Chemia

Let Me

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.09.2015
Jahr: 2015
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Chemia
Let Me, SPV, 2015
Luke DrapalaGesang
Wojtek BalczunGitarre
Maciek MakaGitarre
Chris JaworskiBass
Adam KramSchlagzeug
Produziert von: Mike Fraser Länge: 47 Min 11 Sek Medium: CD
01. Fun Gun07. The Shadow
02. She08. Done
03. The Luck09. Don't Kill The Winner
04. Let Me10. We Toxic
05. I Love You So Much11. Send Me The Raven
06. Grey12. Gotta Love Me

Polen verband ich bisher immer eher mit Progressive Rock (wegen RIVERSIDE, AFTER oder QUIDAM) sowie Death oder Black Metal (VADER und BEHEMOTH), aber natürlich ist auch bei unseren Nachbarn im Osten der Musikgeschmack deutlich breiter gestreut als nur auf zwei oder drei Genres. Da mich aber die Popmusik mal so gar nicht interessiert hat es also nun bis zu CHEMIA gedauert, ehe ich einen „gemäßigten“ polnischen Act auf die Lauscher bekommen habe. Die Rock-Band wurde von Gitarrist und Hauptsongwriter Wojtek Balczun gegründet und hat in ihrer Heimat bereits 2013 das Album “The One Inside“ veröffentlicht. Nun steht der Sturm auf den Rest der Welt an – und dabei überlassen die Polen nichts dem Zufall.

Als Basis holten sich CHEMIA einen echten Routinier ins Studio. Hinter den Reglern saß niemand Geringeres als Mike Fraser, der auch schon Bands wie AC/DC, AEROSMITH oder METALLICA als Produzent „bearbeitet“ hat. Und damit ist auch mal sofort klar, dass der Klang der aktuellen Scheibe “Let Me“ absolut perfekt ist und internationalen Standards genügt. Allerdings klingt mir diese Rock-Scheibe schon fast ein wenig zu sehr auf den US-Markt ausgerichtet, wo sie dann ja mit Bands wie DAUGHTRY, HINDER etc. um die Fans konkurrieren muss. Ein wenig mehr Individualität wäre aus meiner Sicht da wünschenswert gewesen – aber das Ziel der Band ist ja, weltweit bekannt zu werden und da muss man sich dann vielleicht auch daran orientieren.

Das Gleiche gilt natürlich auch für das Songwriting: richtig überrascht werde ich hier nicht. Dafür klingt alles aber auch perfekt komponiert. Die Rocker rocken mit der genau international verträglichen Dosis Härte, die ruhigen Momente werden immer noch rechtzeitig davor bewahrt, ins Schmalzige abzurutschen (eine Kunst, die Bands wie BON JOVI oder NICKELBACK mittlerweile gründlich verlernt haben). Zudem verfügt natürlich jeder der Songs über einen äußerst eingängigen Refrain, wie etwa bei Don’t Kill The Winner. Das hat der Fünfer hier schon sehr routiniert drauf. Damit dürfte man auch zahlreiche Hörer erreichen, die ansonsten eher auf Bands wie ROYAL REPUBLIC oder sogar SUNRISE AVENUE stehen, aber man vergrault auch nicht ganz die Anhänger härterer Klänge.

CHEMIA haben hier ein rundherum stimmiges, modernes Rock-Album vorgelegt. Was ich allerdings nicht sehe ist eine potenzielle Hit-Single, die der Band zum internationalen Durchbruch verhelfen würde. Des Weiteren ist ein Problem bei Alben, die keiner möglichen Fan-Gruppierung wehtun, dass sie auf der anderen Seite keine der Gruppen auch so richtig begeistern können – etwas, was letztendlich auch Bands wie ROYAL REPUBLIC, HINDER oder auch DAUGHTRY nach vielversprechenden Auftakt-Erfolgen ein wenig im Wege stand. Denn irgendwann muss man sich entscheiden: richtig hart rocken oder doch eher lieber Pop sein.

Marc Langels, 10.09.2015

 

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