Chris Norman

Time Traveller

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.07.2011
Jahr: 2011
Stil: Pop/Pop Rock

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Chris Norman
Time Traveller, Membran, 2011
Chris NormanVocals & Guitar
Geoff CarlineGuitar
Jesper EdvardsenBass
Morten HellbornDrums & Percussion
Peter BoedkerKeyboards
Christina GrothBacking Vocals
Bjarke FalgrenViolin, Viola & Cello
Thomas EdingerSaxophone, Flute & Clarinet
Produziert von: Chief 1 Länge: 46 Min 20 Sek Medium: CD
01. Get It On07. Sweet Caroline
02. Country Girl08. Homeward Bound
03. Back For Good09. Moonlight Shadow
04. Be My Baby10. I Can't Dance
05. Chasing Cars11. 19th Nervous Breakdown
06. Morning Dew12. Wake Me Up When September Ends

Berühmt geworden ist er als die Stimme von SMOKIE, auch seine Solokarriere verlief (unter anderem unter Mithilfe eines gewissen Dieter B.) so erfolgreich, dass er niemanden mehr etwas beweisen muss und sich getrost auch einen lang gehegten Traum eines Albums mit seinen persönlichen Lieblingssongs erfüllen kann. Die dazu verpflichteten Begleitmusiker sind weniger prominent denn skandinavisch, aber man gibt sich gut eingespielt und durchaus mit Spass bei der Sache. Die meisten Konsumenten dieser Musik werden ohnehin in erster Linie auf die Stimme von Norman hören.

Die Songauswahl ist insofern etwas überraschend, als der in dem im Nordosten Englands gelegenen Küstenstädtchen mit dem hübschen Namen Redcar geborene Sänger nicht nur den Idolen seiner Jugend huldigt, sondern auch relativ zeitgemäßes Material, sprich Songs von SNOW PATROL und GREEN DAY mit im Programm hat. Allerdings muss kein Fan von SMOKIE und Co. erschreckt zusammenzucken, NORMAN wird beileibe nicht zum Punker, da Wake Me Up When September Ends eine veritable Schnulze ist und GREEN DAY den letzten klägliche Rest ihrer Street Credibility gekostet haben dürfte. Auch Chasing Cars von SNOW PATROL ist eher zurückhaltend interpretiert.

Spass macht es, wenn locker und recht beschwingt losgelegt wird (Get It On oder auch !9th Nervous Breakdown) und NORMAN sein rau und doch irgendwie einschmeichelnde Stimme in die Wagschale werfen kann (Morning Dew, Moonlight Shadow, obwohl der Song schon arg abgenudelt ist). Eher schlimm finde ich dagegen den ewigen Schmachtfetzen Back For Good oder das ziemlich blutleere Homeward Bound. Das von GENESIS nicht Supper’s Ready in der Tracklist ist, sondern ein Song wie I Can’t Dance ist auch klar – immerhin kann man die ganz witzige Interpretation anhören.

Alles in allem geht NORMAN keine großen Wagnisse ein und gibt sich, wie sein Publikum ihn hören will – irgendwo zwischen Pop, weichgespültem Rock und reichlich Balladenstoff. Das reicht dann schon auch für einen Auftritt in der großen Rocksendung “ZDF Fernsehgarten“. Seine Fans werden es mögen und sicherlich auch zu den anstehenden Konzerten pilgern, wem das CHRIS NORMAN in seinen verschiedene musikalischen Ausprägungen zu glatt ist, der wird auch durch diese Coveralbum keines besseren belehrt werden.

Ralf Stierlen, 13.07.2011

 

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