und schon setzt sich bei Here's Looking At You wieder das Sommer-Party-Feeling durch. Ideal zum..., ja, fast allem, was uns momentan so fehlt. Aber es kommt! Und zwar, weil CHEAP TRICK mit der zweiten Fassung von Another World so auf's Gas treten, dass die TOTEN HOSEN mit ihren Opels nur noch einer Rauchfahne hinterherschauen. Kann also nicht mehr weit sein, bis dahin.

 

 

Mit I'll See You Again tastet man sich dann noch nochmal Richtung balladeske Golden Sixties um dann letztlich doch noch unverblümt John Lennon die Ehre zu erweisen und dessen Gimme Some Truth zu covern. Und damit es so richtig schön britisch rockt und scheppert, wühlt auch noch Sex-Pistole Steve Jones quer und schräg mit drin herum. Man kann den Spaß, denn die im Studio hatten förmlich hören. Spaß hat man auf jeden Fall auch mit dieser Scheibe, die den Erfolgskurs der letzten CHEAP TRICK-Alben problemlos fortsetzt. Na, dann: Wir freuen uns auf die Silberhochzeit!

 

 

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