Chris Duarte Group

Texas Sugar, Tailspin Headwhack & Love Is Greater Than Me

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.02.2001
Jahr: 1994

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Chris Duarte Group Homepage



Redakteur(e):

Joachim Domrath


Chris Duarte Group
Texas Sugar / Tailspin Headwhack / Love Is Greater Than Me, Silvertone (1, 2), Zoe Records (3), 1994, 1997, 2000
Chris Duarte Lead Vocals, Guitars
John Jordan Bass, Keyboards (1, 2)
Brannan Temple Drums (1)
Gregg Morrow Drums (2)
Reese Wynans Keyboards (2)
Jason Patterson Drums (3)
Doyle Bramhall Drums, Percussion (3)
James Fenner Percussion, Conga (3)
Robert Kearns Bass (3)
Produzent: Dennis Hering (1), David Z (2), Doyle Bramhall (3) Medium: CD

Beim Schnüffeln auf einer Mailorder-Website bin ich auf Chris Duarte und seine Band gestoßen. Ein mir bis dahin völlig unbekannter Musiker.
Beim Durchhören der Soundfiles erwachte mein Interesse dann vollends. Eine Woche später hatte ich die beiden lieferbaren CD’s TEXAS SUGAR und TAILSPIN HEADWHACK in meinem CD Player.

TEXAS SUGAR beginnt mit My Way Down, ein knackiger Bluesrock mit einer alles beherrschenden,dynamischen Gitarre.
Letter to my Girlfriend powert munter weiter. Die Gitarre steht dominant im Raum und klingt schweinegeil. Chris Duartes rauhe, markante Stimme paßt hervorragend zu seiner Spielart des Blues-Rock.
C-Butt-Rock bringt mich dann regelrecht zum Kochen. Ein vertrackter, hochrhythmischer Blues-Rock. Schlagzeuger Brannen Temple spielt zu der megastarken Gitarre ein ebensolches Schlagzeug. Man meint, er würde hinter seiner Schießbude gleich explodieren...
Auf Just Kissed my Baby drosselt die Band etwas ihr Tempo. Das Stück klingt nach Little Feat meets Muddy Waters.
Funkig und groovig wird es auf Scrawl. Dazu wieder Duartes superbe Gitarrenarbeit. Bassist John Jordan zaubert dazu die passenden Bassläufe aus seinem Instrument.
What can I do wiederrum offeriert sich als recht soulige Bluesrock-Variante.
Borrowed Love zum Abschluß bringt das Lebensgefühl des Mississippi Deltas rüber. Ein herrlicher Rhythmus durchzieht den ganzen Song. Swamp-Rock-Blues oder so, jedenfalls große Klasse.

Schublade auf, TAILSPIN HEADWACK eingelegt.

Die Ohren müssen sich nicht umstellen. Cleopatra bringt die Füße gleich wieder zum wippen. Chris Duarte spielt hier eine harte, rohe Gitarre. Mann, macht der Song Spaß.
Crimino ist wieder unglaublich komplex. Kein einfach runtergespielter 0815-Bluesrock. Da gibt es Tempowechsel, Breaks. Durchschnittlich begabte Musiker würden hier schnell die Orientierung verlieren. Aber gerade das ist die Stärke dieser Band. Die Musik wird nicht langweilig, wie bei vielen anderen Bluesrock-Kapellen.
The Thrill is Gone, ein Blues Klassiker läßt Zeit zum verschnaufen.
Drivin South gibt dann wieder mächtig Gas. Duartes Gitarre jault im Turbogang. Für Leute mit niedrigem Blutdruck der richtige Muntermacher.
Catch the next Line groovt herrlich. Die Nummer eignet sich auch gut zum tanzen.
Tailspin Headwhack entwickelt sich, nach einfühlsamen Intro, zu einem abwechslungsreichen Jazz-Rock-Blues Song. Das hohe musikalische Potenzial der Band wird hier besonders offensichtlich.

Der Rest der CD klingt auf weiterhin hohen Niveau. Mal souliger, mal rockiger oder gar jazziger Blues sind angesagt.

Drei Jahre später, für mich ein halbes Jahr, erscheint das neueste Album der Band. LOVE IS GREATER THAN ME.
Nach Problemen mit seiner alten Plattenfirma, scheint z.Zt. eine Seuche zu sein, erscheint die neue CD auf dem ZOE Records Label.

John Patterson ist der neue Drummer der Band.
Musikalisch ist die Band etwas mainstreamiger geworden. Geblieben ist das weiterhin hohe Niveau der Songs.

BADNESS rockt gefährlich los, nimmt den Hörer sogleich in seine Fänge. Die Gitarre und der Rest sind perfektes Handwerk.
Brand New Day rockt dann völlig unbluesig aus den Boxen. Der Song geht ab wie die Post.
All Night ist ein locker, flockiger Soul-Blues.
Mit dem nachfolgenen Track betritt die Band ungewohntes Terrain. Metaphor Song präsentiert sich als Heavy-Metal Blues. Selten so eine abgefahrene Gitarre in der letzten Zeit gehört. Das hat Klasse. Drei Tracks später wird die akustische Version dargeboten. Der Song klingt hier völlig anders.
Free 4 me rockt danach munter drauf los.
Paper Dolls ist ein aufregender Blues-Funk.
Azul Ezell kommt als Hardrock-Blues über den Hörer. Gitarre und Rhythmusgruppe leisten wieder Schwerstarbeit.

Die drei Alben der Chris Duarte Group machen rundweg Spaß. Die Songs werden auf einem hohen musikalischen Niveau dargeboten. In dem von viel Durchschnittlichkeit geprägten Bluesrock Alltag gehört die Band für mich zu den derzeitigen Top Acts.

Joachim Domrath 23.02.2001

 

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