Chris Jagger

Mixing Up The Medicine

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.10.2021
Jahr: 2021
Stil: Blues, Jazz, Roots
Spiellänge: 33:26
Produzent: John Porter, Charlie Hart, Chris Jagger

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Plattenfirma: BMG


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Mick Jagger

Titel
01. Anyone Seen My Heart
02. Merry Go Round
03. Love's Around The Corner
04. Talking To Myself
05. Happy As A Lamb
 
06. A Love Like This
07. Loves Horn
08. Wee Wee Tailor
09. Hey Brother
Too Many Cockereles
Musiker Instrument
Chris Jagger Vocals
Charlie Hart Piano
Olly Blanchflower Bass
Dylan Howe Drums
Neil Hubbard Guitar
Nick Payn Brass
Frank Mead Brass
John Etheridge Guitar
Jody Linscott Percussion
Mick Jagger Backing Vocals

"Johnny's in the basement mixing up the medicine, I'm on the pavement thinkin' about the government". Die Medizin, die Chris Jagger herstellt, hat, anders als in Bob Dylans Subterranean Homesick Blues, eine durchwegs anregende und befreiende Wirkung, ohne Nachwehen. Der jüngere Bruder von Mick Jagger legt mit "Mixing Up The Medicine"  ein weiteres Album (das 12.? 13.?) vor, welches vor toller Songs nur so strotzt. Hier ein bisschen Folk, da etwas Rock, Jazz, Pop und die Mixtur ist fertig.

Anybody Seen My Baby? singt der unwesentlich bekanntere Bruder von Chris auf dem STONES-Album "Bridges To Babylon". Chris sing Anyone Seen My Heart?, welches einen eher roots-mäßigen Charakter mit New Orleans-Einfluss hat und obendrein Mick als Gaststänger in Song und Video.

 

Das Südstaaten-Flair bleibt in Merry Go Round erhalten und klingt ebenfalls stark nach Louisiana. Wegen der Swamp-Slide, wegen den coolen Bläsern, dem jumpy Rhythmus und, ja, auch wegen Chris' charaktervollen Gesang. Ein Van Morrison würde an so einer Nummer auch seine wahre Freude haben. Und auch der muntere Dixie-Blues Love's Around The Corner brodelt so herrlich vor sich hin. Da kriegt man richtig Lust auf ein Southern-BBQ. Es ist nicht vermerkt, aber wenn die Mundharmonika nicht von Mick gespielt ist, dann imitiert ihn einer richtig gut.

Talking To Myself ist nicht nur der Titel des folgenden Piano-Blues-Stückes - mit supercoolen Bläser-Sätzen - , sondern auch der Autobiografie von Chris, die in Kürze erscheint und auch da wird Mick sicher vertreten sein. Beiden ist eine Liebe zum Blues gemein, die Chris aber feiner ausleben kann, weil er sich problemlos auf die Musik der kleinen Clubs und Kneipen verlegen kann, ohne dabei die Erwartungen eines Stadionpublikums befriedigen zu müssen.

So kann Happy As A Lamb locker dahin-klimpern, wie es vielleicht die FABULOUS THUNDERBIRDS oder auch THE BLUES BAND in ihren ruhigeren Songs zelebriert haben. Da kann sich in Chris in A Love Like This auch mal als Crooner zeigen und weil John Etheridge eine ausgezeichnete Jazz-Gitarre hinzufügt, hält auch die Nummer die Klasse der anderen Titel. Darunter Love's Horn, sachte pulsierend, zwischen Irish Folk und Seemanns-Lied und Wee Wee Tailor, irgendwo New Orleans-Jazz und Gipsy-Music. Hypnotisch und verzaubernd.

Das melancholisch-nachdenkliche Hey Brother kommt zwar ohne den gesanglichen Beitrag des Bruders aus, aber ist vielleicht auch deswegen eine nette Verbeugung vorder lebenslangen Verbundenheit mit diesem.

Die Mundharmonika in der flotten Cajun-Nummer Too Many Cockereles würde ich Mick wieder zutrauen. Die tierischen Beiträge stammen unverkennbar von den Mitbewohnern auf Chris' Bauernhof, den dieser seit 20 Jahren sein Zuhause nennt.

Ebenso Zuhause fühlt sich Chris Jagger in der hier aufgenommenen Musik, die einmal mehr demonstriert, dass der "kleine Jagger" ebenso ein Meister seines Faches ist, wie der große. Wir sind auf seine Biografie gespannt.

 

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