Chris Cornell

Higher Truth

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 28.09.2015
Jahr: 2015
Stil: Singer-Songwriter

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Redakteur(e):

Marc Langels


Chris Cornell
Higher Truth, Universal Music, 2015
Chris CornellGesang, Gitarre, Bass, Mandoline, Mundharmonika & Percussion
Brendan O'BrienGitarre, Bass, Schlagzeug, Percussion, Keyboards, Piano & Orgel
Gastmusiker
Matt ChamberlainSchlagzeug
Ann Marie SimpsonStreicher
Patrick WarrenPiano
Produziert von: Brendan O'Brien Länge: 66 Min 49 Sek Medium: CD
01. Nearly Forgot My Broken Heart09. Let Your Eyes Wander
02. Dead Wishes10. Only These Words
03. Worried Moon11. Circling
04. Before We Disappear12. Our Time In The Universe
05. Through The Window13. Bend In The Road (Bonus Track)
06. Josephine14. Wrong Side (Bonus Track)
07. Murderer Of Blue Skies15. Misery Chain (Bonus Track)
08. Higher Truth16. Our Time In The Universe (Remix)(Bonus Track)

Was Chris Cornell in seiner bisherigen Karriere erreicht hat, reicht eigentlich für zwei oder drei Musiker. Zum einen ist er als Sänger/Gitarrist und Haupt-Songwriter von SOUNDGARDEN mitverantwortlich für eine der erfolgreichsten Grunge-Bands. Zudem hat er mit dem Tribut-Projekt TEMPLE OF THE DOG für seinen am Drogen-Konsum gestorbenen Freund Andrew Wood (MOTHER LOVE BONE) die vielleicht beste Grunge-Scheibe schlechthin komponiert und zusammen mit PEARL JAM- und SOUNDGARDEN-Musikern eingespielt. Und dann ist da ja auch noch seine Zeit mit AUDIOSLAVE, deren Debüt ebenfalls sehr erfolgreich war. Aber Cornell hat eben auch als Solo-Künstler schon mehrere Solo-Alben veröffentlicht, das vorliegende “Higher Truth“ ist das vierte Studiowerk, bei einer (absolut exzellenten) Live-CD.

Auch auf dem aktuellen Album bewegt sich Cornell abseits der von seinen Bands gewohnten Wege. Vielmehr kommt hier der Singer/Songwriter aus ihm heraus, der sich zumeist auf die Wirkung von akustischen Instrumenten und seiner einzigartigen Stimme verlässt. Allerdings lässt er auch mal kleinere elektronische Spielereien zu und mit dieser Kombination macht Cornell wieder alles richtig. Denn mit so unterschiedlichen Songs wie dem von Mandolinen-getragenen Opener (und der ersten Single) Nearly Forgot My Broken Heart, dem absolut radiotauglichen Ohrwurm Before We Disappear, dem absoluten Highlight Murderer Of Blue Skies oder dem an die Solo-Werke von John Lennon erinnernden Titeltrack bietet das Album eine erstaunliche Bandbreite.

“Higher Truth“ erscheint in zwei Varianten, der regulären und der Limited Edition, wobei ich definitiv zu der drei zusätzliche Lieder und einen Remix aufgewerteten limitierten Edition rate würde. Denn mit Bend In The Road, Wrong Side und auch Misery Chain erschließt sich mir nicht, warum diese es nicht „regulär“ auf das Album geschafft. Insbesondere das erste Zusatzstück ist ein Klasse-Song. Einzig der Remix von Our Time In The Universe kann an die Qualität des übrigen Materials nicht ganz heranreichen und passt auch stilistisch nicht wirklich auf das Album.

Chris Cornell und Brendan O’Brien, der sowohl als Produzent als auch als Musiker hier aktiv war, haben hier ein wunderbares Solo-Werk für den SOUNDGARDEN-Frontmann kreiert, das wieder mal die andere musikalische Seite der Grunge-Ikone zeigt. Dabei kann dieser dann auch andere Facetten in seinem Gesang zur Geltung bringen. Musikalisch erinnert das Werk am ehesten an sein Solo-Debüt, “Euphoria Mourning“, denn Rock-Sounds wie auf “Carry On“ bleiben hier ebenso außen vor wie die Anbiederung an den Pop-Zeitgeist auf dem von TIMBALAND produzierten “Scream“. Aber im direkten Vergleich zum Erstling ist “Higher Truth“ in sich stimmiger und hat die besseren Songs zu bieten. Insgesamt betrachtet ist es wohl das bisher beste Solo-Werk von Cornell.

Marc Langels, 24.09.2015

 

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