Chris Allen

Goodbye Girl And The Big Apple Circus

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.02.2007
Jahr: 2007

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Chris Allen Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Goodbye Girl And The Big Apple Circus, Rosa Records, 2007
Chris Allen Lead Vocals, Guitars
Doug McKean Lead Guitars, Background Vocals, Accordeon, Marimba
Don Dixon Bass, Backing Vocals, Keys
Jim Brock Drums, Percussion
Mitch Easter Lead Guitar
Chris Hanna Organ
Tom Prebish Backing Vocals
Produziert von: Don Dixon Länge: 36 Min 39 Sek Medium: CD
1. Goodbye Girl And The Big Apple Circus7. Shotgun Shells With One Good Love
2. Tilt-A-Whirl8. Time Bomb
3. The Gold Rush9. Guilty Heart
4. The Girls Of '9110. Year Of The Horse
5. Sweet Lorraine 11. Trouble Drunk Parade
6. Back To Zero

Wenn eine solch tolle Band wie ROSAVELT letzlich aus wirtschaftlichen Gründen, quasi wegen fortwährender Erfolglosigkeit aufgelöst wird, ist das schon eine bittere Pille. Und die Jungs waren gut, ich hab's live erleben dürfen und kenne zumindest eins ihrer jüngeren Alben ("The Story Of Gasoline").
Doch wie das Leben so spielt, bringen einem eine gute Handvoll Fans und ein leuchtender Strauß blühender Kritiken nicht die Butter aufs Brot und das ganze endet in Desillusioniertheit oder schlimmstenfalls Frustration. ROSAVELT wurde schließlich zu Grabe getragen, schnief...

Doch Mastermind Chris Allen, seines Zeichens Komponist, Texter, Sänger und Gitarrist ließ sich nicht allzu tief ins Bockshorn jagen, sondern erfand sich selbst einmal mehr neu und startet nun mit seinem Soloalbum "Goodbye Girl And The Big Apple Circus" wieder durch, um verloren gegangenes Terrain zurück zu erobern. Sehr zur Freude des Rezensenten und hoffentlich aller Alt-Fans.
Glücklicherweise klingt das neue Konzept nicht wesentlich anders als die alten ROSAVELT-Tunes. Okay, das rotzig-rockige steht nicht mehr ganz so arg im Vordergrund, hier begnügt sich Chris Allen auch mal mit kontemplativen Momenten, die dann selbstredend auch mit adäquat besonnener Instrumentierung flankiert werden, sprich Akustikgitarre plus Wurlitzer-Piano plus Vocals mit gebremstem Schaum. Aber gut die Hälfte dieses angenehm dahinfließenden Albums lebt schließlich doch wieder von diesem Happy-Go-Lucky-Feeling innerhalb der rein musikalischen Strukturen: gedroschene Dur-Akkorde, hübsche crunchy E-Gitarren, die dann aber erstaunlich oft durch nachdenkliche und Zweifel anmeldende Texte konterkariert werden. Chris Allen schlägt nicht selten auch selbstkritische Töne an.
Die Musik rockt tendenziell nach wie vor im Stile der REPLACEMENTS, FACES, STONES, YAYHOOS und manchmal erinnert's auch ein bißchen an Ian Hunter oder Dan Baird, klatscht aber nicht so naßforsch ins Gesicht wie seinerzeit bei Chris Allens alter Combo. Alles klingt ein wenig abgeklärter, geläutert womöglich. Schwer zu sagen...
Der Ton, der Gesamtsound, die Produktion als solche, klingt jedoch anders als damals, obwohl wiederum Don Dixon als Produzent und Mitch Easter als Sound-Engineer ihr Klangwissen beisteuerten. Was heißt hier 'obwohl', gerade weil die beiden ihr Handwerk verstehen, klingt "Goodbye Girl" wohl ein wenig anders als zuletzt ROSAVELT. Das ist schließlich Chris Allen solo, basta. Man sollte auch nicht zwei Mal dasselbe tun. Also, verbuchen wir das auf der Plusseite.

Chris Allens Solodebut macht alles in allem eine gute Figur, wächst bei zunehmender Spieldauer irgendwie ans Herz, obwohl es nicht den Überhammer verkörpert. "Goodbye Girl And The Big Apple Circus" schlingert verdammt sympathisch um die eine oder andere kleine Schwachstelle, bleibt jedoch immer packend genug, um nicht zu enttäuschen. Drei bis vier fette Ohrwürmer sind auch wieder mit dabei, ansonsten solides, spaßbringendes Handwerk. Nicht mehr und nicht weniger.

Frank Ipach, 15.02.2007

 

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